CHRISTOPHER HAASE AMBASSADOR FÜR P1 ADVANCED RACEWEAR

Es wartet also viel Arbeit auf Christopher Haase, der sich in diesem Zusammenhang ganz besonders über einen neuen persönlichen Partner freut: „P1 Advanced Racewear unterstützt mich ab sofort, beziehungsweise werde ich für P1 als Ambassador unterwegs sein! Bei den vielen Rennen in dieser Saison ist es enorm wichtig, dass ich mich auf stets auf mein perfektes persönliches Equipment verlassen kann, dank P1 Advanced Racewaear ist das sichergestellt!“

VIEL PECH ZU BEGINN EINER ARBEITSREICHEN RENNSAISON: REIFENSCHADEN BREMST CHRISTOPHER HAASE AUF DEM WEG ZUM SIEG

Schon die beiden IGTC („Intercontinental GT Challenge“) Rennen zu Beginn des Jahres brachten Christopher Haase kein Glück. Der erste Lauf fand Anfang Februar im australischen Bathurst statt, der zweite Lauf ging in den USA, genauer gesagt in Laguna Seca, über die Bühne. Im belgischen Audi Sport Team WRT und mit Dries Vanthoor sowie Frédéric Vervisch als Fahrer-Kollegen lief es dort zwar besser als in Australien (Platz 13), dennoch verpassten die drei Audi Sport-Fahrer das Podium ganz knapp und mussten mit Platz vier Vorlieb nehmen. Nun war der Audi-Pilot am vergangenen Wochenende beim Auftakt der Blancpain Endurance Series in Monza am Start – die er in diesem Jahr, wie auch die Blancpain Sprint Series, erneut im Team von SAINTéLOC Racing bestreitet.

Die Sprintrennen teilt er sich dabei mit dem Franzosen Simon Gachet, bei den Langstreckenrennen ist Haase mit Gachet und einem weiteren Franzosen, Steven Palette, am Start. Das Team setzt dabei auf den neuen Audi R8 LMS, von dem sich Christopher Haase in Monza begeistert zeigte: „Wenn die Gentleman-Racer mit einem Grinsen aus dem Auto steigen, dann sagt das einiges aus. Unser Schwesterauto holte auch gleich Platz zwei in der Klasse, das passt also sehr gut!“

Das erste Blancpain Endurance-Rennen wurde für Christopher Haase dennoch eine herbe Enttäuschung. Training und Qualifying liefen perfekt, bei nicht weniger als 48 Autos stand das Trio auf Startplatz 13, und auch das Rennen entwickelte sich die längste Zeit genau nach dem Geschmack des SAINTéLOC Racing Teams. „Simon hat einen grandiosen Job gemacht und bei irren Bedingungen die Startphase bravourös gemeistert. Es hat extrem stark geregnet, auf den langen Geraden konnte man fast nichts sehen. Die Gischt bleibt dort zwischen den Bäumen stehen. Auf Platz neun kam dann der Wechsel zu Steven – und auch der lieferte eine sensationelle Leistung ab. Er übernahm die Führung, und das in seinem allerersten GT3- Rennen“, war Haase voll des Lobes für seine beiden Teamkollegen. Er selbst übernahm das Auto für den Schluss-Stint, in dem eine Safety-Car-Phase für den entscheidenden Vorsprung sorgte: „Wir hatten dadurch einen Vorsprung auf unsere Verfolger und auch wenn der Zweitplatzierte etwas schneller war, hätte es für den Sieg gereicht. Doch dann hatte ich fünf Runden vor Schluss einen platten Reifen, was einen Boxenstopp notwendig machte und uns auf Platz 15 zurückwarf.“

Verständlich, dass Christopher Haase nach diesem Renn-Ausgang äußerst enttäuscht war: „Das ist wirklich nur schwer zu akzeptieren. Wir hätten diesen Sieg absolut verdient gehabt, vor allem meine Teamkollegen und die Mannschaft von SAINTéLOC Racing. Die Jungs sind perfekt gefahren und das Team arbeitet extrem hart, jedes Wochenende aufs Neue. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und beim nächsten Rennen versuchen, diese Leistung wieder abzurufen!

TOP-TEN-RESULTATE FÜR AUDI SPORT IN KALIFORNIEN

  • Evolutionsstufe des Audi R8 LMS feiert gelungene Intercontinental-GT-Challenge-Premiere
  • Plätze vier und sieben für Audi Sport customer racing bei den California 8 Hours

Nach zwei Siegen in Folge bei den California 8 Hours gelangen Audi Sport customer racing im amerikanischen Laguna Seca ein vierter sowie ein siebter Platz und damit ein erfolgreicher Einstand der 2019er-Version des GT3-Sportwagens Audi R8 LMS in der Serie.

Mit acht eingeschriebenen Automarken ist die dritte Saison in der Intercontinental GT Challenge (IGTC) so hart umkämpft wie noch nie. Beim zweiten von fünf Läufen in der weltweit prestigeträchtigsten GT3-Rennserie fuhr der Audi R8 LMS #10 vom Audi Sport Team WRT mit dem Fahrertrio Christopher Haase (D), Dries Vanthoor (B) und Frédéric Vervisch (B) auf den vierten Platz. Der Rückstand auf den Sieger betrug nach acht Stunden lediglich 58 Sekunden, das Podium wurde nur knapp verpasst.

Das Schwesterauto mit der #29 vom Audi Sport Team Land hatte auf Rang sieben mit der Fahrerbesetzung Kelvin van der Linde (ZA), Christopher Mies (D) und Markus Winkelhock (D) eine Runde Rückstand. Das Ende des Rennens erlebte Markus Winkelhock diesmal im Team-Truck. Der Deutsche musste aufgrund einer Grippe kurz nach Rennhalbzeit auf Weisung des Streckenarztes aufgeben, die Rennleitung erlaubte seinen beiden Teamkollegen, die Fahrzeit von Winkelhock zu übernehmen.

Während der gesamten Renndistanz lieferte sich das hochkarätige Feld einen engen Schlagabtausch – sechs der acht Marken fuhren in die Top Ten. Bemerkenswert für ein Langstreckenrennen: Es gab während der acht Stunden keine einzige Gelbphase.

