PODIUM FÜR AUDI BEI DEN 10 STUNDEN VON SUZUKA

  • Christopher Haase/Kelvin van der Linde/Markus Winkelhock Dritte beim japanischen Lauf zur Intercontinental GT Challenge
  • Vier Audi R8 LMS unter den besten zehn
  • Alle Kundenteams von Audi Sport bei extrem harten Bedingungen im Ziel
     

Nach jeweils 25 Punkten für den Wertungssieg in Bathurst (Australien) im Februar und in Spa (Belgien) im Juli erreichte der Audi R8 LMS in Suzuka nur Platz drei. Das Audi Sport Team Absolute Racing feierte das Podiumsergebnis mit den drei Audi Sport-Piloten Christopher Haase/Kelvin van der Linde/Markus Winkelhock.

Bei Außentemperaturen deutlich über 30 Grad Celsius waren die 10 Stunden von Suzuka ein Härtetest für Mensch und Maschine. Das Langstreckenrennen auf dem anspruchsvollen Grand-Prix-Kurs zählte erstmals zum Kalender der Intercontinental GT Challenge und begeisterte Fans wie Fahrer gleichermaßen. Haase/van der Linde/Winkelhock waren als Elfte gestartet und kämpften sich trotz einer Durchfahrtstrafe als bestes Fahrertrio eines Audi R8 LMS auf Platz drei vor. Im Ziel fehlten ihnen nur 1,2 Sekunden auf Platz zwei. In der Fahrerwertung der Serie liegen Haase und Winkelhock nun hinter den drei Konkurrenten, die das Rennen gewonnen haben. In der Markenwertung liegt Audi an zweiter Position. „Herzlichen Glückwunsch an Mercedes-AMG zum Doppelsieg und an das Audi Sport Team Absolute Racing sowie unsere drei Piloten zum Podesterfolg“, sagte Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Bemerkenswert ist, dass alle unsere Teams trotz der extremen Hitze und einem Rennen voller Zwischenfälle einen kühlen Kopf bewahrt und die Zielflagge gesehen haben.“

Zweitbester Audi war die Startnummer 66 des Audi Sport Team WRT. Christopher Mies/Dries Vanthoor/Frédéric Vervisch, die durch einen Reifenschaden Zeit eingebüßt hatten, erreichten den vierten Platz. Sie sicherten Audi damit zwölf weitere Zähler in der Markenwertung. Das Audi Team Hitotsuyama aus Japan, das regulär in der einheimischen Rennserie Super GT antritt, nutzte das Langstreckenrennen für ein internationales Gastspiel. Die beiden Stammpiloten Richard Lyons und Ryuichiro Tomita erhielten Verstärkung von dem Belgier Alessio Picariello. In den ersten Rennstunden war das Team die beste Audi-Mannschaft im Feld. Durch einen Dreher fiel der Audi R8 LMS mit der Nummer 21 zurück und erreichte das Ziel auf Platz acht. Ein weiterer Audi R8 LMS des Audi Sport Team WRT komplettierte ein Audi-Quartett unter den besten zehn: Jake Dennis/Sheldon van der Linde/Stuart Leonard überquerten die Ziellinie als Neunte. Der fünfte Audi R8 LMS absolvierte ebenfalls die Renndauer von zehn Stunden: Congfu Cheng, Adderly Fong und Jingzu Sun erreichten in der Pro-Am-Wertung den sechsten Platz von elf gestarteten Teams.

Das Finale der Intercontinental GT Challenge steht vom 26. bis 28. Oktober im Kalender. Dann kämpfen die Teams auf dem legendären Kurs von Laguna Seca in Kalifornien um den Titel in Fahrer- und Markenwertung. Audi hat mit seinen Piloten die Wertungen in den beiden ersten Jahren der Serie 2016 und 2017 jeweils für sich entschieden.

MEILENSTEIN FÜR BWT MÜCKE MOTORSPORT IN ZANDVOORT

  • Premiere: BWT Mücke Motorsport fährt im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters mit allen drei Audi R8 LMS in die Top-10
  • Doppelter Champagner-Regen: Junior-Podium in beiden Rennen in den Niederlanden
  • BWT Mücke Motorsport lässt die Ringe glänzen: Bester Audi des gesamten Feldes in Lauf zwei
     

Strand, Meer, Dünen und Highspeed-Action: Vom 17. bis 19. August gab BWT Mücke Motorsport im Rahmen des ADAC GT Masters in Zandvoort Gas. Der Kurs an der niederländischen Nordseeküste war Schauplatz der fünften Saisonstation und hielt viele positive Emotionen für den Traditionsrennstall bereit. Für die Glücksmomente verantwortlich waren Jeffrey Schmidt und DTM-Star Jamie Green im BWT Audi R8 LMS #26, Ricardo Feller und Christopher Haase im BWT Audi R8 LMS #25 sowie Mike David Ortmann und Markus Winkelhock im kfzteile24 Audi R8 LMS #24.

