VIELE PUNKTE BEIM SAISONFINALE DER BLANCPAIN SPRINT SERIES: ZWEI MAL PLATZ SECHS FÜR CHRISTOPHER HAASE AM HUNGARORING!

Audi Sport-Pilot Christopher Haase und sein französischer Teamkollege Simon Gachet hatten zum Saisonfinale der Blancpain GT Sprint Series zwar noch theoretische Chancen auf den Fahrer-Titel, lagen allerdings zu weit zurück, um ohne Probleme ihrer Mitbewerber wirklich in Titel-Nähe zu kommen. So fokussierten Haase und Gachet darauf, eine gute Saison mit einem soliden Ergebnis in den Punkterängen oder vielleicht sogar auf dem Podium abzuschließen.

In den beiden Qualifying-Sessions konnte sowohl Christopher Haase als auch Simon Gachet jeweils Startplatz sieben erzielen, eine gute Ausgangsposition für die Rennen auf der Formel-1-Rennstrecke am Stadtrand von Budapest. Startfahrer im ersten Lauf am Samstag war Youngster Simon Gachet, der in ein Regenrennen starten musste. „Wir hätten das Potential gehabt, auf Platz vier zu fahren“, so Christopher Haase, der als zweiter Pilot nach dem Boxenstopp leider einen kleinen Ausrutscher hatte. „Das ging auf meine Kappe. Ich habe mich direkt nach dem Boxenstopp mit kalten Reifen in der Schikane gedreht. Nachdem die anderen Meisterschaftskandidaten alle vor uns positioniert waren, hat uns das zwar nicht sonderlich wehgetan, Platz vier wäre aber dennoch schöner gewesen, als Rang sechs am Ende.“

Der zweite Lauf am Sonntag fand dann bei trockenen Bedingungen statt. Haase fuhr den Start, lag recht bald auf Position sechs und konnte diese auch bis zum Boxenstopp verteidigen. Simon Gachet übernahm und brachte das Rennen auf ebendieser Position als bester Audi-Pilot zu Ende. Leider hatte er keine Möglichkeit, die Konkurrenten vor ihm anzugreifen. „Nachdem die Titel-Favoriten wieder vor uns waren, konnten wir nicht mehr in den Kampf um den Gesamtsieg eingreifen“, resümiert Christopher Haase, der mit der abgelaufenen Saison in der Blancpain Sprint Series dennoch zufrieden ist: „Eine Saison mit Höhen und Tiefen, in der es aber vor allem in der zweiten Saisonhälfte sehr gut gelaufen ist. In der Sprint-Wertung der Blancpain GT Series sind Simon und ich als Fünfte bestes Audi-Fahrerduo und unser Team SAINTéLOC Racing wurde bestes Audi-Team, ebenfalls auf Platz fünf der Teamwertung. Das freut uns sehr und zeigt, wie sich die gesamte Mannschaft gegenüber der Saison 2018 gesteigert hat. Diesen Weg würden wir wirklich gerne gemeinsam weiter gehen und in der Saison 2020 mit SAINTéLOC Racing um den Titel kämpfen!“

Für Christopher Haase geht es dieses Wochenende indes woanders weiter, in Hockenheim bestreitet er mit BWT Mücke Motorsport das vorletzte Event des ADAC GT Masters.

TOLLES HEIMRENNEN VON CHRISTOPHER HAASE AM NÜRBURGRING: MIT P3 UND P2 PODESTPLÄTZE IN DER BLANCPAIN SPRINT SERIES!

Tolles Rennwochenende für Audi Sport-Pilot Christopher Haase in der Blancpain Sprint Series am Nürburgring. Zu seinem „Heimrennen“ lieferte er gemeinsam mit seinem Teamkollegen, dem jungen Franzose Simon Gachet, einen fast perfekten Job ab: Das Duo stand sowohl im Qualifying-Rennen am Samstag als auch im Hauptrennen am Sonntag auf dem Podium. Im Qualifying hatte Simon Gachet den vierten Startplatz für das erste Rennen erobern können, für Christopher Haase lief es mit Startplatz zwei noch besser. Dabei wäre sogar die Pole-Position möglich gewesen: „Just in der Runde, in der die Reifen ihren Peak hatten, bin ich ganz leicht neben die Strecke gerutscht“ sagte Haase. „Das ist schon ärgerlich, die Pole war zum Greifen nahe. Andererseits war P2 natürlich auch in Ordnung und eine gute Ausgangsposition.“

Im ersten Rennen hatten die beiden dann das „Glück der Tüchtigen“: „Simon hatte am Start ein wenig Boden verloren, fuhr danach aber ein starkes Rennen. Dann waren die Jungs von SAINTéLOC Racing beim Boxenstopp extrem flott, zudem gab’s eine Durchfahrtsstrafe für einen Mitbewerber“, so Haase, der in der zweiten Rennhälfte am Steuer war und mit den führenden Lamborghinis um den Sieg kämpfen konnte: „Einmal bin ich auf Platz zwei vorgefahren, doch dann hat der Führende in einer Kurve extrem viel Kies auf die Strecke geschaufelt. Dabei wäre er selbst fast abgeflogen – und ich gleich hinterher. So konnte der Lamborghini hinter mir an uns beiden vorbeifahren und wir mussten mit Platz drei zufrieden sein.“

Der zweite Rennlauf brachte erneut viel Action – und das nächste Top-Ergebnis für das Duo, obwohl Christopher Haase von Position zwei aus keinen perfekten Start erwischte: „Mein Start war nicht besonders gut, ich bin leider auf Platz vier zurückgefallen. Die Reifen in meinem Stint waren dann auch nicht optimal, trotzdem war die Pace damit noch ganz okay. Nach dem Boxenstopp und Fahrerwechsel konnte Simon als Vierter auf der Strecke die Lücke nach vorne schließen. Das war perfekt, denn als die beiden Führenden eine Berührung hatten, konnten wir die Chance nutzen und gemeinsam mit dem Drittplatzierten vorbeigehen. Bis ganz nach vorne hat es nicht gereicht, aber Platz zwei ist ein tolles Resultat mit vielen Meisterschaftspunkten!“

Stichwort Meisterschaft: Das letzte Blancpain Sprint Series Rennen der Saison steht nun gleich am kommenden Wochenende in Budapest auf dem Programm, und Simon Gachet sowie Christopher Haase sind top motiviert: „Noch geht was in der Meisterschaft, wir werden alles versuchen, um das bestmögliche Resultat für Audi und SAINTéLOC Racing herauszufahren!“

AUDI SPORT GEWINNT 10 STUNDEN VON SUZUKA

  • Erster internationaler Sieg von Audi Sport in Japan
  • Audi Sport Team WRT gewinnt zweite Ausgabe der 10 Stunden von Suzuka
  • Frédéric Vervisch nun Dritter in Fahrerwertung der Intercontinental GT Challenge

Jubel in Japan: Kelvin van der Linde/Dries Vanthoor/Frédéric Vervisch feierten bei den 10 Stunden von Suzuka den Sieg. Damit herrscht im Titelkampf in der einzigen weltweiten GT3-Rennserie vor dem Finale im November große Spannung. Frédéric Vervisch liegt als Dritter nur noch sechs Punkte hinter der Spitze. Christopher Haase/Christopher Mies/Markus Winkelhock lagen bis zur letzten Rennstunde an zweiter Stelle, als sie durch einen verzögerten Tankstopp auf Platz sieben zurückfielen.

„Dem Audi Sport Team WRT wie auch den Fahrern gelang in Japan mit dem Sieg eine fehlerlose Leistung in dieser entscheidenden Meisterschaftsphase“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „So haben wir uns nach einem schwierigen Saisonstart in die bestmögliche Position versetzt.“ In der Anfangsphase behauptete sich der nogaroblaue Audi R8 LMS mit der Nummer 25, der mit seiner Farbgebung und Startnummer an das erste RS-Modell von Audi vor 25 Jahren erinnert, an dritter Stelle. Während mehrere starke Gegner durch Unfälle und Strafen schon früh ihre Chancen verloren haben, vermied das Audi Sport Team WRT jeglichen Fehler. Starke Rundenzeiten aller drei Piloten sowie taktisch kluge Schachzüge etwa in Gelbphasen bedeuteten, dass der von Platz zwei gestartete Audi ab der dritten Rennstunde dauerhaft an der Spitze lag.