„Wir haben heute bestätigt bekommen, zu was für einer hart umkämpften Rennserie die Intercontinental GT Challenge geworden ist“, sagte Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Über die volle Renndistanz hat sich das gesamte Feld enge Fights geliefert. Raum für Fehler ist da keiner mehr. Schade, dass wir nach zwei Siegen 2017 und 2018 hier in Laguna Seca diesmal ohne einen Pokal abreisen. Heute haben Kleinigkeiten entschieden. Danke an unsere sechs Fahrer und die beiden Teams, die allesamt einen guten Job gemacht haben. Jetzt schauen wir nach vorn und freuen uns auf die beiden anstehenden 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und in Spa.“

In der Intercontinental GT Challenge geht es Ende Juli mit dem dritten Lauf, den traditionsreichen 24 Stunden von Spa-Francorchamps, weiter. Nach dem Rennen in Belgien folgen noch Läufe in Japan (Suzuka) und Kyalami (Südafrika). Audi ist in der IGTC Titelverteidiger in der Markenwertung und nach drei Jahren mit fünf von sechs möglichen Titeln die erfolgreichste Marke.

SIEG BEIM 24-STUNDEN-RENNEN VON DUBAI: CHRISTOPHER HAASE MIT PERFEKTEM SAISON-AUFTAKT!

Für Christopher Haase begann die Saison 2019 in Dubai. Im Team „Car Collection Motorsport“ teilte er sich einen Audi R8 LMS der neuesten Evolutionsstufe mit dem starken Fahrer-Line-Up Frédéric Vervisch, Rik Breukers und Dimitri Parhofer. Die erfahrene Mannschaft arbeitete im freien Training an der Abstimmung, wie Christopher Haase berichtet: „Wir mussten noch einige Aufgaben lösen, konnten uns danach aber sofort auf das Set-Up unter Rennbedingungen konzentrieren.“

Erster Fahrer im Qualifying war der schnelle holländische Junior Breukers. Haase übernahm den Audi R8 LMS 2019 mit der Startnummer 88 und eroberte die zweite Startposition. „Erik ist ein echtes Talent und hat sich toll geschlagen, ich selbst war danach mit meiner Leistung sehr zufrieden – bester Audi-Pilot und nur ganz knapp hinter der Pole-Position, das war eine optimale Ausgangsposition für das Rennen sowie der Beweis dafür, wie gut unser neues Evo- Paket funktioniert!“

Christopher Haase, Startfahrer in der # 88, verlor zu Beginn zwar eine Position und fiel auf Rang drei zurück, konnte dann aber schnell wieder aufholen: „Anfangs ging es wirklich eng zur Sache, aber es hat nicht lange gedauert, bis ich die Führung übernehmen konnte. Die Position an der Spitze haben wir dann während des gesamten Rennens praktisch nicht mehr abgegeben, das war eine wirklich herausragende Leistung von allen Beteiligten“, freute sich Christopher Haase auch nach dem Sieg über den gelungenen Saison-Auftakt. „Unsere Abstimmungsarbeit war mehr als gelungen, das Auto fuhr im Rennen einfach super, was unter anderem die schnellste Rennrunde beweist, die Frédéric erzielen konnte. Car Collection Motorsport hat wie schon bei unserem zweiten Platz in Abu Dhabi auch in Dubai einen perfekten Job abgeliefert. Vor allem strategisch war es mit den vielen Code-60-Phasen nicht einfach, im Gegenteil, es war noch viel schwieriger, hier den Sieg einzufahren. Die Konkurrenz war größer und das Rennen härter, umso mehr hat sich jeder Einzelne im Team über den großen Erfolg gefreut. Natürlich hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück, aber das gehört bei einem Langstreckenrennen einfach dazu. Dass unser Schwester-Audi vom Team WRT auf Platz zwei fuhr und Audi Sport einen Doppelsieg feiern konnte, das macht das Ganze natürlich noch schöner. Gratulation an die Kollegen und an Audi, besser kann das Jahr gar nicht beginnen!“

VOLLES PROGRAMM ZUM SAISON-BEGINN 2019: CHRISTOPHER HAASE STARTET IN DUBAI, DAYTONA UND BATHURST!

Erst vor wenigen Wochen debütierte Christopher Haase mit Bravour in den Häuserschluchten von Macau, beim GT-Weltfinale belegte er den ausgezeichneten sechsten Gesamtrang. Jetzt, nur wenige Tage nach dem Jahreswechsel, ist er schon wieder am Steuer des Audi R8 LMS Evo anzutreffen: Beim traditionellen „Roar before the Rolex 24“ Test in Daytona arbeitet er gemeinsam mit seinen Teamkollegen Parker Chase, Ryan Dalziel und Ezequiel Perez-Companc am optimalen Set-Up für das traditionsreiche 24-Stunden-Rennen, das am 26. und 27. Jänner über die Bühne geht und das er für die Mannschaft von „Starworks Motorsport“ bestreiten wird. „Das 24-Stunden-Rennen von Daytona ist wirklich prestigeträchtig, fünf Mal bin ich dort bereits gestartet. Zwei Mal war ich auch wirklich gut dabei, am Ende hat allerdings bislang das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Jeder GT-Fahrer möchte einmal in Daytona gewinnen, das gilt natürlich auch für mich. Die Evo-Version unseres Audi R8 LMS ist jedenfalls perfekt gelungen und wer weiß, vielleicht klappt es dieses Jahr und wir bekommen die Chance um den Sieg mitzufahren!“

Verschnaufpause zwischen Testfahrten und Renneinsatz in Daytona gibt es für Christopher Haase allerdings keine: Denn bereits am 11. Jänner beginnt seine Rennsaison hochoffiziell mit dem ersten Event – genauer gesagt mit dem 24-Stunden-Rennen von Dubai, das zur Creventic-Serie zählt und bei dem Haase für das Team „Car Collection Motorsport“ an den Start geht. Seine Mitstreiter dort sind Frédéric Vervisch, Rik Breukers sowie Dimitri Parhofer, und wie in Daytona kennt Haase auch das Rennen von Dubai bereits recht gut: „Dieser Event hat einen ganz eigenen, einzigartigen Charakter. Wir starten dort mit vielen kleineren Fahrzeug-Klassen gemeinsam, der Verkehr mit großen Geschwindigkeitsunterschieden ist äußerst herausfordernd. Das kenne ich zwar gut von der Nordschleife, aber dort ist die Strecke viel länger, in Dubai ist man also noch viel mehr mit Überrundungen beschäftigt. Zudem gibt’s dort natürlich auch starke Gegner in unserer Klasse, es wird also gleich zu Beginn eine große Herausforderung!“

Und da aller guten Dinge bekanntlich deren drei sind, geht es für Christopher Haase nach dem Rennen in Daytona auf direktem Weg „Down Under“. Im australischen Bathurst findet vom 31. Jänner bis zum 03. Februar das legendäre 12-Stunden-Rennen statt – und auch dort hat Haase noch eine Rechnung offen: „Im Vorjahr hatten wir das Zeug zum Sieg, es sah lange Zeit sehr gut aus. Dann wurden wir aber kurz vor dem Ziel durch einen Technik-Defekt aus dem Rennen geworfen, das würden wir dieses Jahr gerne anders haben.“ Die Voraussetzungen dafür könnten jedenfalls nicht besser sein, an Christopher Haases Seite kämpfen im Audi R8 LMS Evo des „Audi Sport Team Valvoline“ nämlich Christopher Mies und Markus Winkelhock. „Ich freue mich sehr auf Bathurst, die Strecke und das Rennen sind unglaublich“, so Haase abschließend.