Die Highlights des Wochenendes

Im Höhenflug: Ortmann und Winkelhock starteten nach ihrem Podium auf dem Nürburgring hochmotiviert in das Wochenende in Zandvoort. Starke Trainingszeiten verhießen Großes und Ortmann setzte mit Rang fünf – seinem besten Qualifying-Ergebnis im ADAC GT Masters – den Erfolgstrend nahtlos fort. Nach einem starken Start fand er sich bald auf Rang vier wieder. Diese Position hielt Winkelhock nach dem Fahrerwechsel und so war nicht nur die Freude über Punkte, sondern auch Rang drei in der Junior-Wertung groß. Für das Sonntagsrennen fuhr Winkelhock Startplatz zehn heraus, haderte allerdings mit Verkehr auf der Strecke, der ein Top-Ergebnis verhinderte. Am Start kämpfte er sich an einigen Autos vorbei und übergab Ortmann den kfzteile24 Audi R8 LMS #24 auf Rang sechs. Eine Position mussten sie durch den Boxenstopp wieder abgeben, erzielten aber dennoch wichtige Punkte.

Die besten Ringe: Am Sonntag jubelten Feller und Haase. Von Platz acht aus gestartet, kämpfte sich das Duo über eine geschickte Boxenstoppstrategie zwei Positionen nach vorne und beendete den Lauf auf Rang sechs. Feller schaffte nicht nur zum vierten Mal im zehnten Saisonrennen den Sprung auf das Junior-Podium, der BWT Audi R8 LMS #25 wurde darüber hinaus Bester seiner Marke im gesamten Feld des ADAC GT Masters. Bereits am Samstag hatte das Duo eine eindrucksvolle Show in Zandvoort gezeigt. Im Qualifying steckte Feller im Verkehr fest und kam nicht über Rang 24 hinaus. Davon ließen sich die beiden nicht entmutigen und machten auf dem engen Dünenkurs 14 Positionen gut. Platz zehn und ein Punkt waren der Lohn für diese starke Aufholjagd.

Dünen-Achterbahn: DTM-Star Green trat in Zandvoort zum dritten Mal gemeinsam mit Schmidt im BWT Audi R8 LMS #24 an, da Stammfahrer Stefan Mücke mit der WEC in Silverstone unterwegs war. Am Sonntag brillierte Green mit der sechstschnellsten Zeit im Qualifying – zweitbester Audi des Feldes. Am Start verlor der Brite jedoch ein paar Positionen aufgrund eines Autos mit technischen Problemen vor ihm. Ein früher Stopp sollte das Auto nach vorne bringen, doch diese Taktik ging nicht auf. Schmidt überholte nach dem Fahrerwechsel noch einen Konkurrenten und fuhr auf Rang neun ins Ziel. Eine Top-10-Platzierung blieb dem BWT Audi R8 LMS #26 am Samstag verwehrt. Mit einem starken Start von Rang zwölf befand sich Schmidt beim Fahrerwechsel auf Rang acht – die Box verließen sie auf dem letzten Platz. Das Auto musste nach einem Problem an der Kupplung resettet werden, wodurch das Duo mehr als eine Minute verlor.

Drei Mücken mit einer Klappe: In Zandvoort gelang BWT Mücke Motorsport ein besonderer Meilenstein. Erstmals seit dem Einstieg ins ADAC GT Masters fuhren alle drei Autos der Mannschaft in die Top-10. Schon oft war der Rennstall kurz davor, nun ist es im Sonntagslauf mit den Rängen sechs, sieben und neun endlich geglückt. Durch die starken Ergebnisse in den Dünen hat BWT Mücke Motorsport zudem einen Sprung auf Rang vier in der Teammeisterschaft gemacht und den Rückstand zu Platz drei auf lediglich fünf Punkte verkürzt.