Das Audi Sport Team Absolute Racing setzte sich mit der Nummer 125 in der zweiten Rennhälfte ebenfalls in der Spitzengruppe fest. Die als Siebte gestarteten Deutschen Christopher Haase, Christopher Mies und Markus Winkelhock steigerten sich am Renntag auf dem anspruchsvollen Grand-Prix-Kurs in Japan damit nochmals gegenüber den Trainings. Bis zur zehnten Rennstunde lagen sie an zweiter Stelle, als beim letzten Boxenstopp ein Tankvorgang zu lange dauerte und das Team auf den siebten Platz zurückfiel. Somit haben drei verschiedene Marken und vier unterschiedliche Fahrerteams die ersten vier Läufe der Intercontinental GT Challenge gewonnen. Auch ein drittes Team freute sich über die Zielankunft nach zehn harten Rennstunden: Das einheimische Audi Team Hitotsuyama überquerte die Ziellinie nach einer frühen Durchfahrtstrafe und einem schleichenden Reifenschaden mit Alessio Picariello, Richard Lyons und Ryuichiro Tomita auf Platz 17.

Die im Rahmenprogramm ausgetragene vierte Rennveranstaltung des Audi Sport R8 LMS Cup, in der die Tabellenbesten vor dem Finale ebenfalls näher zusammengerückt sind, sowie Einführungen von RS-Modellen durch Audi Japan auf dem einheimischen Markt rundeten den prägnanten Auftritt von Audi Sport customer racing vor 51.000 begeisterten Zuschauern in Japan ab.

Nun dürfen sich die weltweiten Langstreckenfans auf eine spannende Titelentscheidung freuen. Erstmals gastiert die Intercontinental GT Challenge in diesem Jahr in Afrika. Auf dem Kurs von Kyalami entscheidet sich beim 9-Stunden-Rennen am 23. November, ob Audi nach zwei Siegen in der Fahrerwertung und drei bei den Marken seit 2016 seinen sechsten Titel in dieser Rennserie einfahren kann.

JUNIORPODIUM UND PUNKTE FÜR BWT MÜCKE MOTORSPORT IN ZANDVOORT

  • Schluss mit Pause: Das ADAC GT Masters startete in Zandvoort in die zweite Saisonhälfte
  • Juniorpodium für Mike David Ortmann sowie Rang vier für ihn und Markus Winkelhock
  • Punkte überall: BWT Mücke Motorsport sammelt mit allen Autos in beiden Rennen Zählbares

Nach mehr als zwei Monaten gingen in Zandvoort endlich die Lichter der Startampel wieder aus. BWT Mücke Motorsport startete mit dem ADAC GT Masters vom 9. bis 11. August auf der niederländischen Traditionsstrecke in die zweite Saisonhälfte. Mit an Bord: Jeffrey Schmidt und Christopher Haase im BWT Audi R8 LMS #25 sowie Markus Winkelhock und Mike David Ortmann im kfzteile24 Audi R8 LMS #24. Im BWT Audi R8 LMS #26 nahm neben Nikolaj Rogivue erneut Frédéric Vervisch Platz. Der Belgier hatte Stammfahrer Stefan Mücke bereits am Red Bull Ring vertreten und sprang auch an diesem Wochenende ein, nachdem Stefan gemeinsam mit Vater und Teamchef Peter Mücke beim Oldtimer Grand Prix auf dem Nürburgring im Einsatz war.

Die Highlights des Wochenendes

Podium und Saisonbestleistung: Für den kfzteile24 Audi R8 LMS #24 war Zandvoort das bisherige Highlight der Saison. Von Startplatz 15 machte Ortmann im ersten Rennen direkt eine Position gut und hielt diese bis zum Fahrerwechsel. Hier spielte dem Duo das Glück in die Karten, denn kurz zuvor kam das Safety Car auf die Strecke und sie verloren wesentlich weniger Boden gegenüber der Konkurrenz als im Normalfall. So kehrte Winkelhock als Fünfter zurück auf die Strecke. Durch das Pech der Teamkollegen in der #25 ging es sogar auf Rang vier über die Ziellinie. Das beste Saisonresultat und zudem mit Rang zwei in der Juniorwertung ein wichtiges Podium für Ortmann. Für den zweiten Lauf am Sonntag gelang Winkelhock mit Startplatz acht als drittbester Audi des Feldes ein starkes Ergebnis. Er verteidigte diese Position im Rennen bis zum Fahrerwechsel und Ortmann brachte sie schließlich sicher über die Ziellinie. Dies bedeutete erneut wichtige Punkte in der Juniorwertung, wo der 19-Jährige aktuell mit lediglich 19 Punkten Rückstand zur Spitze auf Rang vier liegt.

Husarenritt: Den zeigten am Samstag Rogivue und Vervisch. Startplatz 23 stand nach dem Qualifying zu Buche. Auf der Oldschool-Strecke in Zandvoort eine Herkulesaufgabe. Doch die beiden ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und zeigten eine sensationelle Aufholjagd. Rogivue behielt im Startgetümmel den Überblick und übergab Vervisch das Auto in Topzustand. Dieser strafte alle Kritiker Lügen, die behaupten, in Zandvoort sei Überholen nicht möglich. Ein Auto nach dem anderen ließ er hinter sich und überquerte die Ziellinie schließlich auf Rang acht – 15 Positionen gutgemacht und dafür mit wichtigen Punkten belohnt worden! Am Sonntag hatte Vervisch das Potenzial für den achten Rang im Qualifying, doch genau in seiner schnellsten Runde wurde die rote Flagge geschwenkt. So startete das Duo auf Rang 13 und kam auf selbigem auch ins Ziel. Für Vervisch war es ein Wochenende der Extreme. Neben seinem Einsatz für BWT Mücke Motorsport startete er bei den 24 Stunden von Zolder in einem Sportprototypen. Direkt nach dem Samstagslauf fuhr er rund zweieinhalb Stunden nach Zolder, um am Sonntagvormittag wieder zurück in Zandvoort das Qualifying und später das Rennen zu bestreiten.

Wie gewonnen so zerronnen: Die Reise in die Niederlande war für den Audi R8 LMS #25 eine enttäuschende. In den Qualifyings kamen Schmidt und Haase nicht über die Ränge 13 und 15 hinaus, die Rennen selbst beendeten sie auf den Positionen 15 und 14. Dabei hatte das Duo im Samstagslauf wie ihre Kollegen von einer guten Strategie und einem Safety Car während des Boxenstoppfensters profitiert und war auf Rang vier nach vorne gespült worden. Die Freude über dieses Top-Ergebnis währte allerdings nur kurz. Während des Boxenstopps war einer der Mechaniker den Bruchteil einer Sekunde zu früh losgelaufen. Er hatte einen Fuß über der weißen Linie, bevor das Auto stand, weshalb das Duo zu einer Durchfahrtsstrafe antreten musste und zurückfiel. Die Hoffnung für den Nürburgring ist nun groß, denn während des Wochenendes identifizierte die Mannschaft einen schwer zu findenden Fehler, der das Auto einbremste.

Konsequent: Ungeachtet dieser Schwierigkeiten gelang BWT Mücke Motorsport in Zandvoort ein neuer Rekord. In beiden Rennen des Wochenendes fuhren alle drei Autos in die Punkte. Das hatte die Traditionsmannschaft aus Berlin zuvor nie geschafft. Das soll bereits am kommenden Wochenende wiederholt werden, wenn das ADAC GT Masters Station auf dem Nürburgring macht.