GUTER SAISON-ABSCHLUSS BEI DER PREMIERE IN MACAU CHRISTOPHER HAASE BEIM FIA GT-WELTCUP AUF PLATZ SECHS!

Es gehört zu den berühmtesten und berüchtigtsten Rennen der Welt: Der Stadt-Grand-Prix in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau, rund 50 Kilometer westlich von Hong Kong gelegen, ist eine Mischung aus Monaco und Singapur, die Strecke selbst eine einzige Mutprobe und viel schneller als der noch bekanntere Kurs von Monte Carlo. Für Christopher Haase war es die Premiere – und die hat er sowohl im Qualifikationsrennen am Samstag als auch im Hauptrennen am Sonntag mit Bravour bestanden!

Schon die Vorbereitung lief ausgezeichnet: Neben viel Simulator-Zeit war die Zusammenarbeit mit dem Audi Sport Team Rutronik sehr gut: Beim Besuch im Workshop verstand man sich bestens, die ausführliche Video-Analyse lieferte zusätzlichen, wichtigen Input für den Piloten. Mit entsprechend gutem Gefühl ging Christopher Haase in die zwei 30-minütigen freien Trainings, wobei er vor allem im ersten aufzeigen konnte: „Von 15 Pro-Autos konnte ich mich auf Rang drei klassieren, davon war ich fast überrascht“, so Haase, der im zweiten Training, an dessen Ende er auf Rang sieben lag, allerdings ‚Bekanntschaft‘ mit den Reifenstapeln von Macau machen musste: „Letzte Runde, letzte Kurve, aber als Macau-Neuling kommt man offensichtlich nicht um diese Erfahrung herum. Danke an dieser Stelle an Audi Sport und an das Audi Sport Team Rutronik, alle haben an einem Strang gezogen, um den Audi R8 LMS rechtzeitig für das Qualifying flott zu bekommen.“

DNach Platz acht im Qualifying – damit zweitbester Audi-Pilot direkt hinter Robin Frijns – war für Christopher Haase klar, dass zwei schwierige Rennen auf ihn warten würden: „Der Speed war okay, aber wir wussten, dass ein Podiumsplatz nur mit etwas Glück möglich ist.“ Im Quali-Rennen hatten die Audi-Piloten dann bereits direkt am Beginn des Rennens Glück, nicht in den Abflug eines Mitbewerbers in der Vollgas-Passage ‚Mandarin‘ verwickelt zu werden: „Dort kommen wir mit 265 km/h an, Gott sei Dank ist keinem was passiert“, so Haase, der nach der kurzen Safety-Car-Phase seine Position halten und auf Platz sieben ins Ziel fahren konnte. Das war gleichzeitig auch die Startposition für das Hauptrennen, das extrem anstrengend war: „Wir hatten auf dem knapp sieben Kilometer langen Kurs keine einzige Safety-Car-Phase, bei der Luftfeuchtigkeit und den Temperaturen in Macau werden 18 Runden ganz schön lang. Wenigstens konnte ich mich auf Rang sechs verbessern, wir waren ein wenig schneller als am Vortag. An einen Angriff nach vorne war aber leider auch am Sonntag nicht zu denken. Dennoch, mit zwei fehlerlosen Rennen und zwei Mal zweitbester Audi-Pilot zu sein, damit bin ich sehr zufrieden. Es war toll, mit Fabian Plentz und dem Audi Sport Team Rutronik zu arbeiten, vielen herzlichen Dank für die Unterstützung – nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder in Macau dabei sein!“

TRIUMPH BEI DER INTERCONTINENTAL GT CHALLENGE IN LAGUNA SECA CHRISTOPHER HAASE HOLT POLE, SIEG, VIZE- UND HERSTELLER-TITEL!

Schon im Vorjahr war der Finallauf der „Intercontinental GT Challenge“ für Christopher Haase perfekt verlaufen – bis sein Audi R8 LMS in Führung liegend von einem Mitbewerber berührt wurde: Statt Siegesjubel gab es damals verhaltene Freude über den zweiten Platz. In diesem Jahr kehrte Haase gemeinsam mit dem Audi Sport Team Land und seinen Teamkollegen Christopher Mies und Kelvin van der Linde nach Laguna Seca zurück, um mit etwas mehr Fortune den verpassten Sieg von 2017 nachzuholen.

Keine leichte Aufgabe, denn die Konkurrenz war stark. Trotzdem zeichnete sich von Beginn an ab, dass für Christopher Haase und seine Teamkollegen eine Spitzenplatzierung in Reichweite lag: „Wir haben sehr viel Detailarbeit geleistet, um ein perfektes Set-Up für Quali und Rennen hinzubekommen“, so Haase. Dass dieser Plan aufgeht, war spätestens nach dem samstäglichen Qualifying klar, in dem Christopher Haase die Pole-Position eroberte: „Eine knappe Geschichte, aber umso schöner, dass ich wie schon im Vorjahr auch dieses Mal die schnellste Quali-Runde fahren konnte!“

Das Rennen selbst startete für den Audi R8 LMS mit der Nummer 29 allerdings nicht besonders vielversprechend: Schon in der Anfangsphase des achtstündigen Marathons wurden von der Rennleitung zwei Drive-Through Strafen gegen das Team ausgesprochen, zwischenzeitlich lag das Trio Haase/Mies/van der Linde eine Runde hinter dem Führenden. „Unser Audi Sport Team Land war strategisch absolut perfekt aufgestellt“, so Christopher Haase, „nach den anfänglichen Problemen kamen wir mit jeder Gelbphase näher an die Spitze, in der letzten Phase des Rennens hatten wir uns dadurch sogar einen kleinen Vorteil verschafft.“