Die Stimmen zum Wochenende

Jamie Green (BWT Audi R8 LMS #26):„Es war wirklich ein gutes Wochenende. Ich habe erneut viel gelernt und merke, wie ich mich im GT-Sport stetig verbessere. Im Samstagsrennen wäre Platz sechs möglich gewesen. Leider konnte ich nach dem Boxenstopp das Auto nicht starten, weil es ein Problem mit der Kupplung gab. Es war schade, auf diesem Weg ein gutes Ergebnis zu verlieren. Am Sonntag ist mir mit Rang sechs mein bestes Qualifying-Ergebnis im ADAC GT Masters gelungen. Am Start jedoch hat meine Reihe nicht richtig beschleunigt. Da Ausscheren verboten ist, musste ich bremsen und fiel auf Rang acht zurück. Wir haben uns für einen frühen Fahrerwechsel entschieden, doch für Jeffrey liefen die Runden nach dem Boxenstopp nicht optimal. Somit war es am Ende Rang neun.“

Jeffrey Schmidt (BWT Audi R8 LMS #26):„Am Freitag fehlte uns leider durch mehrere rote Flaggen die Fahrzeit und die Vorbereitung auf mein Qualifying am Samstag war nicht optimal. Nach Verkehr auf der ersten und einem kleinen Fehler auf der zweiten schnellen Runde, blieb nur Startplatz zwölf. Ich hatte im Rennen einen guten Start und konnte Jamie das Auto auf Rang acht übergeben. Durch die Probleme nach dem Stopp haben wir leider mehr als eine Minute verloren, sonst wären gute Punkte drin gewesen. Am Sonntag haben wir uns für einen frühen Stopp entschieden, was rückwirkend vielleicht nicht ganz optimal war, da wir ein paar Positionen verloren haben. Nachdem ich einen Konkurrenten am Ende noch überholt habe, waren wir im Ziel Neunte. Die Punkte sind gut, aber es war viel mehr möglich.“

Christopher Haase (BWT Audi R8 LMS #25): „Im ersten Rennen sind wir von 24 auf Zehn gefahren. Das war gute Arbeit von allen im Team und wir waren sehr zufrieden. Allerdings war die Art, wie teilweise gefahren wurde, nicht ideal. Einige Vorfälle oder deren Handhabung sollten vielleicht überdacht werden. Mein Qualifying am Sonntag ließ mit Rang acht einiges erhoffen. Leider kam es in Kurve drei zu einer Berührung mit einem Konkurrenten. Wir haben uns bereits unterhalten und alles geklärt. Wir hatten im weiteren Rennverlauf super Reifen und hätten sogar noch mehr attackieren können, doch Überholen in Zandvoort ist schwierig. Über die Strategie sind wir auf Rang sechs gekommen und so durfte ich mit Ricardo wieder aufs Junior-Podium. Seine Lernkurve ist extrem gut und steil. Wenn er so weitermacht, wird er ein Großer!“

Christopher Haase (BWT Audi R8 LMS #25): „Insgesamt war es ein sehr gutes Wochenende. Wir hatten am Samstag ein wahnsinnig gutes Rennen, ein super Auto und die schnellste Rennrunde. Wir haben gezeigt, dass wir und das Auto es können. Ich akzeptiere die nachträgliche 30-Sekunden-Strafe, allerdings tut es doppelt weh, wenn sie erst so spät kommt. Ich bin der Meinung, dass eine solch schwerwiegende Entscheidung durchaus früher hätte getroffen werden können. Im Sonntagslauf haben wir mit Platz vier und Rang zwei bei den Junioren das Maximum herausgeholt. Danke ans Team und Ricardo – unser Aufwärtstrend ist deutlich sichtbar.“

Ricardo Feller (BWT Audi R8 LMS #25):„Es war alles in allem ein positives Wochenende. Wir haben bereits in den Trainings ein tolles Setup herausgefahren. Leider hatte ich im Qualifying keine freie Runde, somit blieb nur Startplatz 24. Wir wussten, dass der Speed da ist. Platz zehn hat auf dieser Strecke allerdings sogar unsere Erwartungen übertroffen. Am Sonntag war die Ausgangslage deutlich besser, auch wenn Christopher ein paar Probleme am Start hatte. Durch den Boxenstopp sind wir drei Positionen nach vorne gekommen. Ich wollte noch den Mercedes vor mir attackieren, aber es hat leider nicht ganz gereicht.“