Die Stimmen zum Wochenende

Frédéric Vervisch (BWT Audi R8 LMS #26): „Ich hatte ein ziemlich vollgepacktes Wochenende, denn ich war noch parallel bei einem 24-Stunden-Rennen am Start. Insgesamt waren wir stärker als noch am Red Bull Ring. Aber wir sind immer noch nicht da, wo wir sein sollten. Wir hatten zwei gute Rennen, besonders das erste war gut, mit dem Safety Car und einer tollen Pace. Das Qualifying am Sonntag war okay, auch wenn die rote Flagge nicht perfekt war für uns. Wir waren auf einer schnellen Runde – das hat uns etwas gekostet. P13 war am Ende noch in Ordnung. Wir hatten einfach nicht die richtige Geschwindigkeit. Wir haben das Rennen dort beendet, wo wir mit der Pace auch landen mussten. Das Positive ist, dass wir uns verbessert haben. Ich hoffe, das geht so weiter.“

Nikolaj Rogivue (BWT Audi R8 LMS #26): „Am verregneten Freitag waren Frédéric und ich gut unterwegs und ich habe mich im Auto sehr wohl gefühlt. Als es trockener wurde, war die Balance nicht mehr optimal. Die Verhältnisse waren sehr knifflig, vor allem durch den Wind. Im Qualifying am Samstag war es nass, aber ich hatte einen großen Fehler in der Runde, der mich sieben Zehntel gekostet hat, ansonsten wäre Platz zwölf möglich gewesen. Aber an der Qualifying-Pace müssen wir noch arbeiten. Das erste Rennen war in Ordnung. Ich hatte am Start Schwierigkeiten, weil ich auf der linken Seite einen Nachteil hatte. Da habe ich erstmal ein paar Positionen verloren, die ich später wieder gutgemacht habe. Leider habe ich wieder ein paar Positionen verloren, nachdem ich einem Fahrer ausweichen musste, der sich gedreht hatte. Am Sonntag lagen wir das gesamte Rennen auf Platz zwölf, aber der Ferrari hinter mir war sehr schnell und ich konnte ihn am Ende nicht mehr halten. So wurde es Platz 13.“

Christopher Haase (BWT Audi R8 LMS #25): „Es war für unser Auto nicht unbedingt ein Vorzeige-Wochenende. Wir sind in beiden Qualifyings unter Wert geschlagen worden. Im ersten Rennen haben wir uns eine vermeidbare Durchfahrtsstrafe eingehandelt. Unsere Top-Strategie hätte uns sonst bis auf Platz vier nach vorne gebracht. Im zweiten Rennen war leider nicht mehr als Platz 14 drin. Das nächste Rennwochenende sollte für uns besser laufen.“

Jeffrey Schmidt (BWT Audi R8 LMS #25): „Leider war das Wochenende enttäuschend für mich. Ein technisches Problem hat uns für den Großteil der Zeit abgebremst. Somit war leider nicht mehr als Startplatz 13 in meinem Qualifying möglich. Der vierte Rang – natürlich begünstigt durch das Safety Car – hätte uns sehr gut getan. Schade, dass die Durchfahrtsstrafe es verhindert hat. Den Sonntag haben wir genutzt, um ein gutes Setup für das Auto zu finden, da wir von Startplatz 15 sowohl nach vorne als auch nach hinten Luft hatten. Nun freue ich mich auf den Nürburgring und hoffe, dass das Auto dort richtig gut funktioniert.“

Mike David Ortmann (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Zu Beginn des Wochenendes waren die Bedingungen wechselhaft. Im Nassen waren wir ganz gut, im Trockenen hat etwas die Pace gefehlt. Dennoch hatten wir eine solide Ausgangsposition für das erste Rennen. Bei dem starken Wind war es nicht einfach, zu fahren. Wir hatten Glück mit dem Safety Car. Markus ist super gefahren. Ich habe mich sehr über Platz vier im Gesamtergebnis und Position zwei in der Juniorwertung gefreut. Es ist toll, nach der Sommerpause mit so einem Ergebnis zurückzukommen. Das zweite Rennen war unspektakulär. Wir haben erneut gute Punkte mitgenommen.“

Markus Winkelhock (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Es war das bislang beste Wochenende des Jahres. Das Auto war deutlich besser, die Balance hat gepasst. Wir haben gute Punkte mitgenommen und hatten Spaß. Es hat sich mal wieder gezeigt, wie wichtig ein gutes Qualifying ist. Zudem sind uns Überholmanöver gelungen, obwohl es hier schwierig ist, vorbeizukommen. Ich bin positiv gestimmt. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Ich hoffe, dass wir nächstes Wochenende auf diesem Level weitermachen können.“

Matthias Kieper (PR & Team-Management): „Wir haben über die Sommerpause den Beginn der Saison analysiert und nach Möglichkeiten gesucht, in der zweiten Saisonhälfte wieder an alte Leistungen anzuknüpfen. Das ist uns in Teilen gut gelungen. Ich bin sehr froh, dass unsere #24 ein sehr gutes Wochenende mit vielen Punkten hatte. Auch die anderen beiden Duos haben sich vom sprichwörtlichen und buchstäblichen Gegenwind nicht aus der Ruhe bringen lassen und konstante Punkteresultate erreicht. Es war das erste Mal seit unserem Einstieg ins ADAC GT Masters, dass alle drei Autos in beiden Rennen Zählbares mitgenommen haben. Das wollen wir auf dem Nürburgring wiederholen, am liebsten mit jeweils 25, 20 und 16 Punkten.“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Der Startnummer 24 scheint Zandvoort gut zu liegen. Markus und Mike waren hier schon letztes Jahr stark und in den Qualifyings waren sie dieses Jahr auch unsere schnellsten Fahrer. Sie haben die Form konserviert und bei den schwierigen Bedingungen hier an diesem Wochenende einen souveränen Job gemacht und es gut gemeistert. Für die 25 war es unerwartet schwierig. Wir hatten ein Problem mit dem Auto, das nur schwierig zu lokalisieren war. Als wir es schließlich gefunden hatten, fehlte etwas die Zeit und wir konnten nicht einfach den Schalter umlegen. Die danach konkurrenzfähigen Zeiten der beiden Fahrer stimmen uns aber positiv. Am Samstag hat ihnen leider die Durchfahrtsstrafe das Rennen ruiniert. Leider ist ein Mechaniker mit einem Fuß etwas zu früh in Richtung des Autos über die weiße Linie. Das war eine völlig unverhältnismäßige Strafe, denn es bringt keinen Wettbewerbsvorteil. Aber selbstverständlich ist es eine Regel und ein unnötiger Fehler unsererseits, den wir uns alle schlecht verzeihen können. Zu guter Letzt noch ein großes Dankeschön an Frédéric, dass er in Zandvoort bei uns eingesprungen ist, obwohl er parallel beim 24h-Rennen in Zolder am Start war. Nachts ist er dort gefahren und stand Sonntagmorgen zum Qualifying wieder bei uns. Er und Nikolaj haben gute Ergebnisse eingefahren. Nun blicken wir auf die nächste Woche und den Nürburgring. Dort lief es für uns in den letzten beiden Jahren sehr gut, wir waren im Qualifying immer unter den Top-5. Es spricht nichts dagegen, das dieses Jahr zu wiederholen.“

Foto: Gruppe C Photography

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HARTE 24 STUNDEN IN SPA-FRANCORCHAMPS: CHRISTOPHER HAASE VIERTER GESAMT & AUF PLATZ DREI DER IGTC!

Das traditionsreiche 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps ist jedes Jahr eine besondere Herausforderung: Auch wenn die Strecke deutlich kürzer und weniger extrem ist als der Nürburgring, war das Rennen in diesem Jahr hart, ja fast härter als der Klassiker in der Eifel. Mit ein Grund dafür war das Regenwetter, das die belgischen Ardennen just während des Rennens „heimsuchte“, und natürlich auch die enorm hohe Anzahl an Startern: Nicht weniger als 72 GT3-Autos gingen am Samstagnachmittag in das Rennen!

