24-STUNDEN-RENNEN ALS SAISON-AUFTAKT: CHRISTOPHER HAASE EROBERT IN DUBAI RANG VIER!

Audi-Pilot Christopher Haase startete so früh wie schon lange nicht mehr in die neue Motorsport-Saison: Beim mittlerweile schon traditionellen 24-Stunden-Rennen von Dubai trat er für das englische Team „Optimum Motorsport“ mit einem Audi R8 LMS und den Teamkollegen Joe Osborne, Flick Haigh und Ryan Ratcliffe an. Obwohl Haase das Team und auch seine Teamkollegen erst in Dubai kennenlernen konnte, war das Verhältnis von Beginn an phantastisch: „Coole Leute, britisches Racing-Flair und eine super Stimmung, ich habe mich sofort wohl gefühlt.“ Zudem hatte „Optimum Motorsport“ ein perfekt vorbereitetes Auto nach Dubai gebracht: „Wir waren sofort schnellster Audi R8 LMS beziehungsweise immer bei den schnellsten dabei, der Wagen hatte eine tolle Balance. So konnte ich im Qualifying die vierte Zeit fahren, damit waren wir äußerst zufrieden. Die Konkurrenz vor uns war um einen Tick stärker, letztendlich haben uns aber bloß drei Zehntelsekunden gefehlt.“

Das Rennen selbst gestaltete sich extrem anspruchsvoll, wie Christopher Haase erfahren musste: „Ich war zwar schon einmal in Dubai, aber das war im Jahr 2011. Ich konnte mich nicht wirklich erinnern und in den ultraschnellen GT3-Autos ist sowieso alles neu. Ehrlich gesagt hatte ich mir das Rennen leichter vorgestellt, aber da waren 99 Autos am Start und du bist permanent damit beschäftigt, langsamere Fahrzeuge zu überholen. Das heißt konkret: Alle 40 Meter war ein Überrundeter vor dir und du musstest einen Weg vorbei suchen.“ Haase und seine britischen Teamkollegen profitierten im Laufe des Rennens zwar von den exzellenten, weil ultra-schnellen Boxenstopps des Teams, hatten im Gegenzug aber bei einigen Code-60-Phasen Pech, was einen Zeitverlust bedeutete. Nachdem man einen kleinen Sandsturm am Morgen des zweiten Tages gut überstanden hatte, bekam die Strecke wieder mehr Grip, und Christopher Haase war drauf und dran, den Kampf um den letzten Podiumsplatz für sich zu entscheiden: „In dieser Phase waren wir sehr schnell unterwegs und es sah sehr gut aus, dass wir es noch auf Platz drei schaffen könnten. Als dann aber fünf Stunden vor der Zieldurchfahrt die Servolenkung ausfiel, war mir sofort klar, dass es ein schwieriges Unterfangen wird, überhaupt das Ziel zu sehen.“ Mit einem außergewöhnlichen Kraft-Akt gelang auch das und so konnten Christopher Haase und sein Team von „Optimum Motorsport“ einen wirklich guten vierten Gesamtrang feiern: „Wir und das gesamte Team hatten ein super schönes und erfolgreiches Wochenende als beste Audi-Mannschaft, das hat zum Saison-Auftakt gleich einmal so richtig Spaß gemacht!“

EINMAL PLATZ VIER ZUM SAISON-ABSCHLUSS: HAASE BEIM ADAC GT MASTERS IN HOCKENHEIM STARK!

Nach seinem Zandvoort-Gastspiel im Team von Montaplast by Land-Motorsport war Christopher Haase beim Saison-Finale des ADAC GT Masters am Hockenheimring erneut für die Mannschaft im Einsatz. Dieses Mal mit einem prominenten Partner, dem ehemaligen Le-Mans-Gesamtsieger Stéphane Ortelli. Mit dem Duo Haase und Ortelli hatte sich das Team Montaplast by Land-Motorsport, das beim Finale um die Titel in Fahrer-, Junior- und Teamwertung fuhr, noch einmal weiter verstärkt.

Der Audi R8 LMS des Duos Haase/Ortelli lief vom ersten freien Training an perfekt, im Qualifying für das Samstagsrennen sicherte sich Christopher Haase den dritten Startplatz, das Schwesterauto konnte sogar die Pole-Position erobern: „Wir wussten, dass wir stark sind. Die Pole wäre für mich drin gewesen, am Ende hatte ich allerdings die Reifen zu Beginn einen Tick zu stark belastet“, so Haase. Im komplett verregneten Rennen gab’s dann gleich mehrere Schrecksekunden: „Direkt nach dem Start verlor ich eine Position, und ich hatte drei oder vier Mal Aquaplaning. Just als alles ein wenig sortiert war, bekam ich in der Haarnadel einen brutalen Schlag aufs Heck und wurde umgedreht. Nach einer 360 Grad Drehung bin ich zwar sofort weiter, da waren aber schon sechs Plätze weg. Erst in der nächsten Runde sah ich, dass mich ein Lamborghini gestreift und einen anderen Audi abgeschossen hatte“, so Haase, der sich danach bis auf Platz sechs zurückkämpfen konnte und an Stéphane Ortelli übergab: „Stéphane ist dann ein absolut geiles Rennen gefahren und hat noch Platz vier geholt – eine Runde mehr, und wir wären bis auf das Podium gekommen!“

Der zweite Lauf am Sonntag war dann von einem unglücklichen Qualifying für Stéphane Ortelli geprägt, der zwei Sekunden zu früh abgewunken wurde, und damit auf dem immer weiter abtrocknenden Asphalt keine schnelle Qualifying-Runde mehr drehen konnte, wie Christopher Haase berichtet: „Damit mussten wir von Platz 19 starten, da ist im ADAC GT Masters nicht viel zu holen. Am Ende war unsere Zielankunft auf Platz 14 aber nicht mehr so entscheidend, denn mit dem zweiten Platz des Schwesterautos und unserem vierten Platz am Samstag hatte das Team Montaplast by Land-Motorsport bereits am Samstag ordentlich gepunktet und die Junior-Wertung mit Connor De Phillippi für sich entscheiden können. Letztendlich reichte das Punktepolster für das Rennen am Sonntag aus und das Team gewann damit sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung. „Es hat mich sehr gefreut, dass ich bei diesem tollen Erfolg dabei sein durfte – Gratulation an die ganze Mannschaft und ein großes Dankeschön an Stéphane Ortelli!“