Mike David Ortmann (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Mit dem Podium am Nürburgring ist bei uns der Knoten geplatzt. Das habe ich mit Rang fünf im Samstagsqualifying erneut gezeigt. Diese echt gute Runde war der Grundstein für das spätere Rennergebnis. Eine Position habe ich durch den Ausfall eines Konkurrenten geerbt und so war es Platz vier und ein Podium in der Junior-Wertung. Am Sonntag hatte Markus etwas Pech im Qualifying, sonst wäre deutlich mehr als Rang zehn möglich gewesen. Zudem haben wir ein paar Meter beim Stopp liegen lassen. Ungeachtet dessen war es ein positives Wochenende mit zwei Top-10-Platzierungen. Diesen Rückenwind müssen wir nun an den Sachsenring mitnehmen.“

Markus Winkelhock (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Dieses Wochenende lief von Anfang an gut. Schon in den Trainings waren wir mit dabei und das hat Mike auch in seinem Qualifying gezeigt. In meinem Qualifying am Sonntag war das Auto wirklich super. Ohne Verkehr wäre möglicherweise sogar die Pole Position drin gewesen – mit Sicherheit aber die erste oder zweite Startreihe. Umso ärgerlicher, dass es letztlich nur Rang zehn war. Mein Start hingegen war gut und nach einer Runde war ich bereits auf Rang sieben. Es ging zwischenzeitlich sogar auf Platz sechs, diese Position mussten wir beim Stopp aber wieder abgeben. Trotzdem: Punkte in beiden Rennen und das wollen wir am Sachsenring wiederholen.“

Teamchef Peter Mücke: „Wir waren in Zandvoort mit allen drei Autos von Anfang an in der Lage, in die Top-10 zu fahren – und das konstant. Das zeigt, was wir mittlerweile im ADAC GT Masters aufgebaut haben. Natürlich möchte jeder immer auf das Podium oder gewinnen, aber in diesem engen Feld ist es eine respektable Leistung, zu den besten Zehn zu gehören. Auch unsere Junioren haben dieses Wochenende wirklich gute Leistungen abgeliefert – auch im Qualifying. Damit bin ich sehr zufrieden. Jetzt werden wir sehen, wie es am Sachsenring weitergeht. Dort wird es sicher nicht ganz einfach, aber wir nehmen den Schwung aus diesem Wochenende mit.“

Matthias Kieper (PR & Team-Management): „Es ist uns zum ersten Mal gelungen, in einem Rennen mit allen drei Autos in die Top-10 zu fahren. Das ist in diesem engen Feld eine wirklich starke Leistung, auf die alle im Team stolz sein können. Wir steigern uns stetig und arbeiten in die richtige Richtung. Dabei bleibt unser Ziel fest im Fokus: Die Teammeisterschaft. Aktuell fehlen uns nur fünf Punkte auf Rang drei. Wir wollen auf jeden Fall Rang drei in dieser Wertung aus dem Vorjahr verteidigen, am liebsten natürlich überbieten. Das Wochenende in Zandvoort war der nächste Schritt zu diesem Ziel.“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Wie sich schon am Nürburgring angekündigt hat, trägt unsere Arbeit aus der Sommerpause Früchte. Das Wochenende in Zandvoort war von Beginn an mehr als erfreulich. Die Balance der Autos war gut und auch die Fahrerperformance hat gestimmt. In den Trainingssessions waren wir immer Top-10-Kandidat – meist sogar mehr. Die Ergebnisse und die beiden Junioren-Podien sprechen für sich. Lediglich am Samstag gab es bei der Nummer 26 ein Problem mit der Kupplung. Wir müssen die Gründe genau analysieren, haben für das Sonntagsrennen aber vorsorglich alle Komponenten auf Verdacht getauscht. Am Sonntag hat alles reibungslos funktioniert. Diesen Rückenwind wollen wir nun an den Sachsenring mitnehmen.“

Foto: Gruppe C Photography

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Matthias Kieper
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BWT MÜCKE MOTORSPORT FEIERT PODIUM UND JUNIOR-SIEG AUF DEM NÜRBURGRING

  • BWT Mücke Motorsport meldet sich mit starken Ergebnissen aus der Sommerpause des ADAC GT Masters zurück
  • Dreifache Podiumsfreude am Sonntag: Dritter Platz im Gesamtklassement sowie Sieg und Rang zwei bei den Junioren
  • Top-Leistung am Samstag bleibt unbelohnt: BWT Mücke Motorsport verliert Podiumsplatz nachträglich
     