Für Audi Sport-Pilot Christopher Haase und seine Teamkollegen Markus Winkelhock und Frédéric Vervisch begann das Rennwochenende nicht ganz nach Wunsch: In den Trainings lief es nicht optimal, als Folge davon verpasste man das Top-20 „SuperPole“ Qualifying hauchdünn. So musste der Audi R8 LMS, eingesetzt vom französischen Audi Sport Team SAINTéLOC, aus der 22. Position starten: „Sicherlich war das keine wünschenswerte Ausgangsposition, aber rennentscheidend war es Gott sei Dank auch nicht“, resümierte Christopher Haase nach dem 24-Stunden-Rennen, in dem das Trio viele „Ups“ und „Downs“ erlebte: „Wir haben uns trotzdem kontinuierlich nach vorne gearbeitet und bis zur Unterbrechung mit der roten Flagge waren wir bereits wieder in der Lage um das Podium zu fahren. Die rote Flagge selbst, die das Rennen für rund sechs Stunden unterbrochen hatte, war absolut richtig, mein Dank dafür an die Rennleitung. Ich war zu diesem Zeitpunkt im Auto und wenn Du mit Regenreifen bei 110 km/h Aquaplaning hast, dann ist es definitiv zu gefährlich. Gut, dass hier auf ‚safety first‘ gesetzt wurde“, so Haase.

Am Ende war es eine unglückliche Safety-Car-Phase, die dem Audi Sport Team Saintéloc mit der Startnummer 25 die Chance auf den Sieg oder das Podium nahm: „Es waren viele Gelbphasen, aber bei einer hat das Safety-Car den Führenden nicht erwischt und so verloren wir nach dem Re-Start viel Zeit. Danach war es strategisch extrem schwierig, wir mussten alles riskieren, um in der Führungsrunde zu bleiben“, schilderte Christopher Haase, der am Ende dennoch nicht unzufrieden sein durfte: „Beste Audi-Mannschaft, Platz vier gesamt mit nur 4,4 Sekunden Rückstand auf das Podium. Außerdem Platz drei in der IGTC-Wertung – da darf man eigentlich nicht traurig sein. Großer Dank an Audi Sport, ans Team, an Winki und an Frédéric. Und Gratulation an alle, die ins Ziel gekommen sind. Das war eines der schwierigsten Rennen, das ich je gefahren bin. Jetzt freue ich mich sehr auf das nächste Rennen der IGTC im August in Suzuka, nachdem ich den Rückstand in der Fahrer-Gesamtwertung fast halbieren konnte!“

AUDI SPORT NACH DEN 24 STUNDEN SPA MIT CHRISTOPHER HAASE TABELLENVIERTER

  • Audi Sport Team Saintéloc erreicht in Spa Platz drei der Teams in der Intercontinental GT Challenge (IGTC)
  • Christopher Haase hat Abstand zur IGTC-Tabellenspitze fast halbiert
  • Acht der elf GT3-Sportwagen von Audi im Ziel

Audi Sport customer racing hat 2019 in Spa um seinen dritten 24-Stunden-Rennsieg in dieser Saison gekämpft. Am Ende eines von Wetterkapriolen geprägten Rennens, das mehrere Stunden lang wegen starken Regens unterbrochen war, bewies der Audi R8 LMS mit der über viele Runden behaupteten Führungsposition der Audi-DTM-Piloten Robin Frijns/Nico Müller/René Rast in der spannenden Schlussphase erneut seine Leistungsfähigkeit. Dennoch blieb Fahrern und Team ein Podiumsplatz in der Gesamtwertung verwehrt. Am Ende aber erreichte das Audi Sport Team Saintéloc mit dem besten Audi R8 LMS Platz drei in der Liste der nominierten IGTC-Teams und Gesamtrang vier.

„Die Spannung in der Langstreckensaison 2019 steigt“, sagt Chris Reinke. „Der Doppelsieg der Evolutionsstufe des Audi R8 LMS in Dubai im Januar und unser fünfter Sieg am Nürburgring haben gezeigt, dass unser neuer Rennwagen auf Anhieb Spitze ist. Nun ist Christopher Haase in der Intercontinental GT Challenge deutlich näher an die Tabellenspitze gerückt.“ Der Audi Sport-Pilot war als Fünfter mit 23 Punkten Rückstand nach Spa gekommen und reist als Vierter mit nur noch zwölf Zählern Abstand zum nächsten Rennen. Er erreichte mit seinen Teamkollegen Frédéric Vervisch und Markus Winkelhock im Audi R8 LMS des Audi Sport Team Saintéloc mit Platz vier das beste Gesamtergebnis für Audi Sport customer racing in Spa. Ganze 4,4 Sekunden fehlten dem Audi R8 LMS mit der Nummer 25 zu einem Podiumsergebnis. Da ein davor gewerteter Teilnehmer nicht für die IGTC eingeschrieben ist, erhielten Haase und seine Fahrerkollegen die Punkte für Rang drei. Auf dem langen Weg ins Ziel überwand das Team gleich mehrere Rückschläge. Dem Siegerteam von 2017 war es nicht gelungen, sich für das Superpole-Zeitfahren zu qualifizieren. Die drei Audi Sport-Piloten Christopher Haase, Frédéric Vervisch und Markus Winkelhock gingen von Platz 22 ins Rennen. In der siebten Stunde führte der Audi R8 LMS mit der Nummer 25 das Gesamtklassement erstmals an. Zwei Durchfahrtstrafen im Lauf der Nacht warfen die Mannschaft von Sébastien Chetail allerdings wiederholt zurück, sodass Platz vier am Ende ein versöhnliches Ergebnis war.

Bereits in der Anfangsphase zählte auch das Audi Sport Team WRT im Rekordfeld der 72 Starter zur Spitze. In der vierten und der fünften Rennstunde führten mit Robin Frijns, Nico Müller und René Rast die drei Audi-Werksfahrer aus der DTM das Feld an. Nach der Rennunterbrechung zählte das Trio erneut zur Spitze und lag in der Schlussphase rundenlang vorn. Wenige Minuten vor Rennende aber musste René Rast einem Pulk über das nasse Gras ausweichen und rutschte dabei in die Streckenbegrenzung.

Eine beachtliche Leistung gelang einem Privatfahrerteam des Belgian Audi Club Team WRT. Rik Breukers, Norman Nato und Charles Weerts freuten sich im Ziel über den zwölften Platz inmitten deutlich erfahrenerer Konkurrenten. Das Team Montaplast by Land-Motorsport war noch vor einem Jahr auf Platz drei bestes Audi-Team. In diesem Jahr musste sich die Mannschaft mit Ricardo Feller, Jamie Green und Christopher Mies nach drei Durchfahrtstrafen mit Platz 14 zufriedengeben. Das ebenfalls für die Intercontinental GT Challenge nominierte Audi Sport Team WRT mit der Nummer 2 war in diesem Jahr chancenlos. Dries Vanthoor wurde das unverschuldete Opfer eines Unfalls und erreichte mit seinen Teamkollegen Alex Riberas und Frank Stippler nach Reparaturen den 24. Platz. Die Teams Attempto Racing und Phoenix Racing bestimmten in der Anfangsphase das Tempo in der Silver-Cup-Wertung, beide Fahrerteams fielen allerdings aus. Platz fünf in dieser Klasse ging an das Belgian Audi Club Team WRT mit Shae Davies/Alex MacDowall/Paul Petit. Bestes Ergebnis von Attempto Racing war Platz 29 von Milan Dontje/Kelvin van der Linde/Clemens Schmid.

Stolz auf ihre Zielankunft waren auch die Teilnehmer unter der Bewerbung des Audi Sport R8 LMS Cup. Die vier besten Vorjahrespiloten aus dem Markenpokal von Audi Sport customer racing Asia teilten sich als Belohnung ein Cockpit in Spa. Andrew Haryanto, Jeffrey Lee, Yasser Shahin und Sun Jingzu trotzten allen Widrigkeiten und kamen auf Platz 49 ins Ziel – zwei Positionen hinter dem Privatfahrerteam Michael Blanchemain/Simon Gachet/Steven Palette/Pierre Yves Paque von Saintéloc Racing. Acht der elf gestarteten Audi R8 LMS sahen somit das Ziel.

Nach dem 24-Stunden-Rennen in Spa steht bereits in vier Wochen in Japan der vierte Lauf der Intercontinental GT Challenge an. Bei den Suzuka 10 Hours sind drei Audi R8 LMS am Start.

ERSTER SAISONSIEG IN DER BLANCPAIN GT SPRINT SERIES: CHRISTOPHER HAASE SIEGT MIT SAINTÉLOC-RACING IN ZANDVOORT!

