HARTE 24 STUNDEN IN SPA-FRANCORCHAMPS: CHRISTOPHER HAASE VIERTER GESAMT & AUF PLATZ DREI DER IGTC!

Das traditionsreiche 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps ist jedes Jahr eine besondere Herausforderung: Auch wenn die Strecke deutlich kürzer und weniger extrem ist als der Nürburgring, war das Rennen in diesem Jahr hart, ja fast härter als der Klassiker in der Eifel. Mit ein Grund dafür war das Regenwetter, das die belgischen Ardennen just während des Rennens „heimsuchte“, und natürlich auch die enorm hohe Anzahl an Startern: Nicht weniger als 72 GT3-Autos gingen am Samstagnachmittag in das Rennen!

Für Audi Sport-Pilot Christopher Haase und seine Teamkollegen Markus Winkelhock und Frédéric Vervisch begann das Rennwochenende nicht ganz nach Wunsch: In den Trainings lief es nicht optimal, als Folge davon verpasste man das Top-20 „SuperPole“ Qualifying hauchdünn. So musste der Audi R8 LMS, eingesetzt vom französischen Audi Sport Team SAINTéLOC, aus der 22. Position starten: „Sicherlich war das keine wünschenswerte Ausgangsposition, aber rennentscheidend war es Gott sei Dank auch nicht“, resümierte Christopher Haase nach dem 24-Stunden-Rennen, in dem das Trio viele „Ups“ und „Downs“ erlebte: „Wir haben uns trotzdem kontinuierlich nach vorne gearbeitet und bis zur Unterbrechung mit der roten Flagge waren wir bereits wieder in der Lage um das Podium zu fahren. Die rote Flagge selbst, die das Rennen für rund sechs Stunden unterbrochen hatte, war absolut richtig, mein Dank dafür an die Rennleitung. Ich war zu diesem Zeitpunkt im Auto und wenn Du mit Regenreifen bei 110 km/h Aquaplaning hast, dann ist es definitiv zu gefährlich. Gut, dass hier auf ‚safety first‘ gesetzt wurde“, so Haase.

Am Ende war es eine unglückliche Safety-Car-Phase, die dem Audi Sport Team Saintéloc mit der Startnummer 25 die Chance auf den Sieg oder das Podium nahm: „Es waren viele Gelbphasen, aber bei einer hat das Safety-Car den Führenden nicht erwischt und so verloren wir nach dem Re-Start viel Zeit. Danach war es strategisch extrem schwierig, wir mussten alles riskieren, um in der Führungsrunde zu bleiben“, schilderte Christopher Haase, der am Ende dennoch nicht unzufrieden sein durfte: „Beste Audi-Mannschaft, Platz vier gesamt mit nur 4,4 Sekunden Rückstand auf das Podium. Außerdem Platz drei in der IGTC-Wertung – da darf man eigentlich nicht traurig sein. Großer Dank an Audi Sport, ans Team, an Winki und an Frédéric. Und Gratulation an alle, die ins Ziel gekommen sind. Das war eines der schwierigsten Rennen, das ich je gefahren bin. Jetzt freue ich mich sehr auf das nächste Rennen der IGTC im August in Suzuka, nachdem ich den Rückstand in der Fahrer-Gesamtwertung fast halbieren konnte!“

AUDI SPORT NACH DEN 24 STUNDEN SPA MIT CHRISTOPHER HAASE TABELLENVIERTER

  • Audi Sport Team Saintéloc erreicht in Spa Platz drei der Teams in der Intercontinental GT Challenge (IGTC)
  • Christopher Haase hat Abstand zur IGTC-Tabellenspitze fast halbiert
  • Acht der elf GT3-Sportwagen von Audi im Ziel

Audi Sport customer racing hat 2019 in Spa um seinen dritten 24-Stunden-Rennsieg in dieser Saison gekämpft. Am Ende eines von Wetterkapriolen geprägten Rennens, das mehrere Stunden lang wegen starken Regens unterbrochen war, bewies der Audi R8 LMS mit der über viele Runden behaupteten Führungsposition der Audi-DTM-Piloten Robin Frijns/Nico Müller/René Rast in der spannenden Schlussphase erneut seine Leistungsfähigkeit. Dennoch blieb Fahrern und Team ein Podiumsplatz in der Gesamtwertung verwehrt. Am Ende aber erreichte das Audi Sport Team Saintéloc mit dem besten Audi R8 LMS Platz drei in der Liste der nominierten IGTC-Teams und Gesamtrang vier.

