Ein wildes Rennen für Eastalent Racing in Monza

Monza/Italien – Das vergangene Wochenende vom 29. bis 31. Mai 2026 verlief für das Eastalent Racing Team rund um Teamchef Peter Reicher alles andere als einfach. Die GT World Challenge Europe powered by AWS gastierte zum zweiten Lauf des Endurance Cups der Saison im königlichen Park von Monza. Die italienische Hochgeschwindigkeitsstrecke begrüßte bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad nicht weniger als 57 GT3-Fahrzeuge. Für Eastalent Racing teilten sich Christopher Haase, Simon Reicher und Markus Winkelhock das Cockpit des Audi R8 LMS evo II.

 

Der „Temple of Speed“, wie das Autodromo Nazionale di Monza auch genannt wird, stellt die Teams vor besondere Herausforderungen. Der Vollgasanteil ist hier außergewöhnlich hoch. Simon Reicher erklärt:

 

„Dass wir uns in Monza schwertun würden, war von vornherein klar. Unabhängig davon hatten wir bereits in den freien Trainings Schwierigkeiten. Wir haben nicht wirklich unseren Rhythmus gefunden und waren mit unseren Set-ups nicht hundertprozentig zufrieden. Im Qualifying haben wir unser Bestes gegeben, doch mehr war leider nicht drin. Im Rennen haben wir es dann versäumt, mit unserer Strategie aggressiver zu agieren. Im Vorfeld konnte niemand wissen, dass es ein so wildes Rennen werden würde. Vielleicht hätte uns eine andere Strategie weiter nach vorne gespült. So sind wir letztlich auf Platz 20 ins Ziel gekommen. Ein weiteres Lernwochenende liegt hinter uns, das wir nun analysieren werden. Danach schauen wir, wie wir uns verbessern können, und richten den Blick positiv auf das kommende Rennen in Spa-Francorchamps.“

 

Auch Christopher Haase zog ein gemischtes Fazit:

 

„Verschiedene Umstände haben dazu geführt, dass wir an diesem Wochenende nicht das Maximum aus unserem Auto herausholen konnten. Dadurch fehlte uns die Geschwindigkeit, um an der Spitze mitkämpfen zu können. Das haben wir mit einer aggressiven Boxenstrategie auszugleichen versucht, um uns vielleicht einen Vorteil zu verschaffen. Am Ende hat sich dieser Ansatz jedoch nicht ausgezahlt. In dieser Situation hatten wir die Hoffnung, das Unmögliche möglich zu machen. Jetzt liegt es an uns, konzentriert weiterzuarbeiten, um das volle Potenzial aus dem Auto herauszuholen.“

 

Auch Teamchef Peter Reicher analysierte das Rennwochenende kritisch:

 

„Grundsätzlich wussten wir, dass es in Monza schwierig für uns werden würde. Am Ende war das Rennen jedoch von Beginn an völlig verrückt. Es war sehr schwer einzuschätzen. Heute kam es darauf an, das nötige Quäntchen Glück zu haben und die Safety-Car-Phasen im richtigen Moment für einen Boxenstopp und Fahrerwechsel zu nutzen. Leider hatten wir nicht das Glück, das perfekte Wechselfenster zu erwischen. Entweder gewinnt man dabei Zeit oder man verliert sie – und genau das war heute der entscheidende Faktor. Unabhängig davon gratulieren wir unserem Mitbewerber zum verdienten Sieg für die vier Ringe aus Ingolstadt.“

 

Von den 57 gestarteten Fahrzeugen erreichten lediglich 42 das Ziel. Allein das Ankommen kann unter diesen Umständen bereits als Erfolg gewertet werden.

 

Für das Team steht nun eine kurze Pause auf dem Programm, bevor vom 24. bis 28. Juni 2026 das CROWDSTRIKE 24 Hours of Spa in Belgien ansteht. Die berühmt-berüchtigte Ardennen-Achterbahn von Spa-Francorchamps bildet das nächste Highlight im Rennkalender der GT World Challenge Europe powered by AWS.

 

 

 

 

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Textcredit www.kartpress.de / Michael Schulz