Der Aufwärtstrend bei Audi Sport-Fahrer Christopher Haase geht weiter: Nach dem tollen dritten Platz im zweiten Rennen von Misano vor zwei Wochen konnte der Deutsche gemeinsam mit seinem französischen Teamkollegen Simon Gachet nun auch in Zandvoort aufzeigen. Bereits im Training lief es für das Duo in Diensten von SAINTéLOC Racing hervorragend und in den Qualifyings konnten die Beiden Startplatz 15 (Gachet) beziehungsweise sogar die Pole (Haase) für die Rennen holen.

„Zandvoort ist eine Strecke, die unserem Audi R8 LMS gut liegt, insofern sind wir optimistisch nach Zandvoort gekommen“, so Haase, der spätestens nach den Qualifying-Resultaten äußerst optimistisch war: „Simon hatte im ersten Quali mit Regenreifen ein bisschen Pech mit dem Verkehr, da wäre noch einiges drinnen gewesen. Bei mir lief dann alles perfekt, ich konnte unser Potential bei abtrocknenden Bedingungen voll ausschöpfen, vor allem auch deshalb, weil das Team den Verkehr super eingeschätzt und mich genau zum richtigen Zeitpunkt auf die schnelle Runde geschickt hatte. Eine Pole-Position ist natürlich immer super, vielen Dank ans Team!“ Im ersten Rennen konnten Christopher Haase und Simon Gachet dann bis in die Punkteränge – genauer gesagt bis auf Platz zehn – nach vorne fahren, eine bessere Platzierung verhinderte ein etwas unglücklicher Boxenstopp: „Das kann passieren, es geht einfach so eng zu, da entscheiden sehr oft Kleinigkeiten über drei oder vier Plätze. Simon und ich waren dennoch zufrieden, wir wussten ja, dass unsere Chancen im zweiten Lauf noch deutlich besser sind“, so Haase.

In diesem zweiten Lauf klappte bei SAINTéLOC Racing dann alles reibungslos: Ein perfekter Boxenstopp, die richtige Strategie und zwei starke Stints von Gachet beziehungsweise Haase sorgten für den ersten Saisonsieg, den sich die französische Mannschaft schon länger verdient hatte, wie Christopher Haase abschließend betont: „Wir waren in diesem Jahr schon des Öfteren drauf und dran, ganz oben auf dem Podium zu stehen, beispielsweise in Monza. Heute konnten wir endlich beweisen, dass wir es draufhaben, wenn alles zusammenpasst. Letztlich war die Pole-Position der Schlüssel zum Erfolg in diesem wirklich harten Rennen. Großer Dank an Simon, an SAINTéLOC Racing und an Audi Sport customer racing, ich bin sehr zufrieden und glücklich. Das macht Lust auf mehr, aber in solchen Momenten muss man dennoch realistisch bleiben – die Konkurrenz ist groß und hart. Dennoch ist das eine tolle Motivation für die gesamte Mannschaft, so knapp vor dem Saison-Highlight, vor den 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Wir können es jetzt kaum noch erwarten, diesen Klassiker in Angriff zu nehmen!“

AUDI SPORT GEWINNT 24 STUNDEN NÜRBURGRING ZUM FÜNFTEN MAL

  • 2012, 2014, 2015, 2017 und 2019: 45 Prozent Siegquote des Audi R8 LMS seit 2009 beim größten Langstreckenrennen der Welt
  • Audi Sport Team Phoenix siegt mit Pierre Kaffer/Frank Stippler/Dries Vanthoor/Frédéric Vervisch
  • Klassenerfolge für Kundenteams komplettieren den Auftritt der Marke

Die 47. Ausgabe der 24 Stunden auf dem Nürburgring war bis zur letzten Sekunde spannend: Nach einer turbulenten Schlussphase gewann der Audi R8 LMS mit der Startnummer 4 mit einer Runde Vorsprung im Kampf mit dem Vorjahres-Siegerteam von Porsche. Für das am Nürburgring beheimatete Audi Sport Team Phoenix war es bereits der dritte Sieg mit Audi und der fünfte in der 20-jährigen Teamgeschichte.

„Einen herzlichen Glückwunsch an die gesamte Mannschaft“, sagte Chris Reinke, Leiter von Audi Sport customer racing. „Wir haben diesmal mit einer einzigartigen Kombination ganz unterschiedlicher Faktoren gewonnen. Das Feld war nicht ganz ausgeglichen und unsere Gegner fuhren über weite Strecken bessere Rundenzeiten. Aber die fehlerfreie und starke fahrerische Leistung hat uns vor Strafen bewahrt. Die neue Evolutionsstufe des Audi R8 LMS lief perfekt und das Team von Ernst Moser hat einmal mehr gezeigt, dass es auch im internationalen Vergleich Spitze ist.“ Bereits 2012 und 2014 hatte das Team aus der Eifel sein Heimrennen mit Audi gewonnen, davor verbuchte die Mannschaft zwei weitere Siege.

Während über große Teile der Renndistanz drei Audi R8 LMS unter den besten zehn lagen, übernahm die Startnummer 4 erst in Runde 142 erstmals die Führung, als sich der lange Zeit führende Porsche eine Zeitstrafe eingehandelt hatte. Auch ein zweites Audi Sport-Team hatte dann Chancen auf den Sieg – das Audi Sport Team Land, das 2017 für Audi am Nürburgring gewonnen hat. Doch zwei Stunden vor Rennende schied der Audi R8 LMS des Teams von Wolfgang Land mit den Piloten Christopher Haase/Kelvin van der Linde/Christopher Mies/René Rast nach einem Reifenschaden aus. Somit lasteten die Hoffnungen auf den vier Audi Sport-Piloten Pierre Kaffer/Frank Stippler/Dries Vanthoor/Frédéric Vervisch, die ihre Aufgabe meisterhaft erfüllten. Für den erst 21 Jahre alten belgischen Zielfahrer Dries Vanthoor war es der erste Nürburgring-Sieg, ebenso für Pierre Kaffer, der in der Eifel aufgewachsen ist. Auch Frédéric Vervisch gewann erstmals die 24 Stunden auf dem Nürburgring. Der Belgier war im Januar in Dubai bereits am historischen ersten 24-Stunden-Sieg der neuesten Baustufe des Audi R8 LMS beteiligt. Der gebürtige Kölner Frank Stippler hat den Klassiker bereits 2012 mit Audi gewonnen. Insgesamt haben die GT3-Rennwagen von Audi Sport customer racing seit 2009 weltweit bereits 13 Gesamtsiege bei 24-Stunden-Rennen eingefahren.

Das Audi Sport Team Car Collection verlor mit Christopher Haase/Marcel Fässler/René Rast/Markus Winkelhock einen möglichen Podiumsplatz kurz vor Schluss wegen einer Zeitstrafe und erreichte Platz vier. Der private Audi R8 LMS von Phoenix Racing mit Jeroen Bleekemolen/Vincent Kolb/Kim-Luis Schramm/Frank Stippler überquerte die Ziellinie auf Platz neun. Die Gentleman-Piloten Stefan Aust/Oliver Bender/Christian Bollrath/Jean-Louis Hertenstein erreichten den beachtlichen 16. Gesamtrang mit dem Team Car Collection Motorsport.

Mehrere Audi-Kundenteams fuhren weitere Pokale am Nürburgring ein. Das Team Giti Tire Motorsport by RaceIng gewann mit Rahel Frey/Bernhard Henzel/Pavel Lefterov/Frank Schmickler im Audi R8 LMS die Klasse SP8 vor dem Audi R8 LMS GT4 des Teams Giti Tire Motorsport by WS Racing mit der asiatischen Fahrercrew Xiaole He/Fei Li/Yat Wong/Andy Yan. Das Team Bonk Motorsport erreichte Platz zwei in der Klasse SP 3T im Audi RS 3 LMS – dem besten TCR-Rennwagen in dieser Klasse. Bereits 2017 hat die Mannschaft aus Münster bei diesem Rennen zwei Podesterfolge mit diesem Modell eingefahren und 2018 ein weiteres Podium. Rang vier ging an den Audi RS 3 LMS des Teams Avia Sorg Rennsport. Somit kamen neun der zehn Rennwagen von Audi Sport customer racing ins Ziel.

