Kirchberger mit starker Performance in Magny Course

Magny-Cours/Frankreich: Nach dem ersten Test in der „Formel 1 des GT3-Sports“ vor wenigen Wochen am Nürburgring stand für das Kirchberger GT3-Team Eastalent Racing am vergangenen Wochenende vom 23. bis 25. August die zweite große Herausforderung der Saison an. Das Team um Teamchef Peter Reicher ging in der Sprintserie der Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS an den Start. Die einzige kleine Vorgabe seitens des Teamchefs lautete: „Bitte lasst uns unter den besten 20 ins Ziel kommen.“ Um es vorwegzunehmen: Dieses Ziel haben sie mehr als erfolgreich umgesetzt.

In den freien Trainings deutete sich bereits eine kleine Sensation an. Der Audi R8 LMS evo II war immer unter den besten Teams zu finden. Als dann Christopher Haase den Audi im ersten Zeittraining auf Platz 4 stellte, war klar: Die Österreicher wollen in den Sprintrennen ein Wörtchen mitreden. Mit Platz 10 im ersten Rennen und Platz 9 im zweiten war das Märchen von Magny-Cours perfekt.

Teamchef Peter Reicher berichtet dazu: „Platz vier im Zeittraining, Platz zehn und Platz neun in den beiden Rennen – das ist wie ein großes Märchen. Wenn du plötzlich feststellst, dass du in der größten Liga der GT3-Fahrzeuge mit den besten Sportfahrern der Welt mithalten kannst – das ist unbeschreiblich. Vielleicht kann man es so beschreiben: Stell dir vor, du wirfst einen Goldfisch in ein Becken voller Piranhas. Am Ende des Tages muss ich festhalten, dass sich die Mannschaft wieder einmal stark gesteigert hat. Am Rennsonntag war unser Boxenstopp der zehntschnellste aller Teams. Dazu muss man bedenken, dass wir die Boxenstopps erst seit zwei bis drei Monaten üben. Andere Teams haben da jahrelangen Vorsprung. Die Qualität und das Engagement unserer Mechaniker sind Weltklasse. Und wenn ich von Weltklasse spreche, muss ich auch unsere Ingenieure erwähnen, die dieses Ergebnis möglich gemacht haben. Last but not least sind es unsere Fahrer, die dieses großartige Ergebnis nach außen tragen. Sowohl Christopher als auch Simon haben einen Weltklasse-Job gemacht. Mein großes Dankeschön geht an Christopher Haase. Er bringt das Team in die Oberliga des GT3-Sports. Ohne ihn wäre das nicht möglich. Mir gefällt die Zusammenarbeit zwischen Christopher und Simon sehr gut. Das alles wäre aber auch nicht möglich ohne unseren kleinen Treffpunkt, das Catering-Zelt. Unsere Renate hält mit ihrer vorzüglichen Küche das Team zusammen. Sie hat einen großen Anteil daran, dass sich alle im Team wohlfühlen.“

Simon Reicher sah das Wochenende aus seiner Sicht so: „Wir haben ja unsere ersten Erfahrungen in der Endurance der Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS machen können. Da haben wir ja schon feststellen müssen, dass die Kirchen recht hoch hängen. Demzufolge fielen die Erwartungen bei mir recht nüchtern aus. Gefühlt ist die Sprintserie noch schwieriger als die Endurance-Serie. In der Sprintserie geht alles extrem knapp zu. Da ist kein Platz für ’schauen wir erst einmal‘. Auch wenn wir das ein oder andere Problemchen in den freien Trainings hatten, legte Christopher ein Weltklasse-Zeittraining hin. Mit Platz vier blieb uns allen der Atem stehen. Das war unglaublich. Im Rennen tat ich mich schwer. Ich kam einfach nicht in meinen Rhythmus und beendete das Rennen noch auf Platz zehn. In meinem Zeittraining am Sonntagmorgen war die Zielsetzung, unter die besten 20 zu fahren, und das hat mit Platz 17 auch gepasst. Das Zeittraining war extrem schwierig – drei Rotphasen, viele gelbe Flaggen, alles war extrem knapp. Zumal dir zehn Minuten Zeittraining nicht viel Spielraum lassen. Das Rennen haben wir dann auf Platz neun beendet. Wären wir kein Gaststarter, wären wir zweimal in den Punkterängen ins Ziel gekommen. Was für ein grandioser erster Auftritt in der Sprintserie der Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS. Das gesamte Team, jeder Einzelne, kann stolz auf seine Leistung sein. Damit haben wir unsere Erwartungen mehr als übertroffen.“

Aufgrund dieses großartigen Einstands ließ sich Peter Reicher zu folgender Aussage hinreißen: „Auch wenn es momentan nicht zu unserer Personalsituation passt, habe ich mich dazu entschlossen, das Finale der Sprintserie der Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS in Barcelona zu absolvieren.“ Das Rennen findet vom 11. bis 13. Oktober statt.