So kam es, dass das Team in den letzten zwei Stints bereits vor dem Schwesterauto des Audi Sport Team WRT in Führung lag – und letztendlich den angestrebten Sieg nach Hause fahren konnte. „Mental war’s dieses Mal wirklich hart, vor allem nach den anfänglichen Rückschlägen. Zudem ist Laguna Seca eine schwierige Rennstrecke, auf der es keine Zeit zum Entspannen gibt. Dementsprechend glücklich bin ich, dass wir dieses prestigeträchtige Rennen gewinnen konnten! Zusätzlich zum Doppelsieg bedeutete das für Audi den dritten IGTC-Hersteller-Titel in Folge und für mich den Vize-Titel in der Fahrerwertung. Da trauere ich jetzt den verlorenen Punkten von Bathurst natürlich ein wenig nach, andererseits ist ein zweiter Gesamtrang toll“, so ein glücklicher Christopher Haase, der das Jahr mit dem legendären Stadtrennen in Macao beschließt.

JUNIOR-PODIUM FÜR BWT MÜCKE MOTORSPORT BEIM ADAC GT MASTERS-FINALE

  • Top-7: Letztes von sieben Rennwochenenden des ADAC GT Masters auf dem Hockenheimring
  • Top-2: Feller und Haase mit Platz zwei auf dem Junior-Podiums
  • Top-5: BWT Mücke Motorsport erreicht Rang fünf in der Teamwertung

Die Highlights des Wochenendes

Podium zum Finale: Es war das Rennen von Feller und Haase. Schon im Qualifying zum Samstagslauf legte Feller mit Startplatz fünf den Grundstein für ein starkes Ergebnis. Am Start arbeitete er sich mit einem starken Manöver sogar auf Rang vier nach vorne, bevor er das Auto an Haase übergab. Der lieferte sich bis zur Ziellinie einen spektakulären und zu jeder Zeit fairen Dreikampf um das Podium, der seinesgleichen suchte. Schließlich steckte Haase zurück, da sich seine beiden Konkurrenten mitten im Meisterschaftskampf befanden. Neben Rang fünf im Gesamtklassement kam Platz zwei bei den Junioren und damit das insgesamt fünfte Podium in der Kategorie für Nachwuchspiloten heraus. Mit insgesamt 125 Punkten landete Feller in dieser Wertung als bester BWT Mücke Motorsport-Pilot auf Rang vier. Mit etwas mehr Glück am Sonntag wäre sogar noch Rang drei möglich gewesen. Auf abtrocknender Strecke war im Qualifying das Timing entscheidend. Haase setzte zwischendurch Bestzeiten, hatte das Potenzial für die Spitze, musste sich am Ende jedoch mit Startplatz 26 zufriedengeben. Von dort aus begannen er und Feller die Aufholjagd schlechthin. Bis zur Ziellinie machte das Duo beeindruckende 14 Positionen im engen Feld des ADAC GT Masters gut und blieb knapp hinter den Punkten zurück.

One Team: Mit Startplatz sechs standen die Chancen auf ein Top-Ergebnis im ersten Lauf des Wochenendes gut für den kfzteile24 Audi R8 LMS #24. Doch auch ein guter Start half Ortmann nichts, als er bereits in der zweiten Kurve mehr als unsanft aus dem Rennen geworfen wurde. Sofort war klar: Sollte ein Re-Start am Sonntag möglich sein, dann nur verbunden mit einer Nachtschicht. Dass die Nummer 24 am Sonntag tatsächlich wieder in der Startaufstellung stand, war zum einen dem unermüdlichen Einsatz der BWT Mücke Motorsport Mechaniker zu verdanken, die bis 1 Uhr nachts das Auto wieder fit machten. Zum anderen wäre das ohne die Hilfe von GRT Grasser Racing nicht möglich gewesen. Die Mannschaft aus Österreich half beim Schweißen des Audi R8 LMS. Diesen Freundschaftsdienst hatte Grasser dem Berliner Traditionsrennstall bereits am Nürburgring 2017 erwiesen. Winkelhock und Ortmann dankten ihren Mechanikern mit Platz zehn und einem Punkt im zweiten Lauf. Zwischenzeitlich hatte sich Winkelhock von Startplatz 14 sogar bis auf Rang fünf nach vorne geschoben. Ein nicht ganz optimaler Boxenstopp sowie leichte Probleme im zweiten Stint ließen das Duo jedoch wieder etwas zurückfallen.

Tristesse statt Finale furioso: Schmidt und Mücke erlebten auf dem Hockenheimring ein Wochenende zum Vergessen. Schon im Qualifying am Samstag gelang es Schmidt durch zahlreiche Unterbrechungen der Session nicht, den Peak der Reifen zu nutzen und eine schnelle Runde zu setzen. Startplatz 14 war die Konsequenz. Im Rennen war das Duo ebenfalls nicht vom Glück gesegnet. Gleich zu Beginn wurde der Schweizer von der Strecke geschickt und verlor weitere Positionen. Nach dem Fahrerwechsel versuchte Mücke, sich wieder etwas nach vorne zu kämpfen, doch eine fragwürdige Aktion eines Konkurrenten kostete nicht nur weiter Positionen, sondern beschädigte auch das Auto, das Mücke letztlich auf Rang 17 über die Ziellinie fuhr. Umso motivierter war das Duo für den Sonntag. Auf abtrocknender Strecke stimmte jedoch das Timing nicht, da pro Runde die Zeiten ein bis zwei Sekunden schneller wurden. Mücke war etwas zu früh auf der Strecke und musste sich mit Rang 25 begnügen. Von dort aus arbeiteten sich Mücke und Schmidt konstant nach vorne und machten – ähnlich wie ihre Teamkollegen – Position um Position gut. Im Ziel wurden sie schließlich als 13. abgewunken.