ZWEIFACH-JUNIORPODIUM FÜR BWT MÜCKE MOTORSPORT AUF DEM RED BULL RING

  • Dritte Saisonstation des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring in Österreich
  • Jeffrey Schmidt fährt in beiden Rennen auf Rang drei der Juniorwertung

Am vergangenen Wochenende machte sich BWT Mücke Motorsport auf nach Österreich zur dritten Saisonstation des ADAC GT Masters. Vor mehr als 16.000 Zuschauern am Red Bull Ring in der Steiermark kämpfte das Traditionsteam um Top-Ergebnisse. Im BWT Audi R8 LMS #25 nahmen mit Jeffrey Schmidt und Christopher Haase die Stammpiloten des Teams Platz. Gleiches galt für den kfzteile24 Audi R8 LMS #24 von Mike David Ortmann und Markus Winkelhock. Nur der BWT Audi R8 LMS #26 war mit einer neuen Zusammenstellung unterwegs. Nikolaj Rogivue teilte sich sein Auto mit Routinier Frédéric Vervisch. Der Belgier vertrat Stammpilot Stefan Mücke, der parallel bereits seinen Verpflichtungen als Ford-Werkspilot in der Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans nachkommen musste.

Die Highlights des Wochenendes

Podium im Doppelpack: Für Schmidt im BWT Audi R8 LMS #25 begann das Wochenende, wie das vorherige in Most geendet hatte: mit einem Juniorpodium. Nach Startplatz 19 kämpften sich er und Teamkollege Haase im Samstagsrennen bis auf Rang neun nach vorne und sammelten wichtige Punkte für die Meisterschaft. Für das Sonntagsqualifying nahm das Team einige Veränderungen am BWT Audi R8 LMS #25 vor, die für Haase in Startplatz elf endeten. Die große Aufholjagd blieb in diesem Lauf zwar aus, dennoch überquerte Schmidt am Ende die Ziellinie auf dem zehnten Rang und sicherte sich somit seinen zweiten Besuch auf dem Juniorpodium. Nach seinen beiden dritten Plätzen am Wochenende liegt er in dieser Wertung auf dem dritten Rang in absoluter Schlagdistanz zum Führenden.

Punkte als versöhnlicher Abschluss: Für Ortmann und Winkelhock war es ein Wochenende zum Vergessen. Von der ersten Trainingssession an kämpfte das Duo mit seinem Arbeitsgerät und kam in den Qualifyings nicht über die Ränge 22 und 25 hinaus. Als im Samstagslauf schließlich eine Durchfahrtsstrafe wegen zu häufiger Übertretung der Track-Limits hinzukam – ein Problem, das auch zahlreiche Konkurrenten ereilte – waren alle Chancen auf ein gutes Ergebnis dahin. Trotzdem versuchte BWT Mücke Motorsport alles und ging beim Boxenstopp volles Risiko – erneut ohne Belohnung. Nur wenige Zehntelsekunden unterschritt der Audi R8 LMS #24 die Mindeststoppzeit, kassierte die nächste Durchfahrtsstrafe und sah die Zielflagge nur auf Rang 22. Ein Ergebnis, das es am Sonntag zu verbessern galt. Von Startplatz 25 aus jedoch eine Herkulesaufgabe, zumal Winkelhock bereits kurz nach dem Start von einem Konkurrenten gedreht und ans Ende des Feldes geschickt wurde. Der Routinier übergab Ortmann das Auto schließlich auf Platz 22, dieser fuhr als 15. über die Linie. Nicht das erhoffte Ergebnis, aber zumindest ein Punkt als versöhnlicher Abschluss.

Alte Freunde neu vereint: Da Stefan Mücke, einer der Stammpiloten des BWT Audi R8 LMS #26, am kommenden Wochenende bei den legendären 24 Stunden von Le Mans am Steuer sitzen wird und bereits an der Sarthe seinen Verpflichtungen nachkommen musste, wurde Ersatz gesucht und in Frédéric Vervisch gefunden. Der Belgier und Teamkollege Rogivue erlebten allerdings kein Wochenende nach Maß. Auch sie kämpften mit ihrem Audi, sodass die Startplätze 25 und 24 die Konsequenz waren. Wie bei ihren Teamkollegen wurde auch der Vormarsch der #26 durch die Track-Limits jäh gestoppt. In beiden Rennen wurden sie mit einer Durchfahrtsstrafe belegt und kämpften zudem mit einigen Schwierigkeiten an ihrem Audi. So kamen Vervisch und Rogivue, die sich schon 2018 ein Cockpit teilten, nicht über die Ränge 24 und 19 hinaus und blieben bei ihrer Re-Union punktelos.

Die Stimmen zum Wochenende

Frédéric Vervisch (BWT Audi R8 LMS #26): „Es war mir eine Ehre, für BWT Mücke Motorsport zu fahren. Es ist ein großes, professionelles Team, für das jeder Fahrer gerne an den Start gehen würde. Jetzt hatte ich endlich die Chance dazu. Leider war es ein schwieriges Wochenende. Das lag aber an Umständen, die wir nicht beeinflussen können. Der Motor lief nicht optimal und deswegen fehlte uns etwas die Pace. Ich habe mich darauf konzentriert, die Track-Limits einzuhalten, keine Fehler zu machen und das Auto nicht zu beschädigen.“

Nikolaj Rogivue (BWT Audi R8 LMS #26): „Beim ersten Test am Donnerstag hatten wir noch sehr viele Probleme mit Übersteuern und es war schwierig, richtig zu pushen. Wir waren von der gesamten Performance auch etwas hinter unseren Erwartungen – das Auto hat sich nicht richtig gut angefühlt. Das besserte sich am Freitag etwas. Das Auto hatte weniger Übersteuern, dafür neigte es teilweise etwas zu Untersteuern. Meine beste Quali-Runde wurde wegen Track-Limits gestrichen, somit war es Startplatz 25. Im Samstagsrennen kamen leider noch ein paar technische Schwierigkeiten hinzu, was uns Topspeed gekostet hat. Durch die Strafe wäre ein gutes Ergebnis aber ohnehin nicht möglich gewesen.“

Christopher Haase (BWT Audi R8 LMS #25): „Das Auto fühlt sich gut an und das Fahren macht Spaß. Wir haben gut gearbeitet und in den Rennen auch etwas Glück gehabt. Jeffrey ist zwei Mal aufs Junior-Podium gefahren. Die Positionen neun und zehn im Gesamtergebnis der beiden Rennen waren okay, aber nicht unser Ziel. Wir haben noch Arbeit vor uns. Deswegen bin ich nicht ganz zufrieden.“

Jeffrey Schmidt (BWT Audi R8 LMS #25): „Leider hatten wir über das gesamte Wochenende nicht die erhoffte Pace. Wir wussten, dass der Red Bull Ring eine schwierige Strecke für uns wird, aber ich hatte mir mehr als Startplatz 19 für das Samstagsrennen ausgerechnet. Wir haben uns in beiden Läufen fehlerfrei aus der Affäre gezogen, keine Strafen kassiert und das Auto heil gelassen. Dafür haben wir Punkte und zwei Juniorpodien bekommen. Besser als nichts, aber wir hatten uns mehr erhofft.“

Mike David Ortmann (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Wir haben leider schon beim Testtag am Donnerstag und in den Trainings am Freitag nicht so richtig die Pace gefunden. Im ersten Rennen gab es ein Chaos mit Track-Limits. Ich habe leider auch eine Durchfahrtsstrafe bekommen. Damit war das Rennen natürlich gelaufen. Im Sonntagsrennen hatten wir leider einen Dreher. Mit Platz 15 und einem Punkt haben wir Schadensbegrenzung betrieben. Etwas enttäuschend, dass wir nach dem tollen Wochenende in Most nicht mehr erreichen konnten.“