„Die Spannung in der Langstreckensaison 2019 steigt“, sagt Chris Reinke. „Der Doppelsieg der Evolutionsstufe des Audi R8 LMS in Dubai im Januar und unser fünfter Sieg am Nürburgring haben gezeigt, dass unser neuer Rennwagen auf Anhieb Spitze ist. Nun ist Christopher Haase in der Intercontinental GT Challenge deutlich näher an die Tabellenspitze gerückt.“ Der Audi Sport-Pilot war als Fünfter mit 23 Punkten Rückstand nach Spa gekommen und reist als Vierter mit nur noch zwölf Zählern Abstand zum nächsten Rennen. Er erreichte mit seinen Teamkollegen Frédéric Vervisch und Markus Winkelhock im Audi R8 LMS des Audi Sport Team Saintéloc mit Platz vier das beste Gesamtergebnis für Audi Sport customer racing in Spa. Ganze 4,4 Sekunden fehlten dem Audi R8 LMS mit der Nummer 25 zu einem Podiumsergebnis. Da ein davor gewerteter Teilnehmer nicht für die IGTC eingeschrieben ist, erhielten Haase und seine Fahrerkollegen die Punkte für Rang drei. Auf dem langen Weg ins Ziel überwand das Team gleich mehrere Rückschläge. Dem Siegerteam von 2017 war es nicht gelungen, sich für das Superpole-Zeitfahren zu qualifizieren. Die drei Audi Sport-Piloten Christopher Haase, Frédéric Vervisch und Markus Winkelhock gingen von Platz 22 ins Rennen. In der siebten Stunde führte der Audi R8 LMS mit der Nummer 25 das Gesamtklassement erstmals an. Zwei Durchfahrtstrafen im Lauf der Nacht warfen die Mannschaft von Sébastien Chetail allerdings wiederholt zurück, sodass Platz vier am Ende ein versöhnliches Ergebnis war.

Bereits in der Anfangsphase zählte auch das Audi Sport Team WRT im Rekordfeld der 72 Starter zur Spitze. In der vierten und der fünften Rennstunde führten mit Robin Frijns, Nico Müller und René Rast die drei Audi-Werksfahrer aus der DTM das Feld an. Nach der Rennunterbrechung zählte das Trio erneut zur Spitze und lag in der Schlussphase rundenlang vorn. Wenige Minuten vor Rennende aber musste René Rast einem Pulk über das nasse Gras ausweichen und rutschte dabei in die Streckenbegrenzung.

Eine beachtliche Leistung gelang einem Privatfahrerteam des Belgian Audi Club Team WRT. Rik Breukers, Norman Nato und Charles Weerts freuten sich im Ziel über den zwölften Platz inmitten deutlich erfahrenerer Konkurrenten. Das Team Montaplast by Land-Motorsport war noch vor einem Jahr auf Platz drei bestes Audi-Team. In diesem Jahr musste sich die Mannschaft mit Ricardo Feller, Jamie Green und Christopher Mies nach drei Durchfahrtstrafen mit Platz 14 zufriedengeben. Das ebenfalls für die Intercontinental GT Challenge nominierte Audi Sport Team WRT mit der Nummer 2 war in diesem Jahr chancenlos. Dries Vanthoor wurde das unverschuldete Opfer eines Unfalls und erreichte mit seinen Teamkollegen Alex Riberas und Frank Stippler nach Reparaturen den 24. Platz. Die Teams Attempto Racing und Phoenix Racing bestimmten in der Anfangsphase das Tempo in der Silver-Cup-Wertung, beide Fahrerteams fielen allerdings aus. Platz fünf in dieser Klasse ging an das Belgian Audi Club Team WRT mit Shae Davies/Alex MacDowall/Paul Petit. Bestes Ergebnis von Attempto Racing war Platz 29 von Milan Dontje/Kelvin van der Linde/Clemens Schmid.