Die Stimmen zum Wochenende

Stefan Mücke (BWT Audi R8 LMS #26): „Wir haben uns mehr erwartet. Mein Qualifying am Sonntag war nicht zufriedenstellend. Unser Timing war bei abtrocknenden Bedingungen nicht ideal. Die Strecke wurde schneller, pro Runde etwa ein bis zwei Sekunden. Wenn man dann die letzte Runde zu früh ansetzt, verliert man einfach viel Zeit. Von so weit hinten nach vorne zu kommen, ist natürlich nicht einfach. Wir hatten Glück, dass wir uns aus dem Startgetümmel heraushalten konnten. Ich bin leider hinter einem anderen Auto steckengeblieben. Jeffrey ist noch ein wenig nach vorne gekommen. Wir hätten uns natürlich über Punkteplätze gefreut, aber das war angesichts der schwierigen Ausgangslage einfach nicht drin. Im ersten Rennen gab es eine unfaire Aktion mit einem anderen Auto, die Rennleitung entschied allerdings, es handelte sich um einen normalen Rennunfall. Das müssen wir akzeptieren.“

Jeffrey Schmidt (BWT Audi R8 LMS #26): „Ich hatte hohe Erwartungen an mein Qualifying am Samstag, denn ich kenne die Strecke und weiß, wo es langgeht. Zudem waren wir gut vorbereitet. Aber mit den Rotphasen, gelbe Flaggen und Verkehr auf der Strecke, wurde es immer schwieriger, eine Topzeit zu setzen. Letztlich haben wir keine ordentliche Runde zusammenbekommen. Im Rennen habe ich gegen Ende der langen Geraden einen Schlag aufs Heck bekommen und bin raus aufs Gras. Dadurch habe ich mehrere Positionen verloren. Am Samstag lief einfach ziemlich viel schief. Das setzte sich am Sonntag fort. Angefangen beim Pech im Qualifying. Ich habe in meinem Stint alles aus dem Auto ausgequetscht und sukzessive aufgeholt. Leider fehlte mir am Ende die Zeit, sonst wäre noch mehr möglich gewesen.“

Christopher Haase (BWT Audi R8 LMS #25): „Für mich war das Wochenende grundsätzlich ein schönes. Wir haben in den Vortests und den freien Trainings eine gute Basis geschaffen. Daher waren wir von der Pace auch sofort mit dabei. Das hat Ricardo im Qualifying mit P5 toll unter Beweis gestellt. Ein paar Fights später sind wir dann auch als Fünfte über die Ziellinie gefahren. Wir haben einfach schönen, hochprofessionellen Motorsport gezeigt. Der Sonntag hingegen war eher durchwachsen. Die Bedingungen im Quali waren schwierig mit der abtrocknenden Strecke. Das war eine reine Glücklotterie. Startplatz 26 hat das Potenzial des Autos nicht widergespiegelt. Die Ausgangslage war dadurch natürlich alles andere als einfach. Mit Platz zwölf haben wir gezeigt, dass wir Kämpfer sind und niemals aufgeben. Strategisch hat das Team einmal mehr alles richtig gemacht. Auch unser Audi lief erneut hervorragend. „

Ricardo Feller (BWT Audi R8 LMS #25): „Mein Resümee zum Wochenende fällt positiv aus. Wir hatten bei allen Sessions einen guten Speed wie auch Platz fünf im Qualifying am Samstag beweist. Diese Position haben wir ins Ziel gebracht – mehr konnten wir nicht erwarten. Das war richtig Bombe! Im zweiten Quali hatten wir leider etwas Pech. Wir haben es von Startplatz 26 dann doch vor bis auf die zwölfte Position geschafft. Das war schon eine mega Leistung und hat erneut gezeigt, wie gut unser Speed über das Wochenende gewesen ist. Es wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Doch gegen Ende des Rennens hatte ich ein Problem mit der Bremse und das Anbremsen auf die Kurven war nicht einfach. Daher war der letzte Abschnitt sehr knifflig, aber auch eine wichtige Erfahrung für mich als junger GT-Pilot. „

Mike David Ortmann (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Das Qualifying am Samstag lief richtig gut. Unser Auto war einfach mega. Wir hatten sicherlich etwas Pech mit den zwei roten Flaggen, aber mit Platz fünf haben wir uns dennoch eine ganz gute Ausgangsposition geschaffen. Der Start ins erste Rennen war eigentlich richtig gut, aber leider war es für uns in Kurve zwei auch schon zu Ende. Am Sonntag war unsere Ausgangsposition nicht so gut, was hauptsächlich dem Wetter geschuldet war. Winki hatte einen sehr guten Start, ich hatte allerdings hinten rechts ein Problem und deswegen haben wir wieder ein paar Positionen verloren. Wir sind dann noch viertbester Junior geworden, was in Ordnung ist. Danke ans gesamte Team für die extra Nachtschicht. Dadurch hatten wir am Sonntag wieder ein Auto. Klasse Job!“

Markus Winkelhock (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Das Wochenende lief leider nicht besonders gut. Es ist sehr schade, denn die Pace unseres Audi war richtig stark. Mike hatte am Samstag ein gutes Quali. Leider fielen wir im ersten Rennen sehr früh und unverschuldet aus. Am Sonntag wäre definitiv mehr als Startplatz 14 möglich gewesen. Durch die Mischbedingungen war es mehr oder weniger eine Lotterie, wer als Letzter über die Ziellinie fährt und entsprechend die beste Strecke erwischt. Ich hatte im Rennen einen sehr guten Start und habe gleich neun Positionen gutgemacht. Leider haben wir beim Stopp zwei Plätze verloren. Wir sind am Schluss Zehnte geworden. Es ist nicht ganz zufriedenstellend, weil wir zwischenzeitig auf Platz fünf gewesen sind. Aber angesichts des Startplatzes können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein. Großes Lob an dieser Stelle an das Team, das uns innerhalb der Kürze der Zeit ein Top-Auto hingestellt hat.“

Peter Mücke (Teamchef): „Man geht natürlich gerne mit einem Topergebnis nach Hause, das ist uns leider nicht ganz gelungen. Angesichts unserer Startpositionen war das nicht schlecht. Im Gegensatz zum ersten Rennen hatten wir am Sonntag Glück, dass keines unserer Autos in größere Zwischenfälle verwickelt worden ist. Am Sonntag war es im Qualifying schwierig, denn die Strecke wurde pro Runde um etwa zwei Sekunden schneller. Da wir mit der #26 vorzeitig abgewunken wurden, hatten wir da keine Chance mehr, eine Topzeit zu fahren. Wir sind nicht dort gestanden, wo wir hätten stehen müssen. Die Highlights dieses Wochenende war das tolle Samstagsrennen unseres #25-Autos und das Junior-Podium von Ricardo. Als Positives nehmen wir auch mit, dass wir bei einem sauberen Wochenende auf Top-Niveau unterwegs sein können.“