Sonne und Wolken – sowohl am Himmel als auch bei BWT Mücke Motorsport. Das Traditionsteam aus Berlin startete vom 03. bis 05. August am Nürburgring in die zweite Saisonhälfte des ADAC GT Masters. Das Team trumpfte beim vierten Rennwochenende der Saison mit schnellen Qualifying-Zeiten und mehreren Podiumsplätzen auf, musste aber auch einige Rückschläge hinnehmen. Für BWT Mücke Motorsport waren Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke im BWT Audi R8 LMS #26, Ricardo Feller und Christopher Haase im BWT Audi R8 LMS #25 sowie Mike David Ortmann und Markus Winkelhock im kfzteile24 Audi R8 LMS #24 am Start.

Die Highlights des Wochenendes

Der Knoten ist geplatzt: 21 Rennen hat es gedauert, nun ist es geglückt: Der kfzteile24 Audi R8 LMS hat im Sonntagsrennen den Sprung aufs Podium geschafft! Winkelhock überzeugte im Qualifying mit Rang zwei und hielt diese Position bis zum Fahrerwechsel. Ortmann gab sich in seinem erst zweiten Jahr im ADAC GT Masters ebenfalls keine Blöße und verteidigte sich stark. Erst eine Runde vor dem Ende hatte er seinem Verfolger nichts mehr entgegenzusetzen und fuhr schließlich unter dem Jubel des gesamten Teams als Dritter über die Linie. Rang drei im Gesamtklassement bedeutete gleichzeitig Ortmanns ersten Sieg in der Junior-Wertung. Dieses Ergebnis entschädigte für einen schwierigen Samstag. Ortmann ging mit der großen Hypothek von Startplatz 31 ins Rennen und arbeitete sich in seinem Stint konstant nach vorne. Winkelhock übernahm das Auto auf Rang 19 und machte weitere Positionen gut. Am Ende stand Rang 14 und eine sensationelle Aufholjagd von 17 Positionen zu Buche.

Glory and worry: Für Feller und Haase begann der Samstag in ihrem BWT Audi R8 LMS #25 perfekt. Mit Startposition sechs erzielte Feller sein bis dato bestes Ergebnis im ADAC GT Masters. Am Start schoss der Schweizer sofort nach vorne und hielt trotz mehrerer Safety-Car-Phasen die Führung. Doch schon vor dem Boxenstopp der erste Rückschlag: Sein Start wurde untersucht, weil er vor dem Umschalten der Ampel bereits seinen Startkorridor verlassen hatte. Konsequenz: Fünf Sekunden Zeitstrafe beim Boxenstopp. Ungeachtet dessen kam Haase nach dem Fahrerwechsel als Dritter zurück und arbeitete sich sogar auf Rang zwei nach vorne. Podium! Die Freude währte jedoch nicht lange. Am Abend wandelten die Sportkommissare die 5- in eine 30-Sekunden-Strafe um, was das Duo bis auf Rang 15 zurückwarf. Doch schon am Sonntag schlugen Haase und Feller zurück. Von Startplatz vier gestartet, hielten sie die Position fehlerlos bis zur Ziellinie. Damit blieb ihnen zwar hauchdünn das Gesamt-Podium verwehrt, Champagner konnte das Duo dennoch spritzen: Sie hatten für Feller Rang zwei in der Junior-Wertung erzielt – direkt hinter ihren Teamkollegen Ortmann und Winkelhock.

Wechselbad der Gefühle: Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke erlebten am Nürburgring ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Mit den Startplätzen zehn und acht war die Ausgangslage für die beiden Rennen gut. Am Samstag erwischte Schmidt einen guten Start, fand sich jedoch bereits nach Kurve eins fast am Ende des Feldes wieder. Ein Unfall vor ihm hatte ihn gezwungen, durch das Kiesbett auszuweichen. Von dort aus arbeitete sich das Duo wieder bis in Punktenähe nach vorne, als Mücke von einem Konkurrenten getroffen wurde und erneut zurückfiel. Rang zwölf hieß das Endresultat. Exakt diese Platzierung erreichten Schmidt und Mücke auch am Sonntag. Nach einem guten Start lag Mücke bereits auf Rang sieben, als er noch in der ersten Runde zunächst neben die Strecke ausweichen musste und schließlich von hinten getroffen wurde. Ein guter Stopp sowie starke Manöver brachten den BWT Audi R8 LMS #26 kurzzeitig zurück in die Punkte, als diesmal Schmidt von einem Konkurrenten getroffen wurde und ins Kiesbett rutschte. So blieb das Duo unverschuldet punktelos am Nürburgring.