 

 

 

Fotocredit www.kartnet.de / Michael Schulz
Textcredit www.kartpress.de / Michael Schulz

Magny Cours wartet auf Eastalent Racing

Kirchberg bei Mattighofen/Innviertel/Österreich: Am kommenden Wochenende (23. bis 25. August) ist es soweit. Das Kirchberger Eastalent Team lotet mit seinem zweiten Einsatz in der Fanatec GT World Challenge Europe Powered by AWS seine Chancen in der „Formel 1“ des GT3-Sports aus. Nachdem der erste Test in der Endurance-Langstreckenserie am Nürburgring erfolgreich für das Team um Teamchef Peter Reicher verlief, soll es diesmal in der kürzeren Sprintserie an den Start gehen. „Mit den beiden Läufen in der Endurance und im Sprint möchte ich unsere Chancen ausloten. Sind wir bereit, den nächsten Schritt zu gehen? Können wir in der „Formel 1“ des GT3-Sports mithalten? Oder fahren wir dem Feld hinterher? Genau das gilt es herauszufinden. Danach werde ich eine Entscheidung für die Saison 2025 treffen“, so Teamchef Peter Reicher.

Doch um im Sprintrennen im französischen Magny Cours an den Start gehen zu können, bedarf es einer geeigneten Fahrerpaarung. Hier gelang es Peter Reicher, auf seine bewährte Fahrerpaarung aus der internationalen GT Open zurückzugreifen. „Ich bin sehr froh mit Christopher Haase und Simon Reicher die Aufgabe in Magny Cours in Angriff nehmen zu können. Ich muss aber auch ein großes Dankeschön an Arkin Aka, den Teamchef von Attempto, Audi Sport und Christopher Haase richten. In Abstimmung mit allen Beteiligten ist es uns gelungen, Christopher auch bei diesem für uns so wichtigen Test hinters Lenkrad zu bekommen. Für mich als Eigentümer von Eastalent hilft mir dieses Entgegenkommen aller beteiligten Personen ungemein bei meiner Entscheidungsfindung, welche Rennserien wir 2025 bestreiten werden.“

 

Fotocredit www.kartnet.de / Michael Schulz
Textcredit www.kartpress.de / Michael Schulz

Eastalent Racing zu Gast bei Freunden

Schederndorf/Oberfranken: Am gestrigen Sonntag, dem 18. August, wurde die Mannschaft von Peter Reicher sehr herzlich in der Gemeinde Schederndorf empfangen. Auf Einladung der ortsansässigen Brauerei stellte Eastalent Racing ihre drei Audi R8 LMS evo II vor. Mit im Gepäck war der siegreiche Audi der 24 Stunden von Dubai, der Audi der GT World Challenge sowie der im neuen Design erstmals präsentierte Audi der GT Open. Auch die beiden Piloten Christopher Haase und Simon Reicher waren mit von der Partie.

Damit auch der letzte Langschläfer diesmal etwas von der Präsentation hatte, ließen die Mechaniker des Teams pünktlich um 10 Uhr das V10-Triebwerk des GT3-Boliden im Ortskern an. Weckdienst, sozusagen statt der üblichen Kirchenglocken.

Dazu berichtet Peter Reicher: „Wie sollte es anders sein? Wir sind in Christopher Haases fränkischer Heimat sehr herzlich empfangen worden. Der Kontakt kam eher zufällig zustande. Vor ein paar Monaten waren wir das erste Mal zu Gast, und es entstand eine Idee. Und dann kommt der Tag, an dem wir eine verrückte Idee umsetzen. So sind wir im Eastalent Racing Team. Wenn man gesehen hat, wie viel Freude und Interesse, selbst im Regen, die Leute hier hatten, dann haben wir alles richtig gemacht. Uns ist eine Welle der Sympathie entgegengeschlagen. Alle waren gut drauf, hatten ihren Spaß, es gab fantastisches Essen und, wie sollte es anders sein, das Bier war Weltklasse. Mit der Familie Will und ihrem gesamten Team haben wir neue Freunde gefunden. Wenn es allen gefallen hat, sollten wir es im kommenden Jahr wiederholen. Für uns war es ein voller Erfolg.“

Nachdem sich die begeisterten Zuschauer ein Bild von den beiden Audi R8 LMS evo II gemacht hatten und die beiden Piloten Christopher Haase und Simon Reicher allen Gästen Rede und Antwort standen, enthüllte das Team den neuen GT Open Audi im neuen Gewand.