Matthias Kieper (PR & Team-Management): „Wir hatten uns vor diesem Wochenende deutlich mehr ausgerechnet und gehen mit gemischten Gefühlen in die Winterpause. Als Fünfter der Teamwertung müssen wir uns bei der Leistungsdichte des ADAC GT Masters sicher nicht verstecken. Gleichzeitig war es unser klares Ziel, mindestens Rang drei aus dem Vorjahr zu wiederholen. Wir hatten auf jeden Fall sowohl von Team- als auch Fahrerseite das Potenzial dazu, haben es an diesem Wochenende durch verschiedenste Gründe allerdings nicht ausgeschöpft. Ein Dank gilt unseren Jungs, die ihren Schlaf geopfert haben, um den Audi #24 wieder fit für Sonntag zu bekommen. Zumindest sind sie mit einem Punkt dafür belohnt worden.“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Die Enttäuschung über das Wochenende überschattet leider die Highlights wie das Junior-Podium am Samstag. Wir haben uns vorgenommen, die Team-Wertung auf Platz drei abzuschließen und in der Junior-Wertung ein Wörtchen mitzureden. Beides ist uns leider nicht gelungen. Der Start unserer #24 stand am Sonntag auf der Kippe. Wir haben aber Nacht durchgearbeitet und es dank der freundlichen Hilfe des GRT Grasser Racing Teams, die uns bereits vergangenes Jahr einmal unter die Arme gegriffen haben, geschafft, Mike und Winki heute ein top vorbereitetes Auto hinzustellen. Das ist das Tolle hier im ADAC GT Masters, dass sich trotz all der Konkurrenz die Teams gegenseitig helfen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die GRT-Jungs.“ „

Foto: Gruppe C Photography

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TOLLES FINAL-WOCHENENDE IN DER BLANCPAIN SPRINT SERIES: CHRISTOPHER HAASE AM NÜRBURGRING ERNEUT AUF DEM PODIUM!

Das finale Rennwochenende der Blancpain Sprint Series brachte für Christopher Haase, Teamkolleg Simon Gachet und das Team SAINTéLOC Racing einmal mehr tolle Resultate. Bereits nach den ersten beiden freien Trainings war klar, dass die Mannschaft mit einem perfekt vorbereiteten Auto in die Eifel gekommen war: Platz zehn im ersten Durchgang, und nach dem zweiten freien Training stand sogar Platz zwei zu Buche! „Spätestens da wussten wir, dass ein Platz auf dem Podium möglich ist wenn wir keine Fehler machen“, so Christopher Haase, der – ebenso wie Simon Gachet – dann auch im Qualifying zu überzeugen wusste: Man eroberte zwei Mal Platz vier für die Startaufstellung im jeweiligen Rennen!

Im ersten Lauf am Samstag musste die SAINTéLOC Racing Truppe dann aber einen kleinen Rückschlag verdauen. „Simon erwischte den Start nicht besonders gut und fiel zurück, dann folgte auch noch ein Verbremser in der ersten Kurve, wodurch unser Audi R8 LMS durch das Kiesbett musste“, erzählt Christopher Haase, der von der Box aus sah, wie Simon Gachet die erste Runde auf dem letzten Platz beendete: „Sowas kann in der Hitze des Gefechts jedem passieren, da kann man nichts machen. Aufgegeben wird bei uns allerdings nicht, also fuhren wir weiter und wählten eine riskante Strategie, dank der wir sogar noch bis in die Top-Ten, genauer gesagt auf den zehnten Platz, fahren konnten. Das war eine perfekte Mannschaftsleistung!“

Das zweite Rennen startete Christopher Haase dann selbst, glücklicherweise erwischte er einen problemlosen Start, konnte dabei sogar noch eine Position gut machen und auf Platz drei nach vorne fahren. „Den Speed der beiden Führenden konnte ich leider nicht ganz mitgehen, aber es gelang mir, mich von meinen Verfolgern abzusetzen. Dank dem zeitlich perfekt geplanten Boxenstopp hatten wir keinen Verkehr und freie Runden. So kam Simon auch als Dritter auf die Strecke zurück und konnte unsere Podiumsplatzierung ohne Probleme einfahren“, so Haase, der damit zum dritten Mal in Folge auf dem Blancpain-Sprint-Series-Podest stehen durfte.

Großer Jubel also am Ende der Saison, denn neben dem Podiumsplatz für Haase/Gachet konnte das Schwesterauto von SAINTéLOC Racing den Titel in der ProAm-Wertung einfahren. „Ich beende meine Saison dennoch mit einem lachenden und einem weinenden Auge, so Christopher Haase abschließend: „Hätten wir in den ersten Rennen mehr Glück gehabt und so konstant gepunktet wie zuletzt, dann wären wir im Kampf um die Meisterschaft dabei gewesen. Aber nächstes Jahr gibt’s eine neue Chance! Jetzt konzentriere ich mich auf das kommende Wochenende, wo ich beim ADAC GT Masters Finale in Hockenheim mit Ricardo Feller für BWT Mücke Motorsport an den Start gehen werde!“

BWT MÜCKE MOTORSPORT FEIERT SENSATIONS-PODIUM AUF DEM SACHSENRING

  • Jubel über Rang drei: Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke stehen zum zweiten Mal gemeinsam im ADAC GT Masters auf dem Podium
  • Harter Kampf: BWT Mücke Motorsport weiter auf Angriff in der Teammeisterschaft
  • Peter Mücke: „Das war das verrückteste Rennen, das ich in 45 Jahren im Motorsport bisher erlebt habe.“br />  

Jubel, Chaos, Enttäuschung. Das Wochenende auf dem Sachsenring hielt für BWT Mücke Motorsport allerhand Emotionen bereit. Erst vor wenigen Wochen hatte die Mannschaft Rang drei in der Teammeisterschaft erobert und wollte diese Position bei der vorletzten Saisonstation des ADAC GT Masters verteidigen.

Während Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke im BWT Audi R8 LMS #26, Ricardo Feller und Christopher Haase im BWT Audi R8 LMS #25 sowie Mike David Ortmann und Markus Winkelhock im kfzteile24 Audi R8 LMS #24 am Samstag noch im Parallelflug um die Strecke jagten, herrschte im Sonntagslauf das pure Chaos. Der Start musste wiederholt und das Rennen nach zahlreichen Zwischenfällen für rund 30 Minuten unterbrochen werden, bevor die restliche Renndauer von fortwährenden Safety-Car-Phasen geprägt wurde. Unter den Meistern dieses Chaos: BWT Mücke Motorsport.