Markus Winkelhock (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Wir haben gewusst, dass es für uns mit dem Audi auf dem Red Bull Ring nicht leicht werden würde. Es hat uns das gesamte Wochenende etwas die Pace gefehlt, obwohl sich das Auto nicht so schlecht angefühlt hat. In meinem Qualifying war ich einfach zu langsam. Es ging nicht schneller. Entweder ist mir ein Fehler unterlaufen oder wer anders hat mich blockiert. Mike ging es am Tag zuvor ähnlich. Wir wussten, dass nicht viel nach vorne gehen würde und als schließlich die Sache mit den Track-Limits kam, war alles vorbei. Ich habe mich ziemlich darüber geärgert, aber am Ende muss man sowas einfach abhaken. Am Sonntag wurde ich zu allem Überfluss nach ein paar Runden auch noch gedreht und musste dem Feld hinterherfahren. Der Punkt am Ende ist zwar nett, aber sicher nicht unser Anspruch.“

Matthias Kieper (PR & Team-Management): „Ohne Umschweife: Wir hatten uns von diesem Wochenende mehr erwartet! Sicherlich wussten wir, dass der Red Bull Ring nicht das beste Pflaster für uns sein würde. Es kamen aber so viele unterschiedliche Dinge zusammen, dass wir das Wochenende am besten schnell abhaken. Was mich ungeachtet dessen wirklich begeistert hat, war die Motivation innerhalb des Teams. Obwohl wir nicht um Top-Ergebnisse gekämpft haben, hat niemand den Kopf in den Sand gesteckt, sondern es wurde weiterhin hochkonzentriert und professionell gearbeitet. Mit dieser Mannschaft kommen wir in Zandvoort noch stärker zurück!“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Der Red Bull Ring liegt dem Audi nicht besonders, dennoch haben wir uns bestmöglich auf das Rennwochenende vorbereitet. Bereits zu Beginn zeigte sich, dass der Rückstand etwas größer ausfiel als erwartet. Wir konnten den Rückstand im Verlauf des Wochenendes etwas verkürzen, speziell von Samstag auf Sonntag. Es war schwierig, das alles bei allen drei Autos gleich hinzubekommen. Das andere Problem waren die Track-Limits. Sie dienen dazu, dem Fahrer mehr Sicherheit zu geben. Wir haben darüber drei Mal mit der Rennleitung diskutiert und drei Mal gemeinsam andere Track-Limits festgelegt. Gleichzeitig haben wir dreimal erlebt, dass es nicht wirklich funktioniert. Das scheint also generell am Layout zu liegen. Es ist eine schwierige Situation, die man aber in den Griff bekommen muss. Das haben die einen besser, die anderen schlechter hinbekommen. Was das angeht, war das erste Rennen eine Katastrophe, das zweite war deutlich besser. Das heißt also, dass ein deutlicher Lerneffekt da war. Es war die Aufgabe für alle, sich damit zu arrangieren, was nicht heißt, dass man es gut finden musste. Mir fällt jetzt objektiv auch keine Lösung ein, aber man muss dran bleiben, um mit den Verantwortlichen zu besprechen, ob es nicht bessere Möglichkeiten gibt.“

Peter Mücke (Teamchef): „Der Start ins Wochenende verlief nicht optimal, am Ende waren wir jedoch mit dabei. Leider wurde das Rennen durch das Chaos mit den Track-Limits kaputt gemacht. Rennleitung, Fahrer, Teams – keiner hatte mehr den Durchblick. Damit will ich sagen, dass ich nicht die Rennleitung verantwortlich mache, sondern man muss darüber nachdenken, wie man das in Zukunft für alle Beteiligten anders lösen kann. Ich bin hier vor fünf Wochen selbst gefahren ohne Track-Limits. Es passiert nichts, nur weil man mal einen Fehler macht und ein bisschen weiter rauskommt. Deswegen frage ich mich, warum es sie überhaupt gibt.“

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SIEG UND PODIUM IN DER JUNIORWERTUNG FÜR BWT MÜCKE MOTORSPORT IN MOST

  • Mike David Ortmann und Jeffrey Schmidt feiern Sieg und Podium in der Juniorwertung
  • Robust und zuverlässig: Vier Saisonrennen, vier Mal alle Audi R8 LMS des Teams im Ziel
  • Peter Mücke: „Die Fahrer dieser Serie vergessen zwischenzeitlich, dass das ADAC GT Masters eigentlich ein hohes Niveau hat. So kommt es immer wieder zu Berührungen und Schäden, die am Ende die Teams tragen müssen.“

Zum zweiten Mal in der Geschichte des ADAC GT Masters machte sich der Tross auf ins tschechische Most. Mit an Bord selbstverständlich BWT Mücke Motorsport, die mit ganz besonderen Erinnerungen zum Autodrom reisten. An gleicher Stelle feierte das Team vor einem Jahr die erste Pole Position und den ersten Sieg im Audi R8 LMS seit dem Einstieg in die ‚Liga der Supersportwagen.‘ Diese Erfolge wollte das Traditionsteam aus Berlin auf der rund 90 Kilometer nordwestlich von Prag gelegenen Rennstrecke wiederholen. Möglich machen sollten es die drei Duos Nikolaj Rogivue / Stefan Mücke im BWT Audi R8 LMS #26, Jeffrey Schmidt / Christopher Haase im BWT Audi R8 LMS #25 sowie Mike David Ortmann / Markus Winkelhock im kfzteile24 Audi R8 LMS #24.

Die Highlights des Wochenendes

Der erste Sieg: Jubel, Freude und Champagner am Sonntag für Ortmann und das gesamte BWT Mücke Motorsport-Team. Mit Gesamtrang fünf für das Duo Ortmann/Winkelhock im kfzteile24 Audi R8 LMS #24 war der erste Juniorsieg der Saison für Ortmann eingetütet. Zuvor war Winkelhock im Qualifying als zweitbester Audi des gesamten Feldes auf Rang neun gefahren, hatte sich am Start gleich ein paar Positionen nach vorne geschoben und vor dem Boxenstopp sogar die ersten Führungskilometer für BWT Mücke Motorsport in der Saison 2019 gesammelt. Nach dem Fahrerwechsel tat Ortmann es ihm gleich. Er überholte auf der engen Strecke in Most einen Konkurrenten und überquerte schließlich in den Top-5 die Ziellinie. Bereits am Samstag hatten Winkelhock und Ortmann für Zählbares gesorgt. Von Platz 13 gestartet, gab sich Ortmann keine Blöße und manövrierte den Audi ohne Probleme durch das Chaos der ersten Kurven. Zur Begeisterung des Teams fand er sich auf Rang sieben wieder und hielt diese Position ohne Schwierigkeiten. Ein früher Stopp sollte das Duo noch weiter nach vorne spülen, das Gegenteil war jedoch der Fall. So überquerte Winkelhock die Ziellinie schließlich auf Rang acht und Ortmann schrammte damit bereits am Samstag nur hauchdünn am Juniorpodium für Ortmann vorbei.

Podium zum Abschluss: Das Beste kommt zum Schluss und das war Champagner für Schmidt im BWT Audi R8 LMS #25. Der Schweizer durfte sich im Sonntagsrennen über Platz drei in der Juniorwertung freuen! Zuvor hatten er und Haase eine spannende Aufholjagd durch das Feld von Rang 19 bis auf Platz neun gezeigt. Am Samstag war ihnen zunächst ein ähnlicher Husarenritt gelungen. Vorher bekam Schmidt erneut zu spüren, wie unglaublich eng es im ADAC GT Masters zugeht. Lediglich acht Zehntelsekunden fehlten dem Schweizer im Qualifying zur Spitze – Konsequenz war Startplatz 22. Von dort bewies er eine super Reaktion, als er dem Durcheinander in der ersten Kurve über den Notausgang auswich. Sofort ließ er sich wieder ein paar Positionen zurückfallen und das Team erhielt die Bestätigung von der Rennleitung, dass keine weiteren Positionswechsel mehr erforderlich wären. Haase kam nach dem Fahrerwechsel auf Rang zwölf zurück auf die Strecke und Punkte waren greifbar, als ihn ein Konkurrent von hinten traf und drehte. Eine nachträglich ausgesprochene und für das Team nur schwierig nachzuvollziehende Durchfahrtsstrafe für das Abkürzen der ersten Kurve nach dem Start vollendete das schwierige Rennen für die #25 mit einem ernüchternden 26. Gesamtrang.