Die Stimmen zum Wochenende

Mike David Ortmann (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Ich freue mich riesig, dass wir den Sprung aufs Podium geschafft und zudem noch den Sieg in der Juniorwertung eingefahren haben. Besser hätte das Rennen fast nicht laufen können. Winki hatte ein mega Qualifying und einen super Start, was der erste Schritt zum Erfolg war. Gegen Ende meines Stints hatte ich ziemlich mit dem Auto zu kämpfen und musste eine Position hergeben. Natürlich hätte ich Rang zwei gerne verteidigt, aber die Freude über das Podium überwiegt. Danke auch ans Team für die harte Arbeit. Im Qualifying am Samstag passten leider einige Faktoren nicht zusammen, weshalb es nur Startplatz 31 wurde. Trotzdem haben wir mit Rang 14 am Ende absolut Schadensbegrenzung betrieben.“

Markus Winkelhock (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Mein Qualifying war mit Platz zwei super und das Auto hat sich genial angefühlt. Im Rennen ging es darum, die ersten paar Kurven zu überstehen. Ein paar kleine Berührungen waren dabei, aber alles im Rahmen. Ich musste mich in den ersten Runden gegen die Corvette verteidigen, die auf der Geraden schneller war als ich. Als ich frei fahren konnte, wurde der Abstand sofort größer, aber zu dem Zeitpunkt war der Führende schon ein paar Sekunden weg. Für den restlichen Stint waren wir etwa gleichschnell. Auch Mike hat einen tollen Job gemacht und ob Platz zwei oder drei war am Ende fast egal, wir wollten nur dieses Podium. Am Samstag hieß es Schadens-begrenzung von Startplatz 31. Ich habe ein paar Autos überholt, wollte aber nicht zu viel Risiko gehen.“

Ricardo Feller (BWT Audi R8 LMS #25): „Es war ein Achterbahn-Wochenende für uns. Wir hatten für das Qualifying am Samstag ein extrem gutes Setup gefunden und mir ist Rang sechs gelungen – mein bester Startplatz im ADAC GT Masters. Leider habe ich am Start eine Sekunde zu früh gezuckt und dafür haben wir eine Fünf-Sekunden-Strafe erhalten. Gegen sieben Uhr abends kam schließlich nochmals eine nachträgliche Durchfahrtsstrafe, was ich etwas zu spät fand. Trotzdem kann mir die Führungsrunden und die Emotionen niemand mehr nehmen. Das macht Lust auf mehr. Am Sonntag haben wir mit Platz vier wichtige Punkte gemacht und durften zudem aufs Junior-Podium – der Ausgleich für Samstag.“

Christopher Haase (BWT Audi R8 LMS #25): „Insgesamt war es ein sehr gutes Wochenende. Wir hatten am Samstag ein wahnsinnig gutes Rennen, ein super Auto und die schnellste Rennrunde. Wir haben gezeigt, dass wir und das Auto es können. Ich akzeptiere die nachträgliche 30-Sekunden-Strafe, allerdings tut es doppelt weh, wenn sie erst so spät kommt. Ich bin der Meinung, dass eine solch schwerwiegende Entscheidung durchaus früher hätte getroffen werden können. Im Sonntagslauf haben wir mit Platz vier und Rang zwei bei den Junioren das Maximum herausgeholt. Danke ans Team und Ricardo – unser Aufwärtstrend ist deutlich sichtbar.“

Jeffrey Schmidt (BWT Audi R8 LMS #26): „Leider war es nicht unser Wochenende. Am Samstag war die Ausgangslage von Rang zehn recht gut, doch vor mir gab es einen Unfall und ich musste ins Kiesbett ausweichen. Damit war ich fast am Ende des Feldes. Wir haben uns von dort gut zurückgekämpft, aber für Punkte hat es leider nicht gereicht. Am Sonntag hat mir Stefan das Auto auf Rang elf übergeben und ich habe ein paar Positionen gutgemacht. Ich hatte einen schönen und absolut fairen Zweikampf mit Timo Bernhard und habe ihn schließlich überholt. Im Kampf um Platz sieben war ich mitten im Pulk, wurde von einem anderen Auto getroffen und musste ins Kiesbett. Damit war alles dahin und wir waren mit Platz zwölf wieder außerhalb der Punkte.“