Die Highlights des Wochenendes

Unverhofft kommt oft: Es war die Sensation des Wochenendes: Schmidt und Mücke rasten mit ihrem BWT Audi R8 LMS #26 am Sonntag von Startplatz 18 aufs Podium! Möglich gemacht hat es eine perfekte Strategie, das nötige Quäntchen Glück und die Top-Leistung der beiden Piloten. In der turbulenten Startphase machte Mücke – trotz einiger unverschuldeter Kontakte – mehrere Positionen gut und lag vor dem Stopp auf Rang 14. Im Gegensatz zu den meisten anderen Teams wartete BWT Mücke Motorsport mit der #26 lange bis zum Fahrerwechsel und wurde belohnt. Genau während des Stopps kam das Safety Car auf die Strecke und so verließ Schmidt die Box als Fünfter. Doch das Chaos ging weiter. Nach dem Re-Start versuchte Schmidt sofort einen Konkurrenten zu passieren, als sich ein anderes Auto drehte und die Front des Audi R8 LMS touchierte. Somit hatte der Schweizer zwar zwei Positionen gewonnen, musste aber eine wieder abgeben, da sein Auto nach dieser unverschuldeten Berührung in Mittleidenschaft gezogen war. Ein weiterer Ausrutscher eines Autos vor ihm machte es schließlich möglich, dass nach 35 Runden Rang drei im Gesamt- und Platz zwei im Junior-Klassement zu Buche stand! Der Abschluss eines gelungen Wochenendes, denn bereits am Samstag waren Schmidt und Mücke als bestes der drei Mücke-Duos auf Rang sechs ins Ziel gekommen und hatten wichtige Punkte für die Teammeisterschaft gesammelt.

Glück im Unglück: Startplatz vier hieß das Top-Ergebnis für den kfzteile24 Audi R8 LMS #24 am Sonntag – schnellster Audi des gesamten Starterfeldes. Das Podium war zum Greifen nahe! In Runde 1 jedoch der Rückschlag. Winkelhock beschädigte sich einen Reifen, drehte sich wenige Kurven später und blieb gegen die Fahrtrichtung stehen. Glücklicherweise reagierten alle anderen Piloten blitzschnell und verhinderten eine Kollision. Winkelhock brachte das havarierte Auto zwar noch an die Box, eine Weiterfahrt war jedoch nicht mehr möglich. Damit blieb dem Duo ein weiteres Top-10-Ergebnis wie am Samstag verwehrt. Ortmann hatte in seinem zweitbesten Qualifying im ADAC GT Masters den kfzteile24 Audi R8 LMS auf Rang sieben gestellt. Diese Position hielt das Duo bis zur Ziellinie und sammelte zum vierten Mal in Folge wichtige Punkte.

Potenzial vorhanden: Ein durchwachsenes Wochenende erlebte der BWT Audi R8 LMS #25. Von Anfang an strahlten Haase und Feller ob der Performance ihres Arbeitsgerätes – ein verheißungsvoller Start auf dem Sachsenring. Mit den Startpositionen 14 und elf blieben allerdings beide Piloten hinter ihren Erwartungen und dem Potenzial des Autos zurück. Dem Kampfgeist des Duos tat dies keinen Abbruch und so zeigten sie im ersten Lauf am Samstag eine eindrucksvolle Aufholjagd bis auf Rang acht. Ein noch besseres Ergebnis strebten sie am Sonntag an. Nach einem starken Start verlor Haase jedoch bei einer Berührung wertvolle Positionen. Während einer Rennunterbrechung nach mehreren Zwischenfällen gelang es BWT Mücke Motorsport die #25 notdürftig zu reparierten und bis zum Boxenstopp schaffte es Haase zurück auf Platz neun. Diese Position hielt Feller nach dem Fahrerwechsel, bis ihn ein Reifenschaden nur wenige Runden vor Rennende zum Aufgeben zwang.

Kampfgeist ungebrochen: Passend zur Berg- und Talbahn Sachsenring erlebte BWT Mücke Motorsport selbige auch in der Teamwertung. Angereist auf Rang vier, gelang der Mannschaft nach dem Samstagsrennen der Sprung unter die besten Drei. Trotz des starken Podestplatzes des BWT Audi R8 LMS #26 am Sonntag musste die Mannschaft diese Position jedoch wieder abgeben. Mit lediglich einem Zähler Rückstand zu Rang drei sowie zwölf zu Rang zwei reist die Mannschaft nun zum großen Saisonfinale nach Hockenheim (21. – 23.09.). Hier soll Rang drei aus dem Vorjahr verteidigt werden – mindestens.

Die Stimmen zum Wochenende

Stefan Mücke (BWT Audi R8 LMS #26):„Das Podium ist natürlich klasse, auch wenn der Weg dorthin kein einfacher gewesen ist. Mit meinem Quali war ich eigentlich gar nicht so zufrieden, denn mir sind zwei kleinere Fehler unterlaufen. Ich wollte einfach zu viel. Sonst wäre ein Startplatz in den Top-10 sicherlich möglich gewesen. Aber wie man sieht, ist es manchmal gar nicht so schlecht, von weiter hinten zu starten, denn man gerät so nicht in den Trubel am Start. Der Rennbeginn am Sonntag war nämlich absolut chaotisch mit den Abbrüchen. Was in der ersten Runde passiert ist, darüber kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Unser Auto wurde von allen Seiten berührt, aber glücklicherweise hat es keinen größeren Schäden davongetragen. Letztlich haben wir es von Platz 14 auf den dritten Platz geschafft. Natürlich hatten wir dabei etwas Glück, aber wir hatten in der Vergangenheit genug Pech. Daher tut dieses Podium doppelt gut.“

Jeffrey Schmidt (BWT Audi R8 LMS #26):„Das Sonntagsrennen war enorm turbulent. Ich wusste gar nicht, dass so viel Racing-Action in einer Stunde möglich ist. Stefan konnte sich weitestgehend aus dem Getümmel am Start heraushalten. Wir haben dann einen späten Boxenstopp gemacht und sind auch mithilfe des Safety Cars ein gutes Stück nach vorn gekommen. Leider habe ich im Dreikampf um den Sieg unverschuldet einen Schlag an die Vorderachse bekommen. Die Lenkung war krumm und es war wirklich schwierig, das Auto zu fahren. Mit Platz drei können wir daher mehr als zufrieden sein.“

