KEIN GLÜCK BEIM 24-STUNDEN-RENNEN AM NÜRBURGRING: CHRISTOPHER HAASE TROTZ GUTER LEISTUNG NICHT IM ZIEL!

Die 45. Auflage des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring hätte spannender nicht sein können – und sie endete mit einem Erfolg für das Audi Sport Team Land, dessen Audi R8 LMS mit der Startnummer 29 den Gesamtsieg holte. Für Audi Pilot Christopher Haase zwar ein Grund zur Freude – für ihn persönlich verlief das Rennen allerdings eher enttäuschend. Der Audi R8 LMS, den er mit seinen Kollegen Pierre Kaffer, Christopher Mies und Connor De Phillippi zwischenzeitlich bis auf Gesamtrang drei nach vorne gebracht hatte, kam leider nicht ins Ziel.

Zuvor kam man problemlos in das Top-30-Qualifying, Christopher Mies stellte den Audi R8 LMS auf Startplatz 9. „Wir waren aufgrund unserer Starts in den VLN-Rennen super aussortiert, Audi war überhaupt extrem gut aufgestellt. Die BOP war fair, die Autos technisch perfekt vorbereitet und die Fahrer-Besetzung war auf jedem Auto top“, so Christopher Haase, der sich zu Beginn des 24-Stunden-Rennens nur langsam nach vorne arbeiten konnte: „Anfangs musst Du im Verkehr vorsichtig sein. Wir konnten an der Spitze dranbleiben und hatten uns vorgenommen, in die Nacht hinein zu attackieren. Das ist uns gelungen und bis zum Sonntagmorgen waren wir auf Platz drei vorgefahren, lagen hinter dem Schwesterauto und dem WRT-Audi.“

Diese Ausgangslage wollten Christopher Haase und das Team für eine weitere Attacke nutzen: „Mit dem Sonnenaufgang haben wir voll aufgedreht und den Zeitrückstand kontinuierlich reduziert, da wäre es bestimmt weiter nach vorne gegangen. Doch dann hatten wir einen Reifenschaden, durch den Leitungen beschädigt wurden, die wir tauschen mussten. Unglücklicherweise traten dann weitere Folgeschäden auf, da waren wir bis hinter Rang 50 zurückgefallen. Ein Weitermachen hatte keinen Sinn mehr und das Team hat sich verständlicherweise auf das Schwesterauto konzentriert, das war die völlig richtige Entscheidung.“

„Gratulation an Christopher Mies, Connor De Phillippi, Markus Winkelhock, Kelvin Van Der Linde, das Audi Sport Team Land und natürlich an Audi. Ich freue mich sehr für meine Kollegen, das Team und die Marke, aber natürlich bin ich auch enttäuscht, dass es mit meinem dritten Erfolg beim 24-Stunden-Rennen nichts geworden ist – ich wäre kein ehrgeiziger Sportler, wenn mir das gleichgültig wäre. Ich muss das Positive mitnehmen: Wir hatten den Speed, die Performance war top, der Sieg wäre möglich gewesen“, so Christopher Haase abschließend, der sich jetzt schon auf das Blancpain-Sprint-Series Rennen in Zolder am kommenden Wochenende vorbereitet.

SCHNELLSTE RENNRUNDEN, ABER ERNEUT PECH: KEINE PUNKTE FÜR CHRISTOPHER HAASE IN ZOLDER!

Nach dem unglücklichen Ausscheiden beim Saison-Highlight auf dem Nürburgring kam Christopher Haase optimistisch nach Zolder: Auf der belgischen Strecke ging er für Sainteloc Racing in der Blancpain Sprint Series an den Start – und nachdem er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Romain Monti dort bereits gute Resultate erzielen konnte, hatte sich die Mannschaft viel vorgenommen. Leider lief es aber von Beginn an nicht reibungslos, wie Christopher Haase schildert: „Audi war an sich super aufgestellt, die BOP war fair – wir hatten also gute Voraussetzungen, konnten das aber weder in den Trainings noch im Qualifying umsetzen und so die mögliche Performance leider nicht abrufen. Was möglich gewesen wäre, bewies unser Audi-Kollege Robin Frijns mit der Pole-Position eindrucksvoll.“

Im Zeittraining reichte es im Feld von 33 Fahrzeugen nur zum 16. Startplatz – womit Haase beim Start zum Qualifying-Race „mittendrin statt nur dabei“ war. „Wenn du mitten im Feld stehst, ist das die denkbar ungünstigste Ausgangslage. Auf der engen Start- und Zielgeraden von Zolder kam es dann so, wie es kommen musste. Vorne berührten sich zwei Autos, eine Kettenreaktion war die Folge und es gab einen Startunfall. Ich musste sehr hart bremsen und ausweichen, habe dabei allerdings die Boxenmauer berührt und die Hinterradaufhängung verbogen. In der Folge musste ich an die Box, um den Schaden beheben zu lassen, was natürlich unser Rennen ruiniert hat“, erzählt ein enttäuschter Christopher Haase.

Nach der Reparatur fuhr man das Rennen trotz mehrerer Runden Rückstand zu Ende und konnte, nachdem das Team Sainteloc zahlreiche Veränderungen vorgenommen hatte, dank der schnellsten Rennrunde beweisen, dass zumindest der Speed ins Auto zurückgekehrt war. Dementsprechend schnell war das Duo Haase/Monti dann auch im Main Race: Aufholjagd von Platz 30 bis auf Rang 14 und erneut die schnellste Rennrunde! „Unser Audi R8 LMS lief perfekt, Romain fuhr einen sensationellen Stint und wir konnten zeigen, dass es das gesamte Team drauf hat“, so Christopher Haase: „Nun wissen wir, was möglich ist. Jetzt muss unser Ziel sein, diese tolle Performance endlich wieder in kontsant gute Resultate umzusetzen!“

Das nächste Rennen für Christopher Haase folgt schon diese Woche – am Red Bull Ring will er im Team von Montaplast by Land Motorsport gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jeffrey Schmidt die Pechsträhne hinter sich lassen und im ADAC GT Masters möglichst viele Punkte und eventuell einen Podestplatz holen!