Stolz auf ihre Zielankunft waren auch die Teilnehmer unter der Bewerbung des Audi Sport R8 LMS Cup. Die vier besten Vorjahrespiloten aus dem Markenpokal von Audi Sport customer racing Asia teilten sich als Belohnung ein Cockpit in Spa. Andrew Haryanto, Jeffrey Lee, Yasser Shahin und Sun Jingzu trotzten allen Widrigkeiten und kamen auf Platz 49 ins Ziel – zwei Positionen hinter dem Privatfahrerteam Michael Blanchemain/Simon Gachet/Steven Palette/Pierre Yves Paque von Saintéloc Racing. Acht der elf gestarteten Audi R8 LMS sahen somit das Ziel.

Nach dem 24-Stunden-Rennen in Spa steht bereits in vier Wochen in Japan der vierte Lauf der Intercontinental GT Challenge an. Bei den Suzuka 10 Hours sind drei Audi R8 LMS am Start.

ERSTER SAISONSIEG IN DER BLANCPAIN GT SPRINT SERIES: CHRISTOPHER HAASE SIEGT MIT SAINTÉLOC-RACING IN ZANDVOORT!

Der Aufwärtstrend bei Audi Sport-Fahrer Christopher Haase geht weiter: Nach dem tollen dritten Platz im zweiten Rennen von Misano vor zwei Wochen konnte der Deutsche gemeinsam mit seinem französischen Teamkollegen Simon Gachet nun auch in Zandvoort aufzeigen. Bereits im Training lief es für das Duo in Diensten von SAINTéLOC Racing hervorragend und in den Qualifyings konnten die Beiden Startplatz 15 (Gachet) beziehungsweise sogar die Pole (Haase) für die Rennen holen.

„Zandvoort ist eine Strecke, die unserem Audi R8 LMS gut liegt, insofern sind wir optimistisch nach Zandvoort gekommen“, so Haase, der spätestens nach den Qualifying-Resultaten äußerst optimistisch war: „Simon hatte im ersten Quali mit Regenreifen ein bisschen Pech mit dem Verkehr, da wäre noch einiges drinnen gewesen. Bei mir lief dann alles perfekt, ich konnte unser Potential bei abtrocknenden Bedingungen voll ausschöpfen, vor allem auch deshalb, weil das Team den Verkehr super eingeschätzt und mich genau zum richtigen Zeitpunkt auf die schnelle Runde geschickt hatte. Eine Pole-Position ist natürlich immer super, vielen Dank ans Team!“ Im ersten Rennen konnten Christopher Haase und Simon Gachet dann bis in die Punkteränge – genauer gesagt bis auf Platz zehn – nach vorne fahren, eine bessere Platzierung verhinderte ein etwas unglücklicher Boxenstopp: „Das kann passieren, es geht einfach so eng zu, da entscheiden sehr oft Kleinigkeiten über drei oder vier Plätze. Simon und ich waren dennoch zufrieden, wir wussten ja, dass unsere Chancen im zweiten Lauf noch deutlich besser sind“, so Haase.

In diesem zweiten Lauf klappte bei SAINTéLOC Racing dann alles reibungslos: Ein perfekter Boxenstopp, die richtige Strategie und zwei starke Stints von Gachet beziehungsweise Haase sorgten für den ersten Saisonsieg, den sich die französische Mannschaft schon länger verdient hatte, wie Christopher Haase abschließend betont: „Wir waren in diesem Jahr schon des Öfteren drauf und dran, ganz oben auf dem Podium zu stehen, beispielsweise in Monza. Heute konnten wir endlich beweisen, dass wir es draufhaben, wenn alles zusammenpasst. Letztlich war die Pole-Position der Schlüssel zum Erfolg in diesem wirklich harten Rennen. Großer Dank an Simon, an SAINTéLOC Racing und an Audi Sport customer racing, ich bin sehr zufrieden und glücklich. Das macht Lust auf mehr, aber in solchen Momenten muss man dennoch realistisch bleiben – die Konkurrenz ist groß und hart. Dennoch ist das eine tolle Motivation für die gesamte Mannschaft, so knapp vor dem Saison-Highlight, vor den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Wir können es jetzt kaum noch erwarten, diesen Klassiker in Angriff zu nehmen!“