Christopher Haase (BWT Audi R8 LMS #25): „Wir haben in beiden Qualifyings gesehen, dass das Potenzial für eine top Ausgangslage da war, wir es aber im Verkehr nicht genutzt haben. Dafür lief es im Samstagsrennen von Startplatz 14 auf Rang acht umso besser. Auch mit meinem Rennstart am Sonntag bin ich sehr zufrieden. Ich bin gut weggekommen und habe bereits in der ersten Kurve ein paar Positionen gutgemacht. Eine Kurve später kam ein anderes Auto vor mir zurück auf die Strecke. Ich konnte nicht mehr ausweichen und berührte ihn am Heck. Wir haben dadurch ein paar Plätze verloren. Nach dem Rennabbruch waren wir von der Pace wieder richtig gut dabei. Als wir zum Fahrerwechsel an die Box kamen, kam plötzlich das Safety Car auf die Strecke. Danach ging es im Rennen drunter und drüber. Ricardo hatte am Schluss noch etwas Pech. Insgesamt war das Wochenende aber okay. Vor allem die Fans am Sachsenring haben für eine tolle Atmosphäre gesorgt.“

Ricardo Feller (BWT Audi R8 LMS #25):„Insgesamt war es ein kniffliges Wochenende für uns. Wir hatten von Anfang an ein gutes Auto, konnten die Pace aber nicht ganz umsetzen. In beiden Qualifyings hatten wir Verkehr und unsere Rundenzeiten haben nicht dem entsprochen, was wir eigentlich draufgehabt hätten. Ich bin am Samstag von 14 gestartet und wir haben das Rennen auf Rang acht beendet – damit können wir sehr zufrieden sein. Am Sonntag ging es von Platz elf in dieses komplette Chaosrennen mit vielen fragwürdigen Manövern und Situationen. Wir lagen kurz vor Ende auf Rang neun, als ich das Auto nach einem Reifenschaden abstellen musste. Es ist schade um die Punkte, aber wir müssen nach vorne schauen.“

Mike David Ortmann (kfzteile24 Audi R8 LMS #24):„Am Samstag lief es für uns mega gut. Unser Auto war richtig stark. Unsere Runde im Qualifying war nicht ganz optimal, sonst wäre Startplatz drei möglich gewesen. Die Ausgangslage war daher ziemlich gut, vor allem, weil das Überholen auf dem Sachsenring unglaublich schwierig ist. Wir waren in der Lage, das Maximum aus unserem Gesamtpaket herauszuholen und wichtige Punkte einzufahren. Am Sonntag war es schade, dass wir die gute Ausgangslage überhaupt nicht nutzen konnten. Es tut mir leid für Winki und das gesamte Team. Für mich ist es teilweise nicht ganz nachvollziehbar, was sich da einige geleistet haben. Gemessen am hohen Fahrerniveau im ADAC GT Masters war das unprofessionell.“

Markus Winkelhock (kfzteile24 Audi R8 LMS #24): „Mein Qualifying am Sonntag war richtig gut. Ich war bester Audi und fuhr vor bis in die zweite Startreihe. Der Rennstart war allerdings katastrophal. Man hat einmal mehr gemerkt, wie ruppig es im ADAC GT Masters zugehen kann. Es ist schwierig abzuschätzen, ob solche Aktionen absichtlich oder ohne Vorsatz passieren. Nachdem in der Startphase mein Reifen aufgeschnitten wurde, habe ich mich auf dem Weg zur Box gedreht. Das war an einer der schnellsten Stellen des Kurses. Da ist man kurz vor dem fünften Gang mit über 200 km/h. Das war keine ungefährliche Situation und ich bin froh, dass mir die anderen Autos ausweichen konnten. Nach dem Chaos am Start und dem kaputten Reifen sind wir schließlich bis auf Platz 30 zurückgefallen. Da haben wir beschlossen, das Rennen nicht wieder aufzunehmen.“

Peter Mücke (Teamchef)„Hätte ich am Sonntag auf ein Podium unseres #26 Audi gewettet, hätte ich wohl eine Menge Geld gewonnen. Das hat wirklich niemand ahnen können. Das war das verrückteste Rennen, das ich in 45 Jahren im Motorsport bisher erlebt habe. Wir waren von der Performance mit allen Autos das gesamte Wochenende über Top-10-fähig. Doch man braucht eben auch das nötige Quäntchen Glück im Qualifying, beim Start oder während des Safety Cars. Diesmal hatten wir das Glück und Punkt.“

Matthias Kieper (PR & Team-Management):„Es war ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Als Team haben wir erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und mit dem Podium für unsere #26 einen gelungenen Abschluss gefeiert. Gleichzeitig wollten wir den dritten Rang in der Teamwertung erobern und behaupten, das ist uns nur teilweise gelungen. Wer uns kennt, der weiß, dass wir bis zur letzten Zielflagge in Hockenheim darum kämpfen werden. Es sind noch 50 Punkte zu vergeben und entsprechend ist noch alles möglich!“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Es war ein Wechselbad der Gefühle. Wir kamen gut vorbereitet hierher und haben den Schwung aus den letzten Veranstaltungen mitgebracht. In den Qualfiyings haben die Einzelleistungen gezeigt, wie stark unsere Performance war und gleichzeitig waren die Rennen geprägt von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Trotz drei Autos in den Top-10 haben wir am Samstag leider nicht die großen Punkte erzielt, dafür ist uns das in einem denkwürdigen Rennen am Sonntag gelungen. Einzelne Sequenzen müssen wir sicher nochmals analysieren, aber am Ende stehen Rang drei sowie Platz zwei bei den Junioren. Eine Szene möchte ich aber ins Gedächtnis rufen. Markus Winkelhock wurde unsanft von der Strecke geschubst. Dabei wurden die Karosserie und ein Reifen beschädigt und er stand nach einem Dreher gegen die Fahrtrichtung. Sieht man sich das Video nochmals an, wird deutlich, dass die Situation ganz anders hätte ablaufen können, wenn das herannahende Auto innerhalb dieser entscheidenden Zehntelsekunde anders reagiert hätte. Wir können von Glück reden und ein Stoßgebet zum Himmel schicken, dass alles so glimpflich ausgegangen ist. Mein Dank geht an die ganze Mannschaft, die es geschafft hat, ein fehlerfreies Wochenende abzuliefern! Das war die Voraussetzung für den Erfolg! „

Foto: Gruppe C Photography

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