Teamchef Peter Reicher berichtet: „Die Entwicklung in unserem Team ist ein ständiger Prozess der Verbesserungen. Da darf das Design nicht hinterherhinken. Für den Rest der Saison gehen wir in der internationalen GT Open im neuen Gewand an den Start. Und dann ist da ja auch noch das kommende Rennen in der GT World Challenge in Magny-Cours am nächsten Wochenende. Es ist nach dem Endurance-Langstreckentest vor drei Wochen am Nürburgring unser Test im Sprintrennen. Danach werden wir die beiden Rennen analysieren und uns zum Jahreswechsel entscheiden, wie die kommenden Stationen in unserer Teamgeschichte aussehen.“

Das Fahreraufgebot für die GT World Challenge in Magny-Cours am kommenden Wochenende wird das Team in wenigen Tagen verkünden. Das Rennen findet vom 23. bis 25. August im französischen Magny-Cours statt.

 

 

Fotocredit www.kartnet.de / Michael Schulz
Textcredit www.kartpress.de / Michael Schulz

EASTALENT RACING DOMINIERT DIE GT-OPEN IN PAUL RICARD: SIEG UND PLATZ ZWEI BRINGEN DIE MEISTERSCHAFTSFÜHRUNG!

– Zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte dominiert „Eastalent Racing“ in Paul Ricard
– Simon Reicher & Christopher Haase holen im Audi R8 LMS evo II Sieg & Platz zwei
– Das Duo erobert vor seinem Heimspiel am Red Bull Ring die Meisterschaftsführung

Was für ein Erfolg für das oberösterreichische „Eastalent Racing“ Team am fünften Rennwochenende der GT-Open im französischen Paul Ricard: Mit einer sensationellen Performance, einem triumphalen Sieg und einem ganz starken zweiten Platz, eroberte die Truppe aus Kirchberg bei Mattighofen auf der ehemaligne Formel- 1-Rennstrecke zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte die Meisterschaftsführung. Das erste Rennen am Samstag fand bei für Südfrankreich typischen, hochsommerlichen Temperaturen statt. Simon Reicher, Sohn von Teamchef Peter Reicher, ging von Startplatz zehn ins Rennen, konnte schnell eine Position gut machen und den Abstand an die Spitze in Grenzen halten. Nach einem perfekten Boxenstopp, bei dem Audi Sport-Pilot Christopher Haase den Audi R8 LMS evo II übernahm, lag dieser bereits auf Platz fünf. Was dann folgte, war einmal mehr eine Galavorstellung von Haase: Runde um Runde fuhr er die schnellsten Rundenzeiten, machte Position um Position gut und ließ sich auch nicht von einem überrundeten Ferrari aus dem Konzept bringen, der ihn trotz blauer Flaggen mehrere Runden lang aufhielt. Weniger als zwei Minuten vor Schluss überholte Haase dann den führenden Mercedes und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Der Jubel über den – nach Hockenheim und Hungaroring – dritten Sieg der Saison war bei „Eastalent“ riesig, gleichzeitig war dem Team aber auch bewusst, dass der zweite Lauf am Sonntag aufgrund der ob des Sieges verordneten zehn Sekunden Zusatzstandzeit eine umso größere Herausforderung werden würde.

Am Sonntagmittag warteten schließlich gänzlich andere Bedingungen: Wenige Minuten vor dem Start zu Lauf zwei öffnete der Himmel seine Schleusen, ein „Wet Race“ stand bevor. Startfahrer Christopher Haase, der im Qualifying Startplatz zwei erobert hatte, musste mit dem Rest des Feldes hinter dem Safety-Car starten. Sobald das Rennen freigegeben war, konnte Haase – wie schon auf dem Hungaroring – förmlich „über das Wasser gehen“. Nach wenigen Metern ging er in Führung und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, bis das Rennen aufgrund eines Wolkenbruchs mit der roten Flagge unterbrochen werden musste. Doch Christopher Haase konnte nach dem Re-Start erneut davonziehen und mit rund sechs Sekunden Vorsprung zum Wechsel an die Box kommen. Dort leistete die Eastalent-Mannschaft wie gewohnt großartige Arbeit und konnte Simon Reicher trotz längerer Standzeit in Führung liegend in die zweite Rennhälfte bringen. Am Ende musste sich der Youngster dank absolut sensationeller Fahrt lediglich Ferrari-Werkspilot Vincent Abril geschlagen geben, doch mit Platz zwei übernahm das Duo Haase/Reicher pünktlich vor dem Heimspiel für „Eastalent Racing“ am Red Bull Ring Mitte September die Führung in der GT-Open Gesamtwertung. Teamchef Peter Reicher: „Ich kann gar nicht in Worte fassen, was mir dieses Wochenende bedeutet. Wir haben einfach die geilste Mannschaft und die geilste Fahrerpaarung. Simon hat heute im Regen eine echte Reifeprüfung abgelegt! Und Christopher fährt sowieso wie ein Außerirdischer, der ist einfach irre. Jetzt kann unser Heimrennen kommen, am Red Bull Ring geben wir alles!