Aufholjagd hoch zwei: Für den BWT Audi R8 LMS #26 war das Wochenende eines zum Vergessen. Während die Trainings vielversprechend verliefen, bekam Rogivue im Qualifying keine freie Runde, was in Startplatz 21 resultierte. Im Rennen kämpften sich der Schweizer und Stefan Mücke bis auf Rang zwölf nach vorne. Am Sonntag stellte Mücke den Audi R8 LMS auf Startplatz 13 und kam am Start direkt nach vorne. Die Freude darüber währte jedoch nur kurz, denn er bekam einen Schlag von hinten und wurde ins Kiesbett geschoben. Während sich Mücke und Rogivue stetig nach vorne kämpften, erhielt der Konkurrent später eine Durchfahrtsstrafe. Für ihren starken Kampf zurück durchs Feld wurden die beiden allerdings nicht belohnt. Als 16. schrammten sie nur eine Position an den Punkten vorbei. Ungeachtet dessen konnte sich das Team freuen, denn in allen vier bisherigen Saisonrennen sahen die drei Audi R8 LMS der Mannschaft die karierte Flagge.

Die Stimmen zum Wochenende

Stefan Mücke (BWT Audi R8 LMS #26): „Am Samstag sind wir von relativ weit hinten noch gut nach vorne gekommen. Im Qualifying am Sonntag war das Auto gut, aber wir haben mit nur einer schnellen Runde das Potential nicht ganz ausgeschöpft. Nach dem Start waren wir schon unter den Top-10. Leider war unser Auto nach einer Kollision in der Startphase beschädigt. Im Laufe des Rennens wurden wir von einem Konkurrenten gedreht. Das hat uns ein gutes Punkteresultat gekostet. Positiv können wir nur vermerken, dass wir an diesem Wochenende viel gelernt haben.“

Nikolaj Rogivue (BWT Audi R8 LMS #26): „Das Wochenende hat für uns recht gut angefangen, als wir in den Trainingssessions am Donnerstag im Regen vorne dabei waren. Als es trocken und stetig wärmer wurde, haben wir uns zunächst etwas schwer getan. Zum Qualifying hin wurde das noch besser und ich hätte sogar um einen Platz in den Top-10 kämpfen können, wäre ich nicht von einem Konkurrenten geblockt worden. Er hat für seine schnelle Runde so stark abgebremst, dass er fast an meiner Stoßstange klebte. Damit war meine Runde hin und nur Startplatz 21 das Resultat. Trotzdem haben wir uns im Rennen gut nach vorne gearbeitet und tolle Überholmanöver gezeigt.“

Christopher Haase (BWT Audi R8 LMS #25): „Es war auf jeden Fall ein durchwachsenes Wochenende. Wir müssen an unserer Qualifying-Performance arbeiten. Wir haben insgesamt ein starkes Auto. Die Strategie im ersten Rennen war nicht schlecht, im zweiten Rennen war sie ideal. Es freut mich, dass es Jeffrey im zweiten Rennen aufs Junior-Podium geschafft hat. Wir wollen uns aber steigern.“

Jeffrey Schmidt (BWT Audi R8 LMS #25): „Für das Qualifying am Samstag haben wir das Auto leider nicht ins optimale Arbeitsfenster für die Reifen bekommen. Das ADAC GT Masters ist so eng zusammen, dass es am Ende nur Startplatz 22 war – drei Zehntel haben zu einem Top-10-Platz gefehlt. Im Rennen musste ich durch eine Abkürzung in Kurve 1 der Kollision am Start ausweichen. Ich habe mich sofort wieder ein paar Positionen zurückfallen lassen und die Rennleitung meinte, dass es so in Ordnung wäre. Als wir nach dem Rennen genau wegen dieser Sache mit einer nachträglichen Durchfahrtsstrafe belegt wurden, war ich doch mehr als überrascht. Am Ende war es ohnehin irrelevant, da uns ein Top-10-Ergebnis schon zuvor durch eine unverschuldete Kollision zerstört wurde.“

Mike David Ortmann (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Ich freue mich sehr über den Sieg in der Juniorwertung und Rang fünf im Gesamtklassement. Das Rennen hat wirklich Spaß gemacht und ich konnte sogar einen Konkurrenten überholen. Der Sieg war wichtig für die Gesamtwertung, nur schade, dass wir am Samstag um eine Position am Juniorpodium vorbeigeschrammt sind. Ich war mit meiner Ausgangsposition für das Samstagsrennen recht zufrieden. Es gab ein kleines Missverständnis, weshalb ich ein bisschen verloren habe. Ein Zehntel bedeutet auf dieser Stecke schnell sechs bis sieben Positionen. Am Start bin ich gut weggekommen und habe nur im Rückspiegel gesehen, dass ein Auto total überschossen hatte. Ich war froh, aus den ersten Kurven raus zu sein und sogar sechs Plätze gutgemacht zu haben. Im Rennen gab es weder nach vorne noch nach hinten viel auszurichten, deshalb haben wir es taktisch versucht.“

Markus Winkelhock (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Das Wochenende war toll. Am Samstag sind wir Achte geworden, am Sonntag sogar Fünfte. Wir haben also einige Punkte mitgenommen, was ein kleines Erfolgserlebnis ist für das Team. Wir haben das Auto über das Wochenende hinweg konstant weiterentwickelt. Mike ist in den Qualifyings und Rennen schnell und fehlerlos gefahren. Großes Lob an ihn. Ich hoffe, dass wir den Schwung mit nach Spielberg nehmen können.“

Matthias Kieper (PR & Team-Management): „Natürlich ist das gesamte Team mit den Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr angereist. Wir haben die Pole Position und den ersten Sieg im Audi R8 LMS eingefahren und das bleibt natürlich hängen. Schon zu Beginn des Wochenendes hat sich abgezeichnet, dass es schwierig wird, an diese Leistungen anzuknüpfen. Umso größer war die Freude, als wir alle gemeinsam den Sieg und Rang drei in der Juniorwertung feiern konnten. Auf diese positive Stimmung müssen wir aufbauen, wenn es jetzt an den Red Bull Ring geht.“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Wenn man sich die Rennen in Oschersleben und Most ansieht, gehören wir immer mit mindestens einem Auto zu den Top-5 im Feld. Wir haben also ein gutes Paket, was die Rennpace angeht. Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass sich das nicht immer von einem Tag auf den anderen übertragen lässt – Beispiel Temperatursprünge oder Asphalt. Und wir müssen sehen, wo der Schwachpunkt Qualifying herkommt. Die Leistung schwankte nicht nur bei uns, sondern auch bei den anderen Audis im Feld. Die Strafe gegen Jeffrey in unserer Nummer 25 fand ich mehr als unglücklich. Als er den Notausgang genommen hatte, fragte er sofort per Funk nach, wie weit er sich wieder zurückfallen lassen müsse. Wir standen in ständigem Kontakt mit der Rennleitung, die uns schließlich mitteilte, wir sollen die aktuelle Position halten. Damit war für uns der Fall erledigt – dachten wir zumindest, bis die Strafe kam. Ein weiterer Punkt, der immer wieder diskutiert wird, ist die Balance of Performance. Sie ist insgesamt ausgewogen, lediglich bei der Einstufung der Corvette besteht Handlungsbedarf. Es muss ein effektiver Weg zur Chancengleichheit gefunden werden, denn aktuell ist der Leistungsvorteil noch deutlicher als im vergangenen Jahr.“

Peter Mücke (Teamchef): „Wir haben hart gearbeitet, denn wir waren nicht immer zufrieden. Letzten Endes waren wir bei der Musik und daher war es ein versöhnlicher Abschluss. Dennoch haben wir noch Verbesserungspotential. Leider haben wir in Most einmal mehr gesehen, dass die Corvette in der BoP nicht vernünftig eingestuft ist. Solange das nicht passiert, wird es nie ein vollkommen ausgeglichenes Feld geben. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Fahrer dieser Serie zwischenzeitlich vergessen, dass das ADAC GT Masters eigentlich ein hohes Niveau hat. So kommt es immer wieder zu Berührungen und Schäden, die am Ende die Teams tragen müssen. Das würde sich vermutlich nur ändern, wenn die Fahrer selbst die Schäden tragen müssten.“

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