Stefan Mücke (BWT Audi R8 LMS #26): „Für Jeffrey und mich war es ein ärgerliches Wochenende. Am Samstag musste er am Start ins Kiesbett, um einen Unfall zu vermeiden. Wir haben uns wieder bis in die Punkte vorgearbeitet, bis ich kurz vor Schluss nochmal getroffen wurde. Am Ende waren wir Zwölfte, was angesichts der ersten Kurve in Ordnung war. In meinem Qualifying am Sonntag war es unglaublich eng. Ich hätte vielleicht hier und da noch ein paar Hundertstelsekunden rausholen können, aber nicht mehr. Mein Start selbst war gut bis zur vierten Kurve. Um einem Porsche auszuweichen, musste ich von der Strecke und hatte danach Dreck auf den Reifen. In der selben Runde habe ich einen heftigen Schlag von hinten bekommen. Somit konnten wir nicht mehr viel reißen, zumal Jeffrey zum Schluss nochmals von einem Konkurrenten getroffen wurde. Es ist sehr eng im ADAC GT Masters, aber wie hier gefahren wird, ist teilweise nicht in Ordnung. Es kann nicht sein, dass nach einer Runde im Mittelfeld das Auto rundherum beschädigt ist.“

Teamchef Peter Mücke: „Das Fazit fällt gemischt aus. Wir hatten insgesamt eines der besten Wochenenden im ADAC GT Masters. Die Leistung unserer Piloten war gut – speziell die jungen haben toll abgeliefert. Wir merken, dass die Ausbildung Früchte trägt und ankommt, was wir ihnen beibringen. Am Qualifying müssen wir noch etwas arbeiten, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Gleichzeitig war es ein Wochenende mit viel Ärger. Meiner Meinung nach war es am Samstag eine Fehlentscheidung des Rennleiters, den Start freizugeben. Ricardo ist mit seinem Frühstart leider in die Falle getappt. Der zweite Fehler war, uns während des Rennens zu bestrafen und vier Stunden später für das gleiche Vergehen nochmals eine Strafe auszusprechen. Das geht nicht und damit bin ich auch nicht einverstanden. Auch am Sonntag lief der Start nicht reibungslos, obwohl es zuvor noch ausdrückliche Anweisungen an alle Fahrer im Feld gab. Daran muss auf jeden Fall gearbeitet werden.“

Matthias Kieper (PR & Team-Management): „Wir können sehr zufrieden mit diesem Wochenende sein. Wir hatten im Sonntagsqualifying alle drei Autos innerhalb der Top-10, was bei diesem engen Feld keine Selbstverständlichkeit ist. Besonders glücklich bin ich darüber, dass der Audi #24 endlich den Sprung auf das Podium geschafft hat. Es war eine lange Durststrecke mit viel Pech, die nun endlich geendet hat. Es gibt den Fahrern, den Mechanikern und dem gesamten Team viel Auftrieb, dass sich die harte Arbeit endlich ausgezahlt hat. Auch unsere anderen Fahrerduos haben gezeigt, welcher Speed in ihnen und unseren Audis steckt – auch wenn das aus verschiedenen Gründen nicht immer belohnt wurde.“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Ich ziehe ein mehr als positives Fazit zum Nürburgring-Wochenende. Aber wir haben auch gesehen, dass Freud und Leid sehr nahe beieinander liegen. Wir haben die sieben Wochen seit dem letzten Rennwochenende sehr gut genützt und unsere Hausaufgaben erledigt. Dementsprechend sind wir mit einer sehr guten Team-Performance auf dem Nürburgring angetreten. Egal, ob das starke Qualifying unseres Juniors Ricardo am Samstag oder die fantastische Teamleistung mit allen drei Autos unter den Top-9 im Sonntags-Qualifying, die Performance war unglaublich. In den Rennen haben wir mit dem Podium unseres #24 Audi oder dem Junior-Podium mit zwei Autos wichtige Ergebnisse eingefahren – der Dank für die harte Arbeit des gesamten Teams. Nun gilt es, den Aufwind nach Zandvoort mitzunehmen und dort anzuknüpfen, wo wir auf dem Nürburgring aufgehört haben.“

Foto: Gruppe C Photography

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