 

 

Fotos honorarfrei, Copyright: GT-Open

Eastalent hochmotiviert mit Pokal am Hungaroring

Hungaroring/Mogyoród/Ungarn: Das Halbzeitrennen der internationalen GT Open wurde vom 21. bis 23. Juni auf dem Hungaroring ausgetragen. Mit einem Sieg aber auch viel Frust im Gepäck reisten die Kirchberger vom Team Eastalent-Racing nach Hause.

 

Bereits in den beiden freien Trainings am Freitag zeigte sich recht deutlich, dass die Österreicher an diesem Wochenende mit ihrem Audi R8 LMS evo II auf den vorderen Plätzen zu finden sein werden. Im Zeittraining am Samstagmorgen stellte Simon Reicher den GT3 Boliden auf Platz sieben ab. Bis zur Hälfte des Rennens konnte das Fahrerduo Reicher/Haase seinen Platz halten. Ein strategisch guter Boxenstopp brachte Christopher Haase dann auf Platz vier. Neun Minuten vor Rennende begann es zu regnen. Die Regenmenge ließ einen erneuten Boxenstopp und Wechsel auf Regenreifen nicht zu. Christopher Haase lieferte auf den letzten, rutschigen Metern eine Glanzleistung und siegte.

 

Teamchef Peter Reicher beschreibt die Situation wie folgt: „Das Samstagrennen war Weltklasse. Im Regen auf profillosen Reifen mit so viel Gefühl das Auto bis auf Platz eins zu fahren ist großes Kino. Wenn du einen solchen Weltstar wie Christopher Haase im Auto sitzen hast, der bei diesen widrigen Bedingungen zeigt, was er kann, ist einfach großartig. Beide Fahrer und das gesamte Team haben einen extrem guten Job gemacht.“

 

Das Sonntagsrennen gestaltete sich schwierig. Mehr als Platz vier war im Zeittraining nicht drin. Und in der ersten Rechtskurve am Start, schoben sich die Protagonisten gegenseitig in die Banden. Christopher Haase, der den Start fuhr, konnte sich zwar mit Mühe dem ganzen fernhalten, kam aber auch nicht ohne Blessuren aus diesem Manöver heraus. „Leider habe ich beim Rennstart den Ferrari vor mir getroffen, was uns die Front ein bisschen demoliert hat und auch ein paar Positionen gekostet hat.“

 

Nachdem der Eastalent-Audi nur wenige Minuten vor Ende des Rennens mit Simon Reicher am Steuer von einem übereifrigen Mitbewerber gedreht und das Rennen beenden musste, beschreibt Teameigner Peter Reicher das Geschehen so: „Das Sonntagsrennen gab leider ein trauriges Bild ab. Wenn Du Motorsport betreibst, solltest Du wissen, was Du tust. Nämlich Situationen richtig einzuschätzen und nicht mit einem GT3 Fahrzeug Autoscooter zu spielen.“

 

 

Christopher Haase fügt seine Sicht hinzu: „Wir sind mit einem guten Gefühl an den Hungaroring gereist. Auch wegen unserer starken Leistung im Vorjahr. Ich denke wir haben grundsätzlich sehr gute Arbeit geleistet. Im freien Training konnten wir sehen, dass wir durch die Balance of Performance (BoP) etwas benachteiligt waren. Im ersten Rennen am Samstag haben wir uns die ganze Zeit über in Schlagdistanz gehalten. Am Ende kam dann der Regen und mit unserer Erfahrung auch der Unterschied, so dass wir uns Platz eins holen konnten. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass wir am Sonntag beim Fahrerwechsel mit einem Handicap von 10 Sekunden zurechtkommen müssen. Das Zeittraining am Sonntag war dann schon schwieriger. Der Dreher zum Schluss war für uns kein schöner Abschluss am Hungaroring. Aber am Ende ist das auch Motorsport.“

 

Simon Reicher schildert seinen Blickwinkel so: „Am Freitag sind wir gut ins Wochenende gestartet. Am Samstag haben wir einen fantastischen Sieg eingefahren – hatten aber auch ein bisschen Glück. Der Regen hat uns geholfen unsere Leistung unter Beweis zu stellen. Und was heute im Sonntagsrennen los war – ich habe keine Ahnung. Auf jeden Fall war es weit davon weg Spaß zu machen. Und dann noch der Unfall, wo ein Mitbewerber in einer Kurve uns zu überholen versuchte, wo man eigentlich nicht überholen kann. Mit dem Ausfall müssen wir leben.“

 

Die zweite Saisonhälfte leitet am 19. Juli der Paul Ricard Circuit im südfranzösischen Marseille ein.

