DER 24-H-SIEG WAR FÜR CHRISTOPHER HAASE ZUM GREIFEN NAH: AM ENDE GAB’S IN DER REGENSCHLACHT VON SPA PLATZ SECHS!

Es war ein Kraftakt, doch am Ende machte sich das Engagement der SRO bezahlt: Zwar ohne Fans vor Ort, dafür aber mit umso mehr begeisterten Fans am Livestream ging das traditionelle 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps zum ungewöhnlichen Oktober-Termin über die Bühne. Audi Sport-Pilot Christopher Haase war gemeinsam mit Markus Winkelhock und dem jungen Franzosen Dorian Boccolacci für das Audi Sport Team Sainteloc am Start und machte sich durchaus berechtigt Hoffnungen, das Rennen nach seinem Gesamtsieg im Jahr 2017 dieses Jahr erneut zu gewinnen. Der Start in das lange Rennwochenende gelang dem Team dank solider Arbeit während der Trainingsläufe gut. Im kombinierten Qualifikationstraining belegte das Fahrertrio Rang 14 und sicherte sich so einen Startplatz für das freitägliche Superpole-Qualifying, das von Christopher Haase bestritten wurde. „Ich musste als Siebenter von 20 Startern auf die Strecke, konnte meine zwei Runden relativ gut auf den Punkt bringen und mich dann sogar relativ lange auf der Pole halten. Die letzten vier Fahrer waren zwar etwas schneller, aber wir waren mit Startplatz fünf absolut zufrieden“, so Christopher Haase.

Nicht weniger als 55 GT3-Boliden gingen am Samstagnachmittag auf die 24 Stunden lange Reise auf dem legendären Ardennenkurs. Für das Audi Sport Team Sainteloc übernahm Markus Winkelhock die Rolle als Startfahrer, im zweiten Stint war Youngster Dorian Boccolacci an der Reihe, und zum dritten Stint kam Christopher Haase ans Steuer. Diesen Ablauf hielt das Team auch während des weiteren Rennverlaufes ein. „Leider verloren wir schon relativ früh Zeit, nachdem uns Trümmerteile einen Reifenschaden vorne links einbrachten“, erläutert Haase die Anfangsphase. „Gegen Abend begann dann das Wetter zu wechseln und wir vergriffen uns prompt bei den Reifen. Somit waren wir bereits früh damit konfrontiert, uns in die Führungsrunde zurückkämpfen zu müssen, was uns dank einer perfekten Teamleistung aber gelang.“ Zwar ging bei den nächtlichen Tankstopps aufgrund eines kleinen Problems etwas Zeit verloren – dennoch kletterte der Audi R8 LMS mit der Startnummer 25 im Verlauf der Nacht in der Gesamtwertung immer weiter nach oben, bis Christopher Haase Sonntagfrüh sogar Führungskilometer sammelte. „Von da an kämpften wir immer an der Spitze, die Chance auf den Sieg war da. Wir wollten dann eine lange Gelbphase mit unserem letzten Boxenstopp verbinden, damit wären wir klar auf Siegeskurs gelegen. Leider kam dafür das Safety-Car 40 Sekunden zu früh auf die Strecke und unser möglicher Vorteil war dahin… Dorian hat alles gegeben, mehr als Platz sechs war aber leider nicht mehr drin. Wir können dennoch stolz auf uns sein und mit gutem Gewissen nach Hause fahren. Die Bedingungen waren unglaublich schwierig, das gesamte Team hat großartig gekämpft. Gratulation an unsere Audi Sport Teamkollegen, die den zweiten Platz holen konnten!“