 

Fotocredit www.kartnet.de / Michael Schulz

Textcredit www.kartpress.de / Michael Schulz

ERSTER SAISONSIEG VON EASTALENT RACING IM GT-OPEN: ÖSTERREICHISCHES TEAM IN HOCKENHEIM UNSCHLAGBAR!

– „Eastalent Racing“ dominiert Lauf zwei in Hockenheim und siegt mit Rekordvorsprung
– Simon Reicher & Christopher Haase bleiben im Audi R8 LMS evo II absolut fehlerfrei
– Ein Sieg als Wiedergutmachung für Pech und unverschuldeten Ausfall im ersten Lauf

Der Saisonstart im International GT-Open 2024 war für die Titelverteidiger, das österreichische Team „Eastalent Racing“, alles andere als einfach: vor zwei Wochen, beim Auftakt der Serie im portugiesischen Portimao, wurde man anfänglich von akuten Bremsproblemen geplagt und kam im ersten Rennlauf nicht über Platz zehn hinaus. Im zweiten Rennen lief es dann zwar deutlich besser, das Podium versäumte man mit Rang vier aber dennoch knapp. Für das zweite Rennwochenende in Hockenheim, wo die Läufe drei und vier der Internationalen GT-Open auf dem Programm standen, hatte sich die Mannschaft aus Oberösterreich dementsprechend den Sprung auf das Podium zum Ziel gesetzt – trotz qualitativ wie quantitativ enorm starker Konkurrenz von nicht weniger als 30 weiteren GT3-Teams. Eine Herausforderung, die Eastalent- Teamchef Peter Reicher aber äußerst positiv beurteilt: „Der Boom in der GT-Open ist unübersehbar, das freut uns sehr. Je mehr Konkurrenz desto besser, so zählen Punkte, Podiumsplatzierungen oder Siege umso mehr!“

Im ersten Rennlauf am Samstag blieb „Eastalent Racing“ das Pech aber leider erneut treu: nachdem Simon Reicher das Rennen von Rang 11 aus in Angriff genommen hatte, zerstörte ein Trümmerteil eines Mitbewerbers alle Hoffnungen auf ein Spitzenresultat. „Wir mussten unseren Audi R8 LMS evo II schon in den ersten Runden zur Reparatur an die Box bringen“, beschreibt Teamchef Reicher die Situation, die in weiterer Folge eine Nullnummer heraufbeschwor: „Es gab dann leider einen Folgeschaden, der unser Rennen endgültig beendete“, so Reicher.

Damit blieb nur noch der zweite Rennlauf am Sonntag, um das Wochenende positiv zu beenden. Und diese letzte Chance nützte das Team aus Kirchberg bei Mattighofen mit Bravour. Zunächst brannte Audi Sport-Pilot Christopher Haase eine eindrucksvolle Qualifying-Bestzeit in den Asphalt von Hockenheim, sicherte sich so in überlegener Manier die Pole-Position. Und dann nahmen Haase und sein Fahrerkollege Simon Reicher die Konkurrenz buchstäblich auseinander: selbst eine Safety-Car-Phase, durch die Haase den bis dahin herausgefahrenen Vorsprung von über sieben Sekunden einbüßte, konnte das Duo nicht am triumphalen Start-Ziel-Sieg mit gut 15 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten sowie vollen Punkten für die Gesamtwertung hindern. Entsprechend groß war der Jubel: „Das ist ein wundervoller Tag für uns. Simon hat einen großartigen Job gemacht, er hat das Rennen am Schluss vollkommen kontrolliert. Heute können wir stolz sein, das war eine dominante Vorstellung“, so Christopher Haase. „Vor dem Wochenende habe ich zu Christopher gesagt, entweder geht’s in Hockenheim komplett schief, oder es wird großartig. Jetzt war beides dabei – aber dieser Sieg überstrahlt natürlich das Pech von gestern. Ich bin überglücklich, das war im Hinblick auf unsere Titelverteidigung und als Motivationsschub für das gesamte Team ein wirklich wichtiger Sieg“, fasst Simon Reicher das Rennwochenende von „Eastalent Racing“ perfekt zusammen.

Mission Titelverteidigung gestartet: Eastalent Racing schrammt am Podium vorbei

Portimao/Portugal: Nach monatelangem Warten startete vom 26. bis 28. April

die internationale GT Open auf dem Autôdromo Internacional do Algarve in ihre Saison 2024. Nachdem das Team aus Österreich um Teamchef Peter Reicher im vergangenen Jahr den Titel für sich verbuchen konnten, ging der Audi R8 LMS evo II mit der Startnummer eins nun in die Mission Titelverteidigung. Erneut mit von der Partie sind auch in diesem Jahr die beiden Piloten Christopher Haase und Simon Reicher.

Dazu berichtet Peter Reicher: „Es ist uns bewusst, dass wir als GT Open Champion der Saison 2023 in diesem Jahr die Gejagten sind. Alle wollen das Auto mit der Nummer 1 schlagen. Alle wollen zeigen, dass sie besser sind als wir. Hinzu kommt, dass in dieser Saison die Leistungsdichte größer geworden ist. Mehr Teams als auch stärkere Fahrer sind in dieser Saison am Start. Das macht es uns nicht leichter. Und wir haben viel Zeit damit verbracht unsere Fehler zu finden. Das konnte man bis Samstag deutlich sehen. Am Ende des Tages mussten wir uns eingestehen, dass die drei von unseren Mitbewerbern eingesetzten Mercedes Autos einfach zu stark waren und sie das Podium für sich beanspruchten. Hier sehen wir die Balance of Performance (BoP) durch den Veranstalter noch nicht ausgewogen genug.“

Das Rennen am Samstag wurde vom schwierigen Wetter dominiert. Regen sorgte permanent für anspruchsvolle Bedingungen. So stellte Simon Reicher am Samstag den Eastalent Racing Audi R8 LMS evo II auf dem 17. Platz ab. Im Rennen konnten Simon und Christopher mit Platz 10 eine tolle Aufholjagd zeigen. Der Sonntag war dann eher von sonnigen Abschnitten geprägt. Audi Sport Fahrer Christopher Haase stellte den Eastalent Racing Audi auf Platz vier ab. Im Rennen überzeugten beide Piloten mit einer starken Performance. Sie mussten lediglich die drei Mercedes Fahrzeuge ziehen lassen. Zwei Gelbphasen und ein Beenden des Rennens hinter dem Safety Car ließ ein optimales Ergebnis im Sinne des Teams nicht zu.

Simon Reicher sah es so: „Zum Vergleich zur vorangegangenen Saison haben wir die Leichtigkeit des Seins ein bisschen verloren. Als Champion der Serie anzureisen ist schon eine große Nummer. Wir hatten gehofft mit einem guten Einstand in die Saison zu starten. Ich finde das ist uns mit einem zehnten und vierten Platz auch recht passabel gelungen. Dennoch waren wir nicht in der Lage unseren Mitbewerbern unser Tempo aufzudrücken. Im Gegenteil: Sie zeigten uns auf welches Tempo wir uns einzustellen haben. Mehr als darauf zu reagieren war nicht drin. Dieses Jahr ist die Meisterschaft noch einmal ein gutes Stück stärker geworden. Viele gute Fahrer sind hinzugekommen. Das wird von Rennen zu Rennen schwieriger, da sich unsere Mitbewerber auch steigern werden. Wir müssen uns da etwas einfallen lassen. Ansonsten wird das nichts mit der Titelverteidigung.“

„Um zuerst das Positive hervorzuheben: Wir haben in beiden Rennen wichtige Punkte in der Meisterschaft eingefahren. Es ist gut so in die Saison zu starten. Unsere Schwachstellen des letzten Jahres haben uns in die neue Saison begleitet. Das müssen wir selbstkritisch sehen und analytisch an uns arbeiten. Ansonsten konnten wir uns das gesamte Wochenende steigern. Hier gilt es daran anzuschließen. Dann ist alles möglich“, berichtet Audi Sport Fahrer Christopher Haase.

Für die Österreicher geht es bereits in zwei Wochen, vom 10. bis 12. Mai 2024, zum Hockenheimring in Deutschland.

 

Weiterlesen

ERSTES RENNEN, ERSTE PUNKTE IN DER GT WORLD CHALLENGE: CHRISTOPHER HAASE FÄHRT IN PAUL RICARD AUF PLATZ SECHS!

Die „Königsklasse“ des GT-Rennsports ist am vergangenen Wochenende im französischen Paul Ricard mit einem quantitativ wie qualitativ hochwertigen Teilnehmerfeld in die neue Saison gestartet: 55 GT3-Boliden nahmen am Drei-Stunden-Rennen teil, das als erster von insgesamt fünf Läufen zum „Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by AWS“ zählt. Mit dabei auch Audi Sport-Pilot Christopher Haase, der in diesem Jahr einen Audi R8 LMS evo II für das deutsch-italienische Team Tresor Attempto Racing pilotiert und in den Endurance-Rennen das Cockpit mit dem deutschen Alex Aka sowie dem Schweizer Ricardo Feller teilt.

 

Die Freude über den Auftakt wich nach den ersten Trainings allerdings einer gewissen Ernüchterung, denn das Auto mit der Startnummer 99 kam nicht so recht auf Speed – ein Problem, das sich bis ins Qualifying fortsetzen sollte. „Ich hatte in Q1 etwas Pech mit einer roten Flagge, als ich am Boxenausgang warten musste, worauf die Reifentemperatur weg war. Dafür war Platz 19 und zweitbester Audi ganz okay, aber es war bestimmt nicht das Maximum“, so Christopher Haase, der danach mitansehen musste, wie Teamkollege Alex Aka noch mehr Pech hatte: „Im Q2 war so viel Verkehr, dass es einfach keine freie Runde gab. Da konnte Ricardo auch nichts mehr ausrichten, obwohl es in Q3 noch am besten lief.“ Für das Rennen gab’s somit lediglich die enttäuschende 35. Startposition.

 

Kurz vor dem Rennstart dann aber die gute Nachricht: der Audi R8 LMS evo II durfte 20 Kilogramm ausladen, „ein Umstand, der uns sehr geholfen hat“, so Christopher Haase rückblickend. Den Start des Rennens übernahm jedenfalls Alex Aka, und der Youngster lieferte richtig ab: Von Startplatz 35 aus fuhr er – nicht zuletzt dank Safety-Car-Phasen und glänzender Strategie des Teams – bis auf Rang 15 nach vorne. Danach setzte Ricardo Feller die Aufholjagd nahtlos fort und als der Schweizer für den Schluss-Stint an Christopher Haase übergab, lag die Tresor Attempto Racing Crew bereits auf Gesamtrang fünf. „Unsere Renn-Pace war bis dahin echt super, leider wurde es dann aber kühler und da hatten viele Fahrzeuge Schwierigkeiten mit dem Grip, auch ich“, so Haase, der Platz fünf energisch verteidigte, am Ende aber einen Konkurrenten ziehen lassen musste. „So wurde es im Endeffekt der sechste Rang. Allerdings können wir damit äußerst zufrieden sein. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir von Position 35 losgefahren sind. Das war eine Spitzenleistung vom gesamten Team und ist ein positiver Start in die neue Saison, mit wichtigen Punkten gleich im ersten Rennen“, resümiert Christopher Haase. Tresor Attempto Racing Teamchef Ferdinando Geri pflichtet bei: „Nach dem Verlauf des Qualifyings ist dieses Ergebnis nicht selbstverständlich. Das ganze Team hat hart und entschlossen gearbeitet, um im Rennen unser sprichwörtliches ‚Comeback‘möglich zu machen.“

CHRISTOPHER HAASE AUCH IN SEPANG AUF DEM PODEST: NACH REIFENSCHADEN 12 STUNDEN AUFHOLJAGD BIS AUF PLATZ DREI!

Beim 12-Stunden-Rennen von Sepang kann Christopher Haase auf eine erfolgreiche Historie zurückblicken. Zwei Mal konnte er in Malaysia bereits den Gesamtsieg einfahren, im Vorjahr eroberte er Platz zwei. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen für den diesjährigen Einsatz, den der Audi Sport-Pilot im Team von B-Quik Absolute Racing auf einem Audi R8 LMS evo II gemeinsam mit dem asiatischen Audi Sport-Fahrer Akash Nandy und dem Amateur-Piloten Henk Kiks bei brütender Hitze und höchster Luftfeuchtigkeit in Angriff nahm. Das Team hatte in Sepang ausgiebig getestet und so war das Set-Up bereits im Training und Qualifying nahezu optimal, und auch für das Rennen konnte eine gute Mischung aus möglichst geringem Reifenverschleiß und schneller Rundenzeit gefunden werden. Christopher Haase fuhr den letzten Qualifying-Abschnitt und eroberte dabei die Bestzeit – kombiniert mit den Zeiten seiner Teamkollegen ergab das Startplatz sechs, eine gute Ausgangsposition für das Rennen.

Während AM-Pilot Henk Kiks für den Start-Turn im Auto saß, mussten Akash Nandy und Christopher Haase dann aber tatenlos zusehen, wie ihr Rennen bereits nach wenigen Metern so gut wie beendet war: ein Mitbewerber touchierte den Audi R8 LMS evo II unmittelbar nach dem Start, wodurch Kiks in einen Dreher geschickt und im Anschluss mit einem schleichenden Plattfuß an die Box gezwungen wurde. Mit zwei Runden Rückstand ging Kiks schlussendlich ins Rennen zurück, an eine Podiumsplatzierug war zu diesem Zeitpunkt absolut nicht mehr zu denken.

Aufgeben war für die Mannschaft von Absolut Racing allerdings keine Option, ganz im Gegenteil. Man wollte weiterkämpfen und das Beste aus dem Rennen herausholen. So waren es vor allem Platin-Pilot Christopher Haase und Silber-Pilot Akash Nandy, die mit schierem Speed versuchten, den Rückstand wettzumachen. Erschwerend kam hinzu, dass es während der 12 Rennstunden nur zwei Safety-Car-Phasen gab, das Team also kaum Möglichkeiten hatte, über taktische Schachzüge Zeit gut zu machen. Im letzten Renndrittel hatte das Team dann das praktisch Unmögliche geschafft: man lag wieder in Schlagdistanz zu den Top-Fünf! Gegen Rennende kämpfte sich das Trio schließlich sogar noch auf Platz drei, und somit auf das Podium! „Dieser dritte Platz fühlt sich wirklich an wie ein Sieg“, war Christopher Haase überglücklich, aber auch stark erschöpft: „Uns sind leider sowohl Klimaanlage als auch Trinksystem ausgefallen, nach dem letzten Doppelstint war wirklich „Game Over“ bei mir. Aber wir haben es durchgezogen und sind jetzt wirklich stolz!“ Upsolute-Teamchef Ingo Matter fasste das „Wunder von Sepang“ so zusammen: „Alle drei Piloten und das gesamte Team haben Außergewöhnliches geleistet, aber was Christopher hier abgeliefert hat, war einfach absolut außerirdisch!“

PODIUMSPLATZIERUNG IM 12-STUNDEN-THRILLER VON BATHURST: CHRISTOPHER HAASE EROBERT MINUTEN VOR RENNENDE PLATZ DREI!

Nach dem großartigen Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Dubai und dem vierten Gesamtrang in der Fahrerwertung der Asien Le Mans Series (ALMS), die Christopher Haase mit einem vierten Platz im letzten Rennen in Abu Dhabi beendete, stand am vergangenen Wochenende das legendäre 12-Stunden-Rennen von Bathurst in Australien auf dem Programm. Audi Sport-Pilot Christopher Haase startete „Down Under“ gemeinsam mit Kelvin van der Linde und Liam Talbot für das australische Kundenteam „Melbourne Performance Center“ in der PRO-Kategorie. Und nach dem unglücklichen Rennverlauf im Vorjahr – als er von einem Mitbewerber „abgeschossen“ wurde – war der Wunsch nach einem besseren Rennverlauf verständlicherweise sehr groß. Der Verlauf der Trainingssitzungen ließ die Mannschaft jedenfalls optimistisch vorausblicken, das Set-Up des Audi R8 LMS evo II funktionierte perfekt und das Piloten-Trio konnte sich ausschließlich auf die Driver-Performance konzentrieren. Das Qualifying übernahm Kelvin van der Linde, und nachdem sich der Südafrikaner auf dem siebenten Rang – unmittelbar hinter dem

Schwesterauto – klassiert hatte, war auch die unmittelbare Ausgangslage für das 12-Stunden- Rennen sehr gut. „Wir hatten uns vorgenommen keine Fehler zu machen und vor allem keine

Strafen zu kassieren“, so Christopher Haase, der im Rennen dann wie die anderen Teilnehmer auch vor große Herausforderungen gestellt wurde: „Das Wetter war irre, zuerst sengend heiß, dann sintflutartiger Regen – während wir mit Slicks unterwegs waren. Da fühlen sich 230 km/h zwischen den Betonwänden gleich schneller an…“ Doch Haase und seine Teamkollegen meisterten alle Schwierigkeiten bravourös und so lag das Trio mit dem Audi R8 LMS evo II nach dem letzten Boxenstopp auf dem fünften Gesamtrang, unmittelbar hinter Dritt- und Viertplatziertem. Den Schluss-Stint hatte Christopher Haase übernommen, und der wollte sich mit Platz fünf auf keinen Fall zufriedengeben. „Die letzten 30 Minuten waren wie ein Sprintrennen, Motorsport vom Feinsten, ein echt harter Fight. Ich habe an unsere Chance geglaubt – und zwei Runden vor Schluss kam sie dann wirklich. Die Kollegen vor mir gerieten sich in die Haare, das gab mir Gelegenheit, an beiden vorbeizuziehen. Dann musste ich alles auf eine Karte setzen, weil ich wusste, dass es auf den langen Geraden schwierig wird, die Beiden hinter mir zu halten. Also bin ich zwei Mal mit vollem Risiko über ‚Skyline‘ drüber, konnte mich ‚freischwimmen‘ und schlussendlich auf Platz drei über die Ziellinie fahren. Das ist ein toller Teamerfolg, auf den ich zwar gehofft, mit dem ich aber nicht gerechnet hatte – umso mehr freut er mich. Dank ans Team, an meine Fahrerkollegen und an Audi für das